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Wilkommen in Creeptown Kapitel 2

Ich sah schwarz. Vollkommene Schwärze umgab mich. Ich spürte die raue Hand von Jeff the Killer. Und diese Kälte erst! Diese unerträgliche Kälte die mit jedem Moment schlimmer wurde. Mein Brustkorb zog sich zusammen, meine Rippen schmerzten, alles verkrampfte sich und zog sich an. Um mich herum hörte ich Klageschreie, Schreie die von der Königin der Banshees persönlich kommen mussten. In den Schreien lag so ein furchtbarer, brutaler Schmerz den man niemandem, nicht mal seinen schlimmsten Feinden wünscht. „Sieh uns an, sieh unsere Schmerzen, sieh was ihr uns angetan habt! Sieh uns an! Öffne deine Augen! Sieh uns an! Verschließe deine Augen nicht vor der Wahrheit! Sieh uns an! Sieh uns an!“, riefen die Stimmen. Hände aus dem Nichts fingen an, an meiner Kleidung zu zerren.

„Komm mit uns, leiste uns Gesselschaft. Sei kein gefühlloses Monster wie sie! Lass los und begleite uns. Lindere unseren Schmerz!“ Ein plötzliches Verlangen loszulassen überkam mich doch Smile dogs Worte hallten in meinem Kopf wieder: >>Halte die Augen geschlossen und lass die Hand von Jeff nicht los. Egal was du auch ertragen musst. Augen geschlossen halten und die Hand nicht loslassen<<. Ich drückte die Hand von Jeff etwas fester. Die Besitzer der Hände wurden unruhig. Sie fingen an ihre klauenartigen Finger in meine Arme zu graben und zerrten an meinen Schuhen. Fast zerdrückte ich Jeffs Hand um nicht fortgezerrt zu werden. Immer lauter wurden die Stimmen um mich herum, immer schwerer fiel es mir nicht das Opfer der ruhelosen Seelen zu werden, der Schmerz nahm immer mehr zu und ich dachte: >>Das überlebe ich nicht, Ich werde sterben, Ich…<<.

Dann war alles vorbei. Das erste was mir neue Sicherheit entgegenbrachte war das Gefühl von festem Boden unter den Füßen. „Hey, du kannst die Augen wieder aufmachen.“, hörte ich die vertraute Stimme von Smile dog. Zögernd öffnete ich die Augen. Vor uns erhob sich ein gewaltiges, altes Schloss. Klischeehafterweise umgab ein Wassergraben das Bauwerk. Nur war es nicht mir Wasser gefüllt. Etwas Rotes blubberte träge vor sich hin, und nicht indefizierbare, fleischartige Stückchen schwammen drin herum. An den Seiten des schnurgeraden Weges, der zum Schloss hinführte, waren hölzerne Pfähle aufgestellt.

Bei näherer Betrachtung sah ich dass die Objekte die darauf aufgespießt waren, verbrannte, zerstückelte oder sogar zerfleischte Menschen waren. Ein paar zuckten sogar noch. Igitt! Das allerschlimmste aber, stellte ich fest, dass ich für einen Moment es gar nicht so schlecht fand, von einem Stück Gedärm zu probieren. Ich fing wieder an zu würgen und bei dem Gedanken dass, wer auch immer in diesem Schloss lebte, so ein sadistisches, ekelhaftes, Menschen verachtendes Monster sein müsste, wurden meine Beine zu Pudding und ich knickte nach hinten um. „Holla!“, entfuhr es Jeff und fing mich auf. „Bist so viel totes Fleisch und Blut nicht gewöhnt oder? Naja, daran gewöhnst du dich noch!“ >>Mich Gewöhnen? Ich würde mich in Zukunft an zerfetzte Organe und zerfleischte Leichen gewöhnen?! Nein danke! << dachte ich und versuchte langsam wieder aufzustehen, doch der Anblick warf mich wieder von den Füßen.

„Stell dich nicht an!“, maulte Smile dog und Jeff stellte mich auf die Beine. „Mittlerweile solltest du dich an den Anblick von Totem gewöhnt haben!“ Jeff verteidigte mich: „Sie ist eben ein Mädchen und Mädchen vertragen nicht so viel!“ „Bitte?!“, fragte ich empört. „ Ich bin nur auf einem Stück Darm ausgerutscht weil er so glitschig war, mehr nicht!“ „Zwei mal?“, zweifelte Jeff. „Es war eben lang!“, erwiderte ich. „Dafür hattest du während des Portens riesen Schiss!

Du hast beinah meine Hand zerquetscht. Autsch“ Er schüttelte seine Hand. „Von Wegen! Da waren so Hände aus dem Nichts und die haben mich fast weggezert, da musste ich mich halt stärker fest halten!“ „Na klar!“. Smile dog wurde unser Gezanke genug. „Hört auf zu streiten. Wir sind sowie so spät dran.“ „Wofür eigentlich?“, fragte ich verwundert. Smile dog lächelte ruhig. „Zu deiner „Einschulung“.“ Verwirrt trottete ich den beiden Monstern über eine morsche Zugbrücke hinterher. Ihr Knarzen und Knirschen klang wie ein qualvolles Stöhnen und Ächzen und ich hatte Angst dass sie jeden Moment nachgeben, und wir in das Gemisch von Blut und Eingeweiden stürzen würden. Na lecker!

Vor einem gewaltigen Tor standen zwei maskierte Wächter. Der eine trug eine weiße Maske, der Andere eine blaue Maske ohne markierten Mund oder Nase und statt den Augen sah ich nur zwei schwarze dunkle Augenhöhlen aus denen etwas Schwarzes floss. Bevor wir allerdings hindurch gehen konnten, verschränkten die beiden Wächter die Speere wie ein X sodass wir nicht passieren konnten. „Was wollt ihr Killer und dog?“ „Lasst uns bitte vorbei, Mr. Eyeless Jack und Mr. Vergo. Wir sind hier um den letzten Creep zu bringen.“, erwiderte Smile dog, höflich wie immer. „Reichlich spät, wenn ihr mich fragt.“, sagte der Wächter mit der blauen Maske, anscheinend Eyeless Jack, und der Wächter mit der weißen Maske, sein Name war dann wohl Vergo, fragte: „Zeigt ihn uns!“ Smile dog ging zur Seite, Jeff blieb vor mir stehen. „Jeff!“, raunte Smile dog ihm zu. Missmutig schritt Jeff the Killer zur Seite, sodass die Wächter mich jetzt sehen konnten. Etwas verunsichert machte ich ein Knicks und sagte höflich: „Guten Tag die Herren.“ 

Der Wächter namens Vergo pfiff andächtig und kleine rote Flecken erschienen auf den Wangen der Maske. „Süß, wirklich süß die Kleine.“ „Findest du? Ich finde sie einfach nur höflich.“, meinte der Wächter namens Eyeless Jack. „Tja wenn du Blindfisch Augen im Kopf hättest, würdest du anderer Meinung sein.“ Jeff stellte sich wieder vor mich und fragte misslaunig: „Dürfen wir dann vorbei?“ „Wenn ich ein Blindfisch bin, dann bist du ein Holzkopf!“, knurrte der Wächter Eyeless Jack den Wächter Vergo an. „Scheint so.“, erwiderte Smile dog und schob mich durch das große Tor.

„Das endet sicher in einer Prügelei so wie ich die beiden Streithähne kenne.“, erklärte mir Jeff während wir einen langen, dunklen Gang entlang gingen. An den Wänden hingen Bilder von Wesen die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Am Ende des Ganges über einer schwarzen Tür, hing ein riesiges Porträt eines Mannes. Er trug einen schwarzen Anzug mit einer roten Krawatte, war sehr dünn und statt eines Gesicht war sein ganzer Kopf weiß. Das heißt: Keine Augen, Nase oder Mund. Normalerweise hätte ich bei seinem Anblick Angst bekommen, doch ich hatte mir vorgenommen mich an schauerliche Gestalten zu gewöhnen. Neben dem Mann stand ein Kind. Ein Mädchen um genau zu sein. Es hatte zwei lange schwarze Zöpfe, ein rosa-schwarzes Kleid, rote Augen und eine sehr helle Haut die fast weiß war. Sie blickte den Betrachter aus ihren traurigen roten Augen wehmütig an. Unter dem Bild stand der Satz: My daughter Slendranora(Meine Tochter Slendranora). Jeff riss mich aus meiner Tranche mit den Worten: „Du solltest übrigens aufhören so süß zu sein, das schafft nämlich nur Probleme.“ „Mh? Oh…ä…welche denn Jeff?“ „Nun ja, viele Creepypasta Monster LIEBEN süße Sachen!“, antwortete er und leckte sich die verunstalteten Lippen. „I-Ich probiere es.“, versprach ich und wurde total rot. „Kommt ihr Turteltauben dann?“, bellte Smile dog und Jeff schrie ihm hinterher: „Wie hast du mich gerade genannt?!?!“

Wir kamen in einen großen Saal der ein wenig an den Essensaal aus dem Buch „Harry Potter“ erinnerte. Sie sagten mir dass ich mich auf einen freien Platz setzen sollte und rannten dann zu ihrem Platz auf die Tribüne. Verloren stand ich nun zwischen besetzten Bänken auf denen Monster verschiedener Größen und Farben saßen. Plötzlich rief jemand: „Hey du da!“ Ein Mädchen das dem Mädchen auf dem Porträt sehr ähnlich sah winkte mir zu und klopfte auf einen Platz neben ihr. Ich setzte mich zu ihr und sie hielt mir ihre Hand hin. „Hallo mein Name ist Ashley. Und wie heißt du?“ Bevor ich etwas sagte musterte ich sie. Sie hatte zwei pechschwarze Zöpfe, trug eine Art Sonnenkrone, eine Totenkopfbrosche hielt eine orangene Schleife und neben ihr lag ein ziemlich kaputter Stoffhase. :

„Ich habe noch keinen Namen, also keinen Creepypasta Namen.“ „Ach das macht doch nichts!“, erwiderte sie „Du erfindest einfach einen!“ „Da gibt es aber auch ein Problem.“ „Und das wäre?“ „Ich bin schlecht im Namen erfinden…“ Ashleys Augen fingen an zu leuchten und auf ihrem Gesicht breitete sich ein breites Lächeln aus. „Darf ich dann vielleicht einen Namen für dich suchen?“ „Klar, wenn du willst.“, antwortete ich und zuckte mit den Schultern. „Mmmm, also du bist eine Katze, und wir sind Creepypasta Figuren, also eine Creepypastakatze! Nein, nein, das ist blöd, klingt eher nach einem Begriff als einem Namen…*murmel*“

Ich lauschte Ashleys Gemurmel längst nicht mehr zu. Mein Blick galt eher den Wesen die vorne saßen. Sieben Stühle, die wie Throne aussahen, standen in einer reihe nebeneinander. Der Stuhl in der Mitte war um das vierfache so groß wie die normalen. Er war nicht besetzt. Links von dem riesigen Thron saß ein gekrümmtes Wesen mit langen Fingern. Seine Haut war eine Mischung aus braun und weiß. Zur Rechten saß Jeff der mich anstarrte. Oder schaute er nur in meine Richtung? Ich weiß es nicht. Aber ich hätte schwören können dass sein weißes Gesicht einen leichten rosa Ton angenommen hatte.   >> Das ist bestimmt wegen der ganzen Hektik. Oder vielleicht sieht er jemanden unter uns mit dem er Probleme hat? Naja kann mir auch egal sein. <<, dachte ich mir im Stillen. Rechts neben Jeff the Killer stand eine Wii. Vermutlich eine Nintendo 64. Ganz genau konnte ich nicht erkennen was auf dem flimmernden Bildschirm zu sehen war aber es sah aus wie ein grünliches Männchen. Zur linken des braun-weiß gekrümmten Monsters saß Smile dog. Er ließ sein Blick über die Menge gleiten biss er mich entdeckte. Ich nickte ihm zu und er nickte zurück. Darauf lehnte sich eine Art Clown, der links neben Smile dog saß zu ihm hinüber und sprach mit ihm.

Der Clown ähnelte Jeff the Killer ein wenig. Er hatte langes, schwarzes Haar und ein fieses Grinsen. Seine Nase war seltsam geringelt. Mal sehen wehn gab es noch? Ach ja! Neben der Nintendo 64 saß dasselbe irre Pickachu wie auf meiner Uhr. Sein Schweif zuckte unruhig hin und her. „ICH HAB’S!“, brüllte mir Ashley auf einmal ins Ohr. „W-Was?“, fragte ich halb taub. „Schau: Wir sind doch Creeps, und du bist eine Katze, und Katzen heißen auf Englisch „cat“ und wenn man beide Wörter verbindet erhält man; „Creepcat“! Na wie findest du dass?“ „G-Ganz gut. Ja…“, antwortete ich, nachdem ich überprüft hatte dass ich nicht taub war. „Super. Na dann! Schön dich kennen zu lernen Creepcat!“, strahlte Ashley. Ich schüttelte ihre Hand mit den Worten: „Gleichfalls!“ Mir fiel ein dass ich nicht wusste wer die Personen auf der Bühne waren als plötzlich dass Licht ausging. „Ashley was…“, wollte ich fragen aber Ashley fuhr mir dazwischen: „Sssht! Es beginnt!“

Auf einmal ging das Licht wieder an und auf dem bis jetzt leeren Thron saß der gleiche, gesichtslose Mann wie auf dem Porträt. Er räusperte sich: „Liebe Creeps. Wir freuen uns, dass ihr die Reise hierhin überlebt habt. Ihr werdet in Zukunft auf die Creepacadamy gehen und lernen wie man sich als richtige Creepypasta Figur verhält, dass behinhaltet töten und kämpfen, aber auch andere nützliche Dinge. Ihr sollt wissen dass euch kein Creepypasta Monster verletzen darf aber ihr solltet es nicht aussnützen um uns irgendwelche Streiche zu spielen. Ich werde euch jetzt ein paar unserer wichtigsten Lehrer vorstellen.“

Ich war verblüfft das ein Monster ohne Mund reden konnte. Schnell schnappte ich mir eine rumliegende Serviette und lieh mir von Ashley einen Stift (keine Ahnung warum sie einen mitführte) und schrieb mir auf wer, wer war. Die gekrümmte Person hieß „ The Rake“(der Rechen) und würde mein Klassenlehrer sein. Der seltsame Clown hieß „Laughing Jack“ (Lachender Jack) und war Kunstlehrer. Das Männchen in der Nintendo 64 trug den Namen „Ben drowend“ (Ben ertrank) und würde uns über Technik unterrichten. Das Pickatchu dass alle Welt nur das „Creeptchu“ nannte war der Lehrer über alle Creepypasta Pokémon. Jack würde im Schatten Kampf unterrichten und Smile dog über Religion( Ja auch Creepypasta Monster hatten Götter). Danach gingen wir zu unseren Schlafsälen. Jeder Creep bekam ein Bändchen mit einem Symbol. Auf meinem war ein blutunterlaufenes Auge. Ashley linste auf mein Bändchen und grinste: „Cool! Wir sind im selben Zimmer!“ Auch ich fand es schön mit jemandem ein Zimmer zu teilen den ich kannte.

Als wir unser Zimmer betraten staunten wir nicht schlecht! Die eine Hälfte war in pink-schwarz (Ashleys Lieblingsfarben) und die andere in rot-schwarz(meine Liebelingsfarben). Beide Hälften sahen (außer den Farben) komplett gleich aus. Ein Bett, Schrank, Kommode, Handspiegel…etc. pro Zimmerhälfte. Es sah aus als wäre das Zimmer in der Mitte geteilt worden, weil keine einzige Farbspur in die andere Hälfte überlief. Bei dem linken Bett stand „Ashley“ bei dem rechten „Creepcat“. Etwas verwundert wie sie meinen neuen Namen herausbekommen hatten sah ich außerdem noch, das jede Hälfte ein Bad mit Dusche, Badewanne, Waschbecken und co. hatte. Erschöpft ließen wir uns in unser Bett fallen, sagten uns gute Nacht und schliefen sofort ein.

Es folgte Dunkelheit.

Fortsetzung folgt…

Nächstes Kapitel à Ein neuer Tag, ein neuer Anfang

Kapitel 3.

http://de.creepypasta.wikia.com/wiki/The_Creepacadamy_Ein_neuer_Tag,_ein_neuer_Anfang_Kapitel_3

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