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„Creepcat. Creepcat. Komm zu mir, Creepcat.“ „Hallo? Wer ist da?“ „Komm her Creepcat. Sei ein braves Mädchen. Komm zu Papi!“ Ich befand mich in einem langen, schwarzen Gang. Es war dunkel. Nur ein paar Kerzen links und rechts gaben ein wenig Licht ab. Niemand war hier, außer mir und der Stimme aus dem Nirgendwo die nach mir rief. „Wer bist du?“, rief ich in die Dunkelheit hinein. „Kennst du mich nicht? Komm her mein Kleines!“, antwortete die Stimme. Fieberhaft versuchte ich die Stimme zu erkennen die mich rief, aber ich kannte keinen mit dieser Stimme. Und trotzdem klang sie vertraut, als ob ich sie schon lange kennen würde. Ein plötzlicher Lufthauch von hinten blies die wenigen Kerzen aus und überließ mich der Dunkelheit. Es fröstelte mich. Verständlich, ich trug nämlich nicht meine normalen Klamotten, sondern ein geblümtes Sommerkleid. Auf einmal hörte ich ein Knurren hinter mir, wie von einem Raubtier das gerade unsanft geweckt wurde. Ein unfreundliches und hungriges Raubtier. Ich begann zu laufen und kurze Zeit später zu rennen. Das „Ding“ hatte meine Verfolgung aufgenommen. In der Ferne sah ich eine Tür die von Licht umgeben war. „Komm her Liebes. Hab keine Angst. Ich beschütze dich ja!“, sagte die sanfte Männerstimme. „Papa?!“, rief eine verängstigte kleine Mädchenstimme und ich bemerkte, es war meine eigene. Die Tür öffnete sich und goldenes Licht überflutete den Gang. In der Tür erkannte ich die Silhouette eines Mannes. Immer schneller rannte ich, immer näher kam das Monster und ich spürte seinen Atem dich an meinem Gesicht. Immer lauter rief die Stimme: „Creepcat! Creepcat! Wach auf! Wir kommen noch zu spät!“

Verschwitzt wachte ich auf. Moment mal! Warum lag ich in der Badewanne? Und warum war ich denn von Kopf bis Fuß nass?!? Die Antwort hieß Ashley. Als ich nach oben sah, sah ich Ashley mit einem großen rosa-schwarzen Eimer in der Hand, aus dem noch ein paar Wassertropfen abperlten. „Ashley! Warum? Wieso? Weshalb?“, stotterte ich entsetzt. „Du wolltest nicht aufwachen und hast als ich dich gerufen habe, im Schlaf um dich geschlagen.“ „Und deshalb musstest du mich gleich duschen???“ „Hör auf zu meckern und zieh dich an. Wir kommen sonst schon am ersten Tag zu spät!“ Schnell trocknete ich mich ab und rannte zu meinem Kleiderschrank. Als ich ihn aufmachte dachte ich nur: >> Immer wenn ich denke dass ich schon alles gesehen hätte werde ich eines besseren belehrt! << denn in meinem Schrank hingen Tee-shirts die den gleichen Aufdruck plus Farben hatten wie mein Eigenes. Dasselbe war mit den Hosen und Schuhen. An einem Haken hing eine schwarz-blau gestreifte Schleife die man sich um den Hals binden konnte. Über der Schleife befand sich ein Schildchen. Auf ihm waren Buchstaben eingekratzt die wahrscheinlich das Wort: „Schuluniform“ bedeuten sollten. Etwas verwundert zog ich mich um. Die Schleife band ich mir um den Hals. „Du weist doch für was die sind, oder?“, fragte mich Ashley. Verneinend schüttelte ich den Kopf. Die sind dafür da, damit die Creepypasta Monster sehen dass du ein Creep bist, und dass sie ihre schmierigen Fingerartigenetwasse von dir lassen sollen. Bist du dann so weit?“, fragte sie. „Äh, ja schätzte schon. Ic-“ Ich wollte meinen Satz gerade beenden, doch schon hatte mich Ashley am Arm gepackt und zog mich die Treppe herunter.

Unser Unterricht fand im Klassenraum „66“ statt. Als wir ihn fanden klopfte ich nervös. >>Werden wir bestraft weil wir zu spät sind? Sind wir überhaupt zu spät? Ich habe keine Zeit gehabt auf die Uhr zu sehen. Um wie viel Uhr beginnt der Unterricht überhaupt? <<, schoss es mir durch den Kopf. Die Tür wurde aufgemacht und unser Klassenlehrer, „The Rake“, funkelte uns aus seinen bedrohlich wirkenden Augen aus an. Ich zog den Kopf ein und versteckte mich ängstlich hinter Ashleys Rücken. „T-tut, u-, uns leid, dddas wir zu spät sind…“, nuschelte ich eingeschüchtert. Ashley hatte nicht vor sich zu entschuldigen. Sie zeigte überhaupt keine Anzeichen zur Reue. Arme verschränkend fragte sie: „Sind wir zu spät?“ Der Rake schaute auf eine große schwarze Uhr die hinter seinem Lehrerpult bedrohlich tickte und sagte mit tiefer Stimme: „Nein. Ihr habt noch 6 Minuten. Setzt euch jetzt aber auf eure Plä…“, weiter kam er nicht, denn Ashley schubsten ihn zur Seite. Kurz drehte sie sich zu ihm um, grinste und lief, mich immer noch hinterher ziehend, zu einem Platz ganz links vorne. „Dann ist ja gut!“, antwortete sie dem überraschten Rake. Ich hörte ihn noch etwas murmeln wie: „Das fängt ja gut an!“ bevor er sich an seinem Stuhl, der hinter dem Steinpult stand, hochzog. Mein einziger Sitznachbar war Ashley. Von allen angestarrt zu werden ist etwas was ich hasse wie die Pest. Ich versuchte ihren Blicken auszuweichen, sie zu ignorieren, doch auch von ihnen abgewandt spürte ich ihre stechenden, fixierenden, immer beobachtende Blicke. Aus dem Augenwinkel schaute ich mir meine Klassenkameraden genauer an. Die meisten waren verformte Dinger, Eins war ein Aquana ohne Augen dass neben einem Evoli saß dass mich mit seinen roten Augen fixierte. „Würdet ihr dann eure Aufmerksamkeit wieder mir zuwenden? Danke!“, fragte der Rake. „Fangen wir mit etwas einfachem an. Wenn ihr jetzt eure Pulte aufmacht, findet ihr Schreibzeug und Papier. Schreibt bitte euren Creepypasta Namen auf und macht ein Namensschild. Überlegt es euch gut bevor ihr euren Namen aussucht, denn ihr werdet ihn für immer behalten!“ Ich öffnete mein Pult, nahm einen roten Stift und wollte grade nach dem weißen Papier greifen, als ich bemerkte dass das weiße Papier eigentlich schwarz war. >>Seltsam. <<, dachte ich und schrieb in meiner ordentlichen Handschrift, in großen Druckbuchstaben: CREEPCAT.

Kaum stand mein Name auf dem Papier fingen die Buchstaben sich zu verändern. Die Farben flossen ineinander und die Schrift wurde violett. Die Farben bildeten seltsame Zeichen und groteske Bilder, die ich hier lieber nicht beschreibe. Schnell faltete ich mein Namensschild und stellte es, mit der bemalten Seite von mir weg auf.

Nachdem ich mein Namensschild auf den Tisch gestellt hatte, sah ich nach Ashley. So wie es aussah, hatte sie nach dem erst besten Stift gegriffen und in krakeligen Buchstaben: ASHLEY geschrieben. Jetzt versuchte sie gerade ihr Namensschild aufzustellen. Leider ohne Erfolg. Entweder es klappte zusammen oder es rutschte vom Tisch. „Wie kann es eigentlich sein dass nach exakt 5 Minuten nur eine ihr Namenschild fertig hat?!“, knurrte der Rake. „Macht schon ihr jämmerlichen Würmer. Wir haben nicht den ganzen Tag zeit!“ >>Echt höflich! <<, dachte ich mir im Stillen. >>Wenn alle unsere Lehrer so drauf sind kann dass ja heiter werden! << Nach genau 10 Minuten hatte jeder sein Namenschildchen fertig und der Rake ging durch um sich die Namen zu notieren. Nebenbei beurteilte er die Verfassung der Namenschilder. „Schlecht, miserabel, furchtbar, grauenhaft…“, brummelte er. Bei einem Geistermädchen dass hinter mir saß blieb er kurz stehen und sagte: „Annehmbar.“ Dann kam er zu uns. Er betrachtete das Häuflein Papier auf dem nur noch „SLY“ zu erkennen war. „Was soll das heißen?“, fragte der Rake und deutete auf Ashleys Namensschildchen. „Ashley, Sir!“, antwortete Ashley überraschend höflich. Mit der Bemerkung: „ Oh Gott!“, drehte er sich zu mir um. Ich schluckte als ich in die Augenhöhlen des Rakes schaute. Mir fiel auf, dass sein rechtes Auge grau war, anstatt wie das Andere rot.  Seine verzerrte Fratze wurde zu einem bösen Grinsen..

Er hob mein Namensschild hoch und rief: „Seht her, ihr unbedeutenden Kakerlaken! So hat eine ordentliche Arbeit auszusehen!“ und zu mir sagte er: „Das ist sehr gut. Weiter so!“

Nachdem er sich alle Namen notiert und alle Namensschilder bewertet hatte ging unser Lehrer zur Tür. „Ich gehe jemanden holen und wehe jemand sagt hier drinnen auch nur einen Piep.“, drohte er uns. Kaum hatte der Rake den Raum verlassen, hielt sich Ashley die Hand vor den Mund und machte ein leises „Piep!“. Ein paar kicherten doch plötzlich wurde die Tür aufgerissen und der Rake stürmte zu Ashleys Platz. „Du willst deine Eingeweide doch noch behalten, junge Dame, oder?“, knurrte er der Rake so leise dass selbst ich Probleme hatte ihn zu verstehen. Dabei zeigte er Reißzähne, bei denen jedes Krokodilsgebiss wie Styropor aussah. Ashley nickte. „Dann solltest du lieber deine hübschen Lippen geschlossen halten bevor ich sie dir abreiße!“ Ashley riss die Augen auf,presste ihre Lippen zusammen und nickte. The Rake musterte sie für einen Augenblick, dann ging er zur Tür. Bevor er den Raum allerdings endgültig verließ, ließ er seinen Blick noch einmal über uns Schüler schweifen und murmelte etwas von: „Jämmerliche Feiglinge!“, „Hohlköpfiger König“ und „Alte Zeiten.“. Jetzt waren alle still. Vor allem Ashley, denn sie presste ihre Lippen immer noch aufeinander. Aber plötzlich gingen ihre Mundwinkel nach oben. Das hieß: Sie war kurz davor einen Lachausbruch zu haben. Ich warf ihr schnell einen „Wag-es-ja-nicht“ Blick zu, damit sie sich wieder einkriegte. Denn eine ganze nervige Ashley war mir lieber, als eine zerfleischte nervige Ashley.

Die Tür flog auf. Herein kam der Rake und zwei Personen folgten ihm. Die eine sah aus wie eine Schwester Joy aus den Pokémon Spielen. Mit dem Unterschied dass die Schwester Joys aus den Pokémon Spielen rosa Haare hatten. Die Schwester Joy die vor uns stand hatte aber blondes Haar. Sonst sah sie aus wie eine normale Schwester Joy. Unter ihrem Schwester Joy Hütchen war eine große, klaffende Wunde, aus der Blut floss, das an ihren zwei abstehenden Zöpfen abtropfte, und ihre sonst weiße Schwester Joy Uniform hatte ein leichtes braun. Außerdem roch sie nach Erde und Verwesung. Sie trug ein Tablett mit vielen Reagenzgläsern und dazugehörigen Korken. „Also meine Lieben, mein Name ist Schwester Joy. Hallo! Ich bin die Schulärztin und gleichzeitig die Doktorin von ganz Creeptown. Ja?“ Schwester Joy hatte Ashleys Hand in der Luft bemerkt. „Ich dachte der Seuchendocktor sei der Arzt von Creeptown!“ „Ja das war er. Leider ist er während des Kampfes mit „Ihm“ gestorben.“, antwortete Schwester Joy traurig. „Aber dann hätte er doch wiederbelebt werden müssen!“, rief eine Art Zombie aus der hintersten Reihe. „Das ist auch mir unverständlich.“, sie schniefte leise.

„Naja, mit meinem Kollegen Jeff the Killer…“ „JEFF?!“, rutschte es aus mir heraus. Schnell hielt ich mir die Hand vor den Mund und wurde rot. Wie peinlich! „Hallo Kätzchen!“, grinste Jeff mich an. Zu meinem Erstaunen blieb Schwester Joy ruhig und lächelte: „ Ach ihr kennt euch?“ „Ja, ich kenne Kätzchen schon ziemlich lange.“, antwortete Jeff immer noch grinsend.

>>Seit gestern um genau zu sein. << dachte ich. „Aber Jeff, ich heiße eigentlich gar nicht Kätzchen. Mein Name ist jetzt Creepcat!“, erklärte ich. Es war mir peinlich dass Jeff mich vor der ganzen Klasse(samt the Rake und Schwester Joy) Kätzchen nannte. „Verstanden Kätzchen.“ „Ich hab dir doch gerade gesagt wie ich heiße. Creepcat heiße ich, nicht Kätzchen.“ „ Geht klar Kätzchen!“ „Hör gefälligst auf mich so zu nennen!“ „Warum regst du dich plötzlich so auf, Kätzchen?“ „Ich geb’s auf.“, gab ich auf und setzte mich wieder normal hin, denn ich bemerkte dass ich von meinem Platz aufgesprungen war. „Also“, startete Schwester Joy einen zweiten Versuch „mein Kollege Jeff und ich werden euch jetzt ein wenig Blut abnehmen. Bei den Körperlosen ein wenig Geistersubstanz. Mein Kollege Jeff macht in eure Hände, beziehungsweise Pfoten, einen kleinen Schnitt und füllt ein paar Tropfen eures Blutes in ein Reagenzglas. Weiß jemand wofür das ist? Ja?“ Schon wieder hatte Ashley ihre Hand in der Luft und wedelte wie wild damit. „Es ist dafür da, dass wenn wir mal verloren gehen, wir mit unserem Blut wiedergefunden werden können.“ „Richtig, Mädchen mit der Sonnenkrone. Falls einer von euch verschwindet, können unsere Suchhunde euch wieder aufspüren. Kennt ihr einen der Suchhunde beim Namen? Ja, Katzenmädchen?“

„Smile dog?“, riet ich. „Richtig. Also Jeff, bist du bereit?“, wandte sich Schwester Joy jetzt an den noch blasseren Jeff the Killer. Jeff war anscheinend nicht bereit. Er war noch sechs Farbtöne weißer geworden und er grinste auch nicht mehr so zuverlässig. >>Hatt er etwa Schiss? <<, fragte ich mich heimlich. „Jeff. Jeff? JEFF!“, brüllte Schwester Joy und endlich erwachte Jeff aus seiner Trance. Langsam trottete er zu dem Evoli mit den roten Augen (es hieß übrigens EEeEE) und machte einen kleinen Einschnitt in seine Pfote. Das Evoli ertrug es ohne etwas zu äußern. Jeff nahm eine kleine Plastik Spritze heraus und nahm ein wenig Blut ab dass er dann in ein Reagenzglas füllte. So machte er es bei allen. Kam er zu einem Körperlosen verzichtete er auf das Messer und nahm gleich die Spritze. Die Spritze zog dann einen grauen Dunst auf.

Ich war die letzte der Blut abgenommen wurde. Als Jeff zu mir kam zögerte er. Er griff in die Vordertasche seiner Jeans und holte ein kleines Fläschchen auf dem „Desinfektionsmittel“ stand heruas. „Damit du dir keine Infektion einfängst.“, brummelte er und träufelte ein paar Tropfen auf die Klinge seines Messers und verrieb sie mit einem weißen Stofftaschentuch. Als er fertig war nahm er meine Hand. Für einen Moment sah ich etwas in seinen Liederlosen Augen dass aussah wie Tränen, aber ich verwischte den Gedanken schnell da es unwahrscheinlich war dass der große Jeff the Killer wegen irgendetwas weinen würde. >>Er ist ein gefühlloser Killer. Und klatherzige Killer weinen nicht, oder?<<, überlegte ich. Wie ein Chirurg setzte er die Klinge behutsam auf meinen Handrücken an. Ich biss die Zähne zusammen weil es höllisch wehtat. Aber auch Jeff schien etwas zu schockieren.

Aber nicht über dass was er getan hatte(vermutlich nicht) sondern eher was er jetzt sah. Violettes Blut trat aus der Wunde und floss über meinen Handrücken. Während ich mich wieder beruhigt hatte, ich wusste ja dass es noch viel Neues zu entdecken gab, war Jeff wie abgestellt. „Äh…Jeff?“, fragte ich vorsichtig. Jeff antwortete nicht. „Was dauert das so lange Jeff?! Jeff?“, fragte jetzt auch der Rake ein wenig beunruhigt. Mein Blut tropfte jetzt von meinem Handrücken auf Jeffs blasse Hand. Dort wo die Tropfen hinfielen wurde die Haut fleischfarben, wie die eines Menschen. Jetzt kam der Rake zu uns herüber.

„Jeff, wir haben nicht den ganzen Tag zeit. Jeff? JEFF! Hast du etwa den Rest deines mickrigen, verfaulten Gehirns auch noch verloren? Jeff du…“,the Rake stockte. Er starrte auf meinen Handrücken und auf das violette Blut. „Das kann nicht sein!“, murmelte er und seine Augen weiteten sich. >> Kann mir einer sagen was hier los ist? <<, dachte ich verwirrt. Schwester Joy schien dass selbe wie ich zu denken denn sie fragte: „Gibt es ein Problem?“. Sie bekam keine Antwort. Ihre sonst ruhige Miene änderte sich in eine „Ich-komm-mir-irgendwie-verarscht-vor,-was-ist-den-überhaupt-los?“ Miene. Schließlich tippelte sie zu uns herüber, nahm Jeff die Spritze aus der Hand und schubste die beiden Creepypasta Männer zur Seite so dass sie erst mit voller Wucht gegen die Wand knallten und danach zu Boden gingen. „Keine Angst, es wird bestimmt nichts Schlimmes sein. Es ist selten wenn jemand anderes Blut hat als wir.“, munterte Schwester Joy auf.

Als sie dass Blut abgenommen hatte, klebte sie mir ein Pflaster auf den Handrücken, das völlig anders aussah als die anderen. Auf den anderen war ein Totenkopf mit zwei gekreuzten Tentakel zu sehen, das war nämlich das Wappen der Creepacadamy. Aber auf meinem war ein Katzenbaby abgebildet das friedlich in seinem Körbchen neben einem Hundewelpen schlief. Schwester Joy verabschiedete sich und ging aus dem Raum, das Tablett mit den Proben in der einen Hand, den bewusstlosen Jeff the Killer an der Kapuze hinter sich her ziehend in der anderen. Ich warf einen kurzen Blick auf Ashley. Sie hatte keinerlei Reaktion gezeigt als ihr Blut abgenommen wurde. Plötzlich ertönten Kirchenglocken, wie bei einer Beerdigung. Da kam wieder Bewegung in Ashley. Sie sprang auf und knallte ihre Hände auf den Tisch wobei ihr Namensschild vom Tisch segelte und rief: „PAUSE!“. Dann rannte sie in Richtung Tür. Nacheinander trotteten meine Klassenkameraden ihr hinterher. Ein paar tuschelten. Am Ende waren nur noch Ich und mein Lehrer the Rake im Raum. Ich warf einen kurzen Blick auf ihn, nur um bestätigt zu kriegen dass er immer noch Sternchen sah. Dann drehte ich mich um und folgte Ashley auf den Hof.

Auf dem Hof erwartete mich eine ziemlich ungeduldige Ashley. „Du hast ziemlich lange gebraucht für eine Katze. Heißt es nicht immer, Katzen wären geschmeidige und schnelle Tiere?“ „Tss!“, erwiderte ich kalt und fragte danach: „Ich habe Hunger. Gibt es eine Art Mensa oder so?“ „Ja, die ist da drüben.“, erklärte sie und zeigte auf eine alte verfallene Kirche. „Aber da können wir erst Morgen rein. Ich hab nämlich gehört, die Mensa hätte ein Ratten Problem. Aber da in der Schule ja jetzt eine Katze ist, müsste das kein Problem sein!“, sie grinste mich an. „Vergiss es! Ich hasse Ratten!“ „Aber warum? Ratten, vor allem die tollwütigen, sind doch total süß! Mit ihren scharfen Beißerchen und ihrem nackten Schwanz…“ „Igitt! Hör auf Ashley!“, kreischte ich und hielt mir meine Katzenohren zu. „Hahaha, schon gut, schon gut, ich höre ja auf. Komm wir setzen uns auf einer der Bäume!“ Sie zeigte auf eine Baumgruppe ein paar Meter von uns weg.

Wir suchten uns einen Baum aus, der aussah als wären seine Äste zu Schleifen gebunden worden. Ashley gab ihm den Namen „Looping“, was von dem Namen „loop“ (Schleife) abstammte. Wir redeten über dies und das, als ich plötzlich von irgendwo her eine leise Stimme vernahm. „Hallo.“ Verwundert drehte ich meinen Kopf in die Richtung aus der die Stimme kam…und blickte geradewegs in zwei lila-rote Augen. „Aaaaaaaaaaaaaa!“, rief ich und purzelte rückwärts vom Baum. „Oh Entschuldigung! Das wollte ich nicht. Ist alles in Ordnung?“, fragte das Geistermädchen mit den lila-roten Augen in singendem Tonfall. „Ja, alles okay. Bin nur auf meine vier Buchstaben geknallt. Aber sag mal; Bist du nicht…“ „…das Geistermädchen dass hinter dir sitzt? Wolltest du das sagen? Ja, das bin ich. Ich bin das Geistermädchen aus Illumina City.“, beendete das Mädchen meinen Satz und lächelte sanft. Ich musterte sie genauer. Ihre Haare waren lang und lila. Eigentlich trug sie nur lila. Ihr Pony verdeckte ihre Augen und im Haar trug sie eine Art Haarband(?). Dazu trug sie ein langärmliges Kleid und lilane Sandalen. Ihre Beine waren nackt, also sie trug keine Strümpfe.

Jetzt ließ sich das Mädchen auf einen Ast neben meinem nieder. „Und wie heißt du?“, fragte Ashley sichtlich interessiert. „Wie ich…heiße?“, fragte das Geistermädchen verwirrt. „Ja, dein Name, wie lautet der?“, fragte Ashley. Das Geistermädchen schwieg verwirrt und sagte dann: „Ich bin das Geistermädchen aus Illumina City.“ „Ja aber dein NAME!“, fragte Ashley ungeduldig. „Wie nennst du dich denn?“, erklärte ich vorsichtig. „Ilsa.“, antworte das Mädchen und lächelte. „Schöner Name, Ilsa!“, freute ich mich und warf Ashley einen „Reiß-dich-zusammen“ Blick zu, denn Ashley war kurz davor laut los zulachen, und das hätte Ilsa bestimmt verletzt.

„Wenn ich mich vorstellen darf, Ilsa, ich bin Creepcat und meine Freundin hier heißt Ashley.“, erklärte ich ihr und zeigte auf die noch immer mit ihrem Lachflash kämpfende kleine Hexe.

„Guten Tag, Lady Creepcat und Lady Ashley! Freut mich eure Bekanntschaft zu machen!“, sagte Ilsa höflich und schwebte kurz in die Luft um einen Knicks zu machen. Auf einmal hellte sich Ashleys Mine auf. Sie deutete auf einen Mann mit einer weißen Maske und kreischte vergnügt. Es war der gleiche Wächter der einst vor dem Schlosstor stand. „Vergo ist da, Vergo ist da!“, quiekte Ashley vergnügt und sprang vom Baum und rannte auf den Wächter zu, der umringt von Mädchen war, alle kreischend und kichernd. „A-Ashley! Warte auf mich!“, rief ich, aber Ashley und Ilsa waren wie vom Erdboden verschluckt.

Ich rannte durch die Menge und versuchte meine Freundinnen zu finden als mich plötzlich jemand unsanft an der Schulter packte. Als ich mich umdrehte starrte ich geradewegs in zwei grüngelblichstrahlende Augen. Diese Augen gehörten einem circa 23 Jahre alten Mann.

Er hatte lange schwarze Haare(irgendwie haben fast alle Creepypasta Figuren die Haare haben schwarze Haare), einen Seitenscheitel, blasse Haut, schwarz lackierte Fingernägel und er trug ein schwarzes T-Shirt und schwarze Hosen. Außerdem trug er am linken Ringfinger einen dunklen Ring mit einem Totenschädel darauf. „Abschaum.“, sagte der Mann mit einer monotonen, gleichgültigen Stimme. „Bitte was?“, fragte ich verwirrt. „Du bist ein Mensch. Und damit Abschaum. Und Abschaum hat es nicht verdient zu leben.“ „Äh?!“, fragte ich ängstlich. Der Mann zog mich in eine dunkle Ecke. Ich fragte mich warum die Umstehenden das nicht bemerkten, aber ich glaube sie waren viel zu beschäftigt damit, Vergo anzuhimmeln.

Ich machte den Mund auf um, um Hilfe zu schreien aber der Mann hatte das wahrscheinlich geahnt und klebte mir einen dicken, großen Klebestreifen auf den Mund. „Niemand wird deine Schreie hören!“, grinste der Mann. Meine Augen weiteten sich und Angstschweiß lief mir übers Gesicht. „Und jetzt, STIRB!“, sagte der Mann und holte ein Messer hervor. Ich kniff die Augen zusammen und dachte nur >>Hilfe! Hilfe! Irgendjemand! Hilfe! Ashley, Ilsa, Jeff! Helft mir! Bitte! Irgendwer! Helft mir! <<Tränen liefen mir übers Gesicht und wenn ich könnte hätte ich geschluchzt.

Der Mann lachte und ich spürte wie die Klinge einen Schlitz in meine linke Wange machte. Aber plötzlich ertönte eine dunkle Stimme „Es reicht Damien!“ und das Lachen des Mannes verwandelte sich in ein Stöhnen. Ich öffnete meine Augen und sah verschwommen wie ein Mann meinem Angreifer ein Messer in die Brust rammte. >>Jeff? <<, dachte ich aber als ich mir die Tränen aus dem Gesicht wischte erkannte ich, dass es nicht Jeff war. Mein Retter hatte nämlich als Unterschied Augenlieder und Augenbrauen. Doch sein prägendes Merkmal war, dass er ein grünes und ein blaues Auge hatte. Als mein Peiniger zu Boden sank wandte sich mein Retter zu mir um. „Bist du verletzt?“, fragte er mit ruhiger Stimme nachdem er das Klebeband entfernt hatte. „Äh ja, äh, ich meine nein, nein.“, stotterte ich und wurde (mal wieder) rot.

„Creepcat!“, rief eine mir wohlbekannte Stimme. Ich drehte den Kopf und sah wie Ashley und Ilsa auf mich zu liefen, beziehungsweise schwebten. „Da bist du ja Creepcat! Sieh mal ich hab ein Autogramm von Vergo und…nanu! Mister Sleepless, was ist passiert?“, fragte Ashley mit einem Blick auf den niedergestochenen Damien, wie Sleepless ihn vorhin nannte. „Eure Freundin wäre beinahe ermordet worden.“, erwiderte Sleepless mit ruhiger Stimme. „WAAAASSSS?“, brüllte Ashley entsetzt. „Aber, aber d-das ist ja FURCHTBAR! Das ist…“ „Sei ruhig, ich rufe jemanden an.“, unterbrach sie Sleepless und zückte ein Handy.

„König Slenderman? Ja, es gab wieder einen Anschlag. Auf wehn? Wieder auf einen Creep. Ja, es gibt immer schwarze Schafe die sich nicht an unsere Regeln halten. Nein das Opfer hat überlebt. Ja, ist es, aber nicht so schlimm. Nur eine kleine Schnittwunde auf der linken Wange. Ja, es ist ein Mädchen. Wer? Damien Fabel. Seitdem wir ihn aus SCP rausgeholt haben macht er wirklich nichts als Ärger. Wie? Aha verstehe. Tschüss.“, beendete Sleepless das Telefonat.

„Wir sind da!“, riefen zwei Stimmen hinter uns. Sie gehörten Eyeless Jack und Jeff the Killer.

„Na Jeff, schön geschlafen?“, fragte Sleepless den Killer. „Ich schicke dich gleich schlaf... Kätzchen?“ Jeffs Blick war auf mich gefallen. „Du kennst sie?“, fragte Sleepless. „J-ja, aber, was macht sie denn hier?“, antwortete Jeff verdutzt. „Sie ist das Opfer.“ „WAS? O Gott, Creepcat geht es dir gut?“, fragte Jeff besorgt. „Seit wann sorgst du dich um jemand anderen als um dich selbst?“, kam mir Eyeless Jack zuvor. Bevor Jeff allerdings antworten konnte, hörte ich ein Röcheln hinter mir. Damien hatte es geschafft sich wieder aufzuraffen und schwankte auf mich zu. „STIRB!“, röchelte er, aber bevor er mich erreichen konnte, war Sleepless aufgesprungen und drückte ihn an die Wand. „Zu dir komme ich später, du verficktes Stück Scheiße!“, knurrte er. „Wie kannst du es wagen einen wehrlosen Creep anzugreifen!“ Damien lächelte fies. „Abschaum, bleibt Abschaum.“, antwortete er und spuckte Sleepless Blut ins Gesicht. „DAS REICHT!!!“, brüllte Sleepless und schlug in ins Gesicht. Plötzlich schien er zu merken, dass ich immer noch da war und ihn fassungslos ansah.

Sleepless stellte sich so vor Damien das ich ihn nicht mehr sehen konnte, aber das blut verschmierte Grinsen würde ich wohl nie mehr aus dem Kopf bekommen. An Jeff gewandt sagte Sleepless: „Jeff, sei so lieb und bring sie zu Schwester Joy. Es könnte sein das die Klinge mit Gift getränkt war. Bei Damien weiß man nie so genau.“ Und zu Eyeless Jack sagte er: „Und du bring die Kinder in den Unterricht. Sicher ist sicher.“ „A-aber Creepcat…“ begann Ilsa. „Sie bleibt den Rest des Tages im Krankenzimmer. Sagt das den Lehrern die ihr noch habt.“ Ashley und Ilsa nickten.

Jeff zog mich hoch. „Komm.“, sagte Jeff in einem sanftem Tonfall den ich nie von ihm erwartet hätte. Als ich stand legte er den Arm um mich. „Äh…Jeff? Wofür ist das?“, fragte ich knallrot. „Damit du auf dem Weg nicht hinfällst.“, war seine Antwort. „Aber ich bin nicht am Fuß verletzt.“, erklärte ich ihm. „Sicher ist sicher!“, erwiderte er.

Als wir am Krankenzimmer ankamen wartete Schwester Joy auf uns. „O Gott, Liebes, ich hab schon davon gehört. Komm, keine Angst. Leg dich ein wenig hin und wir überprüfen ob in der Wunde Fremdkörper sind okay?“ „>>Wir<<? Wehn meinen sie mit >>Wir<<?“ „Ich und meine Kolleginnen, die Pestjungfern. Habe keine Angst vor ihnen. Sie sind nicht böse. So, und jetzt muss sich dein Freund erstmal von dir verabschieden, du brauchst viel Ruhe.“, sagte Schwester Joy mit einem Blick auf Jeff. „Er ist nicht mein Fr-…“ „Ach ist schon okay!“, unterbrach mich Schwester Joy und zwinkerte mir zu.

„So und jetzt komm erstmals rein!“, sagte sie. Ich ging durch die Tür und Jeff folgte mir, aber Schwester Joy stoppte ihn. „Ist schon gut, ich pass auf dein Mädchen auf! Keine Sorge!“, erklärte Schwester Joy und schob den überraschten Jeff zur Tür hinaus. „Ich will sie nicht verl-…“, wollte Jeff sagen aber da hatte Schwester Joy ihm schon die Tür vor der Nase zugeschlagen. Sie schloss ab und ich hörte Jeff noch eine Weile gegen die Tür hämmern, dann hörte es aber auf. „Leg dich da hin.“, sagte Schwester Joy freundlich und zeigte auf eine Liege. Ich ging zu der Liege und legte mich hin, auch wenn das mit meinem Katzenschwanz sehr schwierig war. Auf einmal hörte ich fremde Stimmen. „Ist das der Patient? Quatsch es ist eine Patientin! Für mich sieht es eher wie ein Versuchskaninchen. Aber nein eher eine Versuchskatze!“, quasselten die Stimmen durcheinander. „RUHE!“, brüllte Schwester Joy „Sie ist eine Patientin, und braucht Ruhe. Holt lieber das Narkosemittel.“

„Welches? Das Isofluran, das Sevofluran oder villeicht das Desfluran?“, fragten die Stimmen.

„Bei ihrem Fall würde ich ein Analgetika nehmen. Am Besten ihr holt mir das Opiode.“, sagte Schwester Joy. „Kommt sofort, kommt sofort!“, kicherten die Stimmen. Sie klangen wie die Stimmen kleiner Mädchen. Nach ein paar Minuten kamen die Pestjungfern zurück. „Hier ist es, hier ist es!“, sangen sie im Chor. „Gut, danke. So Creepcat.“ „Ja, Schwester Joy?“ „Das pickst jetzt kurz. Aber dann schläfst du gemütlich!“ „Okay Schwester Joy…Au!“, sagte ich und spürte die Nadel in meinem Unterarm. Plötzlich wurde mein ganzer Körper taub und meine Sicht verschwamm. Ich hörte wie Schwester Joy etwas sagte, verstand es aber nicht mehr, denn es schien von weit her zu kommen. Das letzte was ich war nahm war das kichern der Pestjungfern. Dann wurde mir schwarz vor Augen. Es folgte Dunkelheit.

Fortsetzung folgt.

Nächstes Kapitel: Die Ereignisse überschlagen sich. Kapitel 4.

http://de.creepypasta.wikia.com/wiki/Die_Ereignisse_%C3%BCberschlagen_sich._Kapitel_4

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