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Absatz 1; Tintenfisch und ein halber Begleiter

In der Dunkelheit klammerten sich die Taue um meinen Brustkorb. Jeder Atemzug schmerzte und es war so, als würden sie sich mit jedem Ausatmen fester zuziehen. Mühevoll versuchte ich die Arme soweit zu heben um das, was auch immer sich an mich klammerte, wegzuzerren. Doch sie waren wie Wachs an meinen Körper gepresst. Verzweifelt versuchte ich nach Misery, Luci und Shy Guy zu rufen, doch das einzige was ich herausbekam war ein leises Röcheln. Meine Sicht verschwamm, meine Augen tränten wie verrückt und je länger die Dunkelheit anhielt, desto mehr zogen sich die Stricke zusammen. Zum Glück war das, wie ich später herausfand, alles halb so schlimm (mal abgesehen das ich halb erstickt wäre) denn es war lediglich Shy Guy, der die plötzliche Dunkelheit Angst gemacht hatte und das nächste was er greifen konnte (also mich) als Teddybär zweckentfremdete. Ich war ihm nicht böse, da es verständlich war vor allem Angst zu haben wenn man sein halbes Leben in ein und demselben Raum verbringen würde. Doch auch wenn das Licht relativ schnell wieder anging, brauchte es viel kostbare Zeit und Überredungskunst um ihn endlich davon zu überzeugen mich loszulassen. Was ziemlich schwer war, da Luci e s nicht mal schaffte ihn dazu zu bringen, den Kopf zu heben. Erst nach Miserys Drohung ihm die Maske vom Gesicht zu reißen und auf seinen Knochen zu steppen bis er kein einziges Glied mehr regen könnte- nun ja, sagen wir mal es hat funktioniert. Auf groteske und leicht grausame Art und Weise eben. Miserys Weise.

Nachdem ich mich wieder von der Würg – Attacke erholt hatte, gingen wir einen stetig langen Gang entlang, der immer in eine Richtung verlief. Trotz der Regelmäßigkeit der grauen Anordnung von Steinen, war da etwas, was ich nicht wirklich erklären konnte. Ein  seltsames Gefühl der Nervosität und der Anspannung. Ein Gefühl als würde etwas jede Sekunde anspringen. Ich wusste nicht woran es lag. Vielleicht das es keine Kameras gab die im Gang positioniert waren, und ich hätte wetten können das es in einer Anlage wie Area 51 oder Area 52 Kameras gab. Es könnte auch die Tatsache sein das nirgends Zellen mit Insassen zum Überreden zu sehen waren. Oder vielleicht weil wir noch keiner Menschenseele begegnet waren, geschweige dehnen von Jason oder irgendeinem anderen Wärter. „Hey Luci, weist du vielleicht wo-“ PADAUZ. Bevor ich meinen Satz beenden konnte stolperte ich über etwas Kleines, Flauschiges Als ich es mir ansah erkannte ich, dass es eine kleine Katze war. Sie hatte eine graue Tabby – Zeichnung und wirkte sonst eigentlich wie eine normale Hauskatze außer- WO WAR DIE ANDERE HÄLFTE IHRES KÖRPERS?! Erschreckt krabbelte ich auf allen Vieren rückwärts. Auch Luci und Shy Guy schienen etwas verstört zu sein. Nur Misery grinste locker auf das halbe Fellbüschel hinab. Die Katze sah sich uns eine Weile an, dann öffnete sie ihre Schnauze und heraus kam . . . „Jetzt beruhig dich mal.“ Sie klang genervt und belustigt zu gleich. „W-was-z-zur-w-ie-zur?“ Jetzt lief die Katze zu mir und strich mir beruhigend um meine Beine. „ich werde dich schon nicht fressen. Du bist schließlich nicht aus Maus.“ „MAUS?“, ich war noch verwirrter als zuvor. „Alles okay Creepcat? Was brüllst du hier von Mäusen?“, fragte Misery. „Aber die Katze, s-sie hat-“ „GOTT, die Katze hat doch nur miaut, ist das jetzt ein Weltuntergang oder hast du dir so den Kopf gestoßen, das du jetzt Stimmen hörst?“ Shy Guy hatte sich der Katze inzwischen genähert und pickte nach ihr mit einem seiner langen Klauen. „Wieso fehlt bei ihr die Hälfte? Ist sie noch nicht fertig? O-oder hat sie, sie verloren??“ Die Katze musste bloß fauchen und eine ihrer Krallen zeigen, schon war Shy Guy hinter Lucis Rücken verschwunden. Die Katze nickte in Richtung Misery und verdrehte die Augen „Ist nicht das erste Mal, das mich jemand nicht versteht. Naja, egal. Wie habt ihr es geschafft euren Zellen zu entkommen?“ „Äh, ja, also, erstens, ich bin Creepcat, . . .“ „Und ich bin. Luci“, erklärte Luci und zeigte auf sich selbst „ und das sind Misery und Shy Guy. Der letztere versteckt sich übrigens hinter meinem Rücken. Oh, und übrigens ich verstehe sie auch Mrs. Katze. Nur, so nebenbei . . .“ Josie ließ ihre Blicke über uns schweifen. „Freud mich eure Bekanntschaft zu machen, mehr oder weniger, und ich heiße nicht Mrs. Katze, auch wenn ich diese Anrede mag, sondern Josie. Josie die halbe Katze oder auch SCP - 529. Vielleicht habt ihr schon von mir gehört.“ „OH; OH! Ich kenne sie!“ Luci wedelte mit ihrer Hand in der Luft wie ein ungeduldiges Schulmädchen. „Man sagt, SCP – 529 sei das normalste Wesen ganz SCP. Ihr ist es sogar erlaubt im Gebäude herumzulaufen!“ „Gut, also wie kann ich eurem kleinen Ausbruch behilfreich sein? Ich habe im Moment nichts Weiteres zu tun. Um genau zu sein nie was außer Essen und Schlafen.“ „Äh, woher wissen sie denn das wir einen Ausbruch versuchen?“ „Weil der da“, Josie deutete auf Shy Guy „ seitdem Unfall so gut wie nie mehr raus gelassen wird außer um in die Labore gebracht zu werden, liebe Luci.“ „Aber was könnten sie für uns tun?“, fragte ich. „Wie vorher erwähnt, darf ich mich frei durch das Gebäude bewegen. Das schafft mir einen enormen Vorteil, da ich dadurch nicht nur alle Gänge und Wege kenne, nein, ich habe mir sogar jegliches Wissen über die Insassen von SCP angeeignet. Und glaubt mir; ohne dieses Wissen werdet ihr hier nicht eine Sekunde überleben. Wissen ist Macht! Doch davor, werden wir noch bei jemandem vorbeischauen müssen.“, fügte Josie hinzu. „Bei wem den?“, fragte ich während wir weiter den Gang entlang gingen, begleitet von Misery die fröhlich ein Lied namens Kopf hoch, wie sie uns später erklärte, vor sich hin pfiff. „Nur kurz ein Serum besorgen.“ „Was für ein Se-“ Ich blieb stehen. Mein Blick geheftet auf das was vor mir auf dem Boden kroch. Es war-, es war-, es war der ESSENSHAUFEN! Das Ding das ich fast gegessen hätte. Das, von dem Jason erzählt hatte. Es saß neben einem toten Wachmann, dessen Bauchraum so geöffnet worden war das seine Gedärme herausquollen wie blutige Spagetti aus einer Schüssel. Die Rippen wurden komisch nach außen gebogen und- ich würgte. Ich spürte wie der Prosciutto meine Kehle hinaufkletterte. Schnell schirmte ich mein Blickfeld ab und schluckte den Prosciutto zurück. Das Ding hatte uns inzwischen bemerkt und kroch auf Misery zu. Dann würgte es und spuckte – oh Gott, Maria und Josef- ihr einen blutigen Augapfel vor die Füße. Misery hob das Ding vorsichtig mit den Händen hoch, was etwas kompliziert war, da es von den Seiten und durch die Finger tropfte. Misery schaute uns an und wir wichen zurück. Vorsichtig entfernte sie eine Hand und tippte das kleine Wesen an. Es quiekte. Misery grinste uns an. „Nehmen wir es mit?“ „Wenn dann, TRÄGST DU ES! Ich fass' das Ding nicht an!“ Luci schüttelte sich vor Ekel. Misery grinste und hob es ihr vor die Nase. Luci kreischte und sprang mir in die Arme womit sie uns beide umriss.

Nachdem wir uns aufgerappelt hatten und weitergegangen waren (wobei Luci einen extremen Abstand zu Misery und ihrem neuen Haustier hielt), kamen an eine Tür auf der Küche stand. „Und bleibt ja draußen.“, zischte Josie und tippelte durch die eingebaute Katzenklappe. Die Tür war zwar geschlossen, trotzdem hörten wir alles was gesagt wurde durch die Tür. Naja, gesagt ist wohl untertrieben . . . „...WIE OFT NOCH! PORKAMADONA! ICH SAGTE KEIN BLUT IN MEINER KÜCHE! LEG; LEG SIE HIN! ES REICHT! ICH SCHLIESS SIE EIN FÜR ALLE MAL WEG! WENN DU SCHON UNBEDINGT-“ *Miau* „Oh - hallo Josie. Dein Fresschen dauert kurz. Das kriegst du gleich. -Und was dich angeht, mach dich gefälligst nützlich und hol ein paar Teller raus! Und tropf nicht den ganzen Boden voll, tropfst ja den ganzen Boden voll, also wirklich!“ Vorsichtig öffnete ich die Tür um einen Blick ins Innere zu erhaschen. Leider hatten die anderen wohl dieselbe Idee, und so purzelten wir alle übereinander in die Küche. Ich hob den Kopf soweit es ging um mich umzuschauen. Insgesamt befanden sich drei Personen in der Küche (wir mal ausgeschlossen). Josie die uns vorwurfsvolle Blicke zuwarf, die eindeutig sagten;> Ich sagte doch, bleibt draußen! <, einen großen dicken Mann der ein klischeehaftes Kochoutfit trug, einen Kochlöffel in der Hand, eine Schrottflinte in der anderen und zwei rote Punkte auf den Wangen und dann war da noch eine seltsame undefinierbare Gestalt.  Dünn, grau, ein braunes T-Shirt dass, das einzige Kleidungsstück war das es trug. Es sah aus wie ein Tintenfisch in Menschengestalt mit roten Augen und Tellern in der Hand (Definition; Fangarm!) und sah auf uns herunter. Doch bevor ich mir den Kopf zerbrechen konnte, wer das war brüllte mir Josie schon ins Ohr; „ICH HAB EUCH DOCH GESAGT BLEIBT DRAUSSEN!“ Irgendwie schafften wir uns auseinander zu knoten und aufzustehen. „Sind das Freunde von dir Josie?“, fragte Mr.Mix während er Josie ein Stück grün leuchtenden Käses hinstellte (warte; WAS?!). „Nift direft.“, murmelte Josie mit vollem Mund. „Und indirekt?“ „Wir, äh versuchen eine Art, nun ja, Befreiungsaktion . . .“, stammelte ich. Mr. Mix legte die Schrottflinte auf den Tisch. „Ist das so.“ „ J-ja. Wollen sie vielleicht mitkommen?“ „Wo sollte ich denn hin?“ „Also, da wir könnten dahin gehen wo ich im Moment lebe, das ist eine Stadt voller Creepypasta Figuren-“ „Gibt es dort eine Küche?“, unterbrach er mich. Ich überlegte. „Jaja, glaube schon… allerdings gibt es da Ratten-“ „Ich komme mit.“ „Bitte?“, dass das so schnell gehen würde hatte ich nicht erwartet. „Mir ist es leid immer die tollsten Gerichte zu kochen, nur damit sich am Ende irgendwer beschwert. Leider kann ich jetzt noch nicht mit.“ Er lupfte den Deckel eines Topfes an. „Ich werde nachkommen sobald mein Curry fertig ist.“ Blitzschnell drehte er sich um und riss dem Tintenfisch die Schrottflinte aus der Hand. „Aber ich wäre euch sehr verbunden wenn ihr den da mitnehmen könntet. Und seit vorsichtig. Er versucht andauernd sich umzubringen. Suizidgefährdet ist sogar noch untertrieben!“ Er schubsten den Tintenfisch in meine Richtung. Der Tintenfisch seufzte. „Ok-ay? Öh, ja.“, irgendwie hatte ich mir das alles schwieriger vorgestellt. „Werden sie uns dann finden?“ „Sagen wir mal so; Ich folge einfach einer Spur der Verwüstung, überdeckt mit einem Hauch Meergeruch.“, erklärte Mr. Mix.

Absatz 2; Der Schlüssel zu allem und eine kleingroße Armee

Wir verabschiedeten uns und traten wieder in den Gang. „Hey wo ist Misery?“, fragte Shy Guy. Tatsächlich war Misery nicht bei uns. „Na alles klärchen?“ Da war sie! Lässig kam sie den Gang entlang geschlendert. Klein Jabba kroch neben ihrem Schuh her und schien- größer geworden zu sein. Auch an Misery war etwas anders. Ihre ganze Kleidung war durchnässt von Blut. In der einen Hand hielt sie ein blutiges Messer von dem immer noch etwas tropfte. Wir waren zu schockiert um etwas zu sagen. Misery folgte unseren Blicken. „Ach so, jaja. Es hat –tss- ‘ne kleine Auseinandersetzung gegeben. Aber hey! Mir geht’s gut und abgesahnt habe ich auch was Feines!“. Stille. „Okay, okay, schon gut, hyperventiliert nicht gleich vor Sorge. Seht mal.“ Sie zog eine noch blutigere Pistole hervor. „Damit habe ich jede Kamera auf diesem Gang plattgemacht. Oh, äh und dann habe ich noch so ‘nen seltsamen Schlüssel gefunden. Weis ehrlich nicht was so besonderes dran war. Aber der Wachmann hat irgendwas von >Der universellste Universalschlüssel der Welt. < gelabert. Fragt mich aber nicht was das heißen soll.“ Sie warf Luci einen kleinen goldenen Schlüssel zu. Luci begutachtete ihn und ihre Augen wurden groß. „Das, das kann nicht sein …“, murmelte sie „ das ist- DER SKELLETSCHLÜSSEL!“ „Der Skelletschlüssel?“ „SCP-005, ist ein besonderer Schlüssel, der jede Art von Schloss, sofern sie ein Schlüsselloch besitzt, öffnen kann.“, erklärte Josie mit gebieterischer Stimme. Misery sprang zurück. Dann sah sie den Tintenfisch der anfing seinen Kopf gegen die Wand zuschlagen. „Ich höre eine halbe Katze sprechen und sehe eine Zeichentrickfigur. Ich glaub‘ – ich spinn!“ Schnell erklärten wir ihr die Lage und setzten unsere Reise fort.

Wir kamen zu einer großen Tür. „Sei vorsichtig, wenn du die Tür öffnest.“, warnte Josie „Du könntest eine unliebsamen Empfang bekommen.“ „Was meinst du damit?“, fragte ich, doch schon war die Tür offen. Eine große Lagerhalle erstreckte sich vor mir. Und von unten blickten mich circa. 600 Augenpaare an. Mir fiel noch etwas auf. Die kleinen Wesen waren sehr klein, sie gingen mir höchstens bis zum Knie. Außerdem sahen sie alle aus wie kleine Katzen die auf zwei Beinen liefen. Wie auf Kommando fingen sie plötzlich alle an durcheinander zu sprechen. „RUHE!“ Eine Katze schob sich an den anderen vorbei. Sie war etwas größer als die anderen und sie trug einen hellblauen Fransenschal um den kleinen Hals. Sie blickte zu mir auf. „Wer seid ihr.“ „Nun ja, äh ich bin Creepcat und das sind-“ „Interessiert uns nicht. Was wollt ihr?“ „Öh, also, wir sind gekommen um euch aus der Gefangenschaft zu befreien.“ „Das heißt ihr wollt uns in die Freiheit führen!“ „Ja-“ „ Und wer ist eurer Anführer?“ Misery und Luci zeigten auf mich. „Wieso bin ich-“ „Hey, du hast mit dem ganzen angefangen, also bist du die Anführerin.“, sagte Misery mit Unschuldsmiene. „Hä, aber dann-“, doch wieder wurde ich durch die Katzen unterbrochen. „Also seid ihr die Anführerin.“ „Äh, ja, schätze schon.“ „Und ihr wollt uns in die Freiheit führen?“ „Naja, fü-“ „Und ihr seid eine Katze laut Augenmerk?“ „Ja, scheint-“ Doch schon brüllten die Katzen im Chor „HEIL CREEPCAT! HEIL UNSERER NEUEN ANFÜHRERIN!“ Und plötzlich war jede von ihnen mit einem kleinen Raketenwerfer bewaffnet. „AUF MEIN KOMMANDO! 666 SALUTSCHÜSSE, . . . FEUER!“ Doch nichts geschah. Die Anführer Katze sah verwirrt aus. „WAS IST DEN LOS MIT EUCH? WO SIND DORSCH, SARDELLE UND KNURRHAHN?“ „Wir haben keinen Fisch mehr zum verschießen Admiral!“, rief eine Stimme aus der hinteren Reihe. „WAS?! Ich-urgh.“ Er wandte sich zu mir um. „Es tut mir leid, dass wir euch nicht gebührend empfangen konnten.“ „Sch-schon gut!“, stotterte ich. Das hatte Josie also mit unliebsamen Empfang gemeint. „Wie erwarten euren Befehl!“ „Euh, Befehl?“ „ Ja! Was sollen wir für euch tun Anführerin? Kämpfen? Töten? Die Eroberung von Babylon?“ „Also jetzt übertreibt mal nicht. Ihr könntet- äh –“ Mein Blick fiel auf den Tintenfisch der noch immer seinen Kopf gegen die Wand schlug. „Lasst nicht zu dass sich der Tintenfisch verletzt!“ „AYE, AYE!“, brüllten sie im Chor und stürzten sich auf ihn. „Wenn ich erklären darf; Die 666 Geschwister. Sie sind nicht wirklich gefährlich, aber unglaublich nervig. Viel ist über sie nicht bekannt. Ich weiß nur dass sie in der Nähe von Texas, Kalifornien gefangen wurden. Sie haben die anliegenden Bewohner terrorisiert indem sie, sie mit verfaultem Fisch zugebommt hatten. Niemand weiß woher sie kommen, oder was sie sind. Jedenfalls sind sie noch relativ neu hier, deshalb haben sie keine Nummerierung.“, erklärte Josie während sie zusah wie der Tintenfisch gefesselt und geknebelt wurde. „Wir sind fertig Herrin!“, verkündete die Anführer Katze stolz und präsentierte uns einen zu einem Päckchen verschnürten Tintenfisch. „Äh, gut, danke. . .“ „Können wir noch etwas tun?“ Die Augen des Admirals leuchteten. „Am besten ihr zerstört jede angebrachte Kamera in diesem Gebäude. Und falls ihr Leuten begegnet die der SCP angehören, dann – äh – sagen wir mal, bringt sie einfach um, ja?“ Die Katzen erhoben nach ihrem „Yes, Ma'am!“ ein lautes Kampfgeschrei und verteilten sich.

 Absatz 3: Bonbons, Sterne und sehr viel Blut

„Äh, wo geht es lang?“, fragte Shy Guy als wir an einer Abzweigung standen. „Besser Links. Da liegt Euklid.“ „Und rechts?“ „Da, sollten wir noch nicht lang. Da liegen >die richtig schweren Fälle<.“ „Definiere >Schwer<“ „Naja halt, sehr durchgeknallt. Oder sehr berühmt. Oder beides.“ Beim Stichwort berühmt ploppte mir Something Worse Bild auf. „Äh, Mrs.Josie?“ „Ja, Creepcat?“ „Gibt es auch einen Insassen namens...“ „Ja Creepcat?“ „ … Something...Worse?“ Kaum waren die Worte im Gang verhalt, schon schnappte sich Shy Guy das nächst beste was er erreichen konnte (mit diesem Fall Luci) und versteckte sich hinter ihr, wie einem lebendiges Schutzschild. Josie legte den Kopf auf die Seite. „Something Worse? Mmmmh, nein, nie von ihm gehört. Dabei kenne ich hier jeden Insassen beim Namen, theoretisch gesehen. Bist du sicher dass er hier ist?“ „Er ist hier nicht, er ist hier nicht, er ist hier nicht, er ist hier nicht, nicht mehr, nicht mehr, ...“,  wiederholte Shy Guy in einer angsterfüllten Trance immer, und immer wieder. Er hörte auch nicht auf als Luci ihm mitleidig den Kopf tätschelte. Das tat er erst als Misery trat. >>Ich frag ihn lieber nicht woher er das weiß. Einen Anfall könnten wir jetzt überhaupt nicht gebrauchen. << Also gingen wir in Richtung Euklid. >>Euklid. Was bedeutet das überhaupt? << „Wesen die in der Kategorie Euklid eingeordnet sind, sind unberechenbar in ihrer Handlungs- und Reaktionsweisen. Oder in kurz: Man weiß nie was sie als nächstes anstellen.“, erklärte Josie. Wahrscheinlich hatte ich laut gedacht. „Euklid, … so nennen mich die weißen Männer immer ...“, murmelte Shy Guy. „Um genau zu sein warst du ein Euklid. Die SCP scheint dich unter >Sicher< eingestuft zu haben. Wieso, weiß ich nicht.“ Misery riss bei diesen Worten die Augen auf; „Warte, warte, warte. Das heißt … die haben >MICH< als sicher eingestuft?!“ „Ja.“ „WIE BITTE?!? DENEN WERDE ICH ZEIGEN WIE SICHER ICH BIN!!!“, brüllte sie und rannte los während klein Jabba hinter ihr her schwabbelte. „MISERY! Bleib stehen! Es bringt nichts alles zu überstürzen!“, schrie Luci und rannte ihr hinterher. Shy Guy war zu verwirrt um zu bemerken was hier abging, also packte ich ihn am Arm (der sich wie Raues Schmirgelpapier anfühlte) und zog ihn den Gang lang, bis er plötzlich bemerkte dass er sich jetzt eigentlich bewegen sollte. Doch auch so schnell wie wir auch durch den langen Gang rannten, irgendwann verloren wir sie aus den Augen. „Verdammt, … wo, ... sind ...sie hin?“, keuchte ich, als Shy Guy mich an der Schulter rüttelte. Er zeigte auf eine Tür die sperrangelweit aufgerissenen war. Als ich reinschaute sah ich Luci, die Misery zusammen mit Josie auf dem Boden festgenagelt hatten. „SAG MAL HAST DU SICH NOCH ALLE?“, brüllte Luci die auf Miserys Rücken saß und ihre Hände festhielt in denen sich je ein Messer befand. „Also ehrlich, Misery, man kann doch nicht einfach so, mir – nichts – dir - nichts in eine der Zellen eintreten. Da drin hätte sich ja sonst was, drin sein können.“, rügte Josie Misery, die nur als  Entgegnung.

Da ich mir um Misery anscheinend keine Sorgen mehr machen musste, entschloss ich mich, mich etwas umzusehen. Der Raum an sich sah aus wie ein gewöhnliches Kinderzimmer. Es war etwas kleiner als Shy Guys Zelle, so etwa 5m x 5m groß. Eine halboffene Tür zeigte einen Teil eines kleinen Badezimmers. Doch nirgendwo waren die Anzeichen eines Kindes, bis ich sah, dass sich etwas unter der schneeweißen Bettdecke bewegte. Ein kleines, ungefähr 3 – jähriges Mädchen, schaute mich aus, dunkelbraunen, verträumten Augen an.  „Mama?“, fragte es mit heller Kinderstimme. Sie hatte dunkelbraunes, schulterlanges Haar und trug ein gelbes Kleid mit vielen bunten Blumen als Muster. Es war so klein und zart. Wie ein tapferes und doch so zerbrechliches Schneeglöckchen immer warmen Frühlingswind. Irgendwie tat es mir leid. Ich kniete mich zu ihm hin. „Nein, tut mir leid. Ich bin nicht deine Mama.“ Das Mädchen sah sehr traurig aus. „Ich suche meine Mama. Niemand weiß wo sie ist. Weißt du wo meine Mama ist?“ Leise schüttelte ich den Kopf. „Leider nein, Kleine. Leider nein.“ Das Mädchen setzte sich auf und sah auf ihre nackten, kleinen Füße. „Sie hat gesagt, sie wolle nur kurz Zigaretten holen gehen. Sagte sie käme gleich zurück Habe gewartet. Habe darauf gewartet dass sie wieder zurückkommt. Ich habe Bilder gemalt. Ganz viele. Doch sie ist nicht zurückgekommen.“ Stille Tränen kullerten ihr über die Wange. Ich spürte Zorn in mir aufsteigen. Wie, ... wie, ... wie abstoßend konnte es nur sein, sein eigenes Kind einfach so zurückzulassen und dann abzuhauen? Ruhig versuchte ich sie zu trösten: „Ach keine Sorge, sie wird schon kommen. Sie ist schließlich deine Mama oder?“ Das Mädchen nickte, ohne aufzusehen. „Und deine Mama hat dich lieb, oder? Sie ist nur - äh – etwas beschäftigt, das ist alles.“ Das kleine Mädchen wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und sah zu mir hoch. Ihre Augen sahen aus wie feinstes Karamell. „I-ist das w-wirklich war?“ Hoffnung zeigte sich in ihren Augen und ein kleines Lächeln zeigte sich auf ihrem Gesicht. „Vielen Dank! Bisher hat mir niemand Hoffnung gemacht. Alle haben immer nur gesagt, ich solle sie vergessen und das wunderschöne Leben hier genießen. Aber es ist kein Paradies ohne Mama...“ Sie blickte auf. Dann wischte sie sich die Tränen aus dem Gesicht und lächelte. Mit ihren kleinen Patschhändchen berührte sie meine Ohren „Hihi, du hast so fluffige Öhrchen. Wie Zuckerwatte. Wie heißt du denn?“ „Creepcat.“ „Hallo Creepcat. Ich heiße Chrissi!“ „Verstehe, du heißt also Cristina.“ „Jaaa, aber alle nennen mich Chrissi. Außer den Typen in den weißen Schlafanzügen. Die nennen mich irgendwas mit >Zeh<. Ich mag sie nicht.“ „Ich auch nicht. Jedenfalls ist es schön dich kennenzulernen, Chrissi!“, lächelte ich und strubbelte ihr durchs Haar. „Sag mal Chrissi? Hättest du vielleicht Lust hier raus zukommen aus diesem öden Kinderzimmer?“ Chrissi sah mich traurig an. „Aber wenn Mama hier her kommt und mich holen will, dann kann sie mich ja nicht abholen weil ich ja nicht mehr da bin, und dann weiß sie auch nicht, wo sie mich abholen soll.“ Stimmt. Das war knifflig. Ich konnte ihr schließlich nicht erklären dass ihre Mutter für immer weg war. Da fiel mir etwas ein. „Weist du was? Wenn du mitkommst, verspreche ich nach deiner Mama zu suchen. Bestimmt ist sie irgendwo da draußen und sucht dich. Und solange passe ich auf dich auf!“ „M-meinst du etwa wie eine große Schwester?“ „Ja, wenn du willst-“ „ YAAAY!!!Ich habe mir schon immer eine Schwester gewünscht!!“

„Äh, Creepcat, wir könnten hier etwas Hilfe gebrauchen.“ Ich drehte mich um. Shy Guy hielt Misery wie eine Puppe an den Füßen hoch. Misery zappelte und stieß so wilde Flüche und Verwünschungen aus, das ich Crissi instinktiv die Ohren zu hielt. Erst als Luci ihr mit etwas Bastelkleber, der auf einem Regal lag, den Mund zu klebte wurde sie ruhiger. Crissi sah traurig zu wie Misery sich in Shy Guys Krallen wand. „Das war bestimmt wieder meine Schuld. So reagiert jeder in meiner Nähe.“ „Jeder?“ „Oh ja, jeder.“, beantwortete Josie an Chrissis Stelle. „ Auf ein Wort Creepcat?“ „Klar antwortete ich und lief mit ihr in eine Ecke des Zimmers. „Creepcat, sag, kann es sein, dass du ziemlich, wenn nicht schon unglaublich naiv bist?“ „Naiv? Wie meinst du das?“ „Ich meine, SCP-053 oder auch >Das junge Mädchen< hat die Fähigkeit, jeden Menschen binnen 10 Minuten der mit ihr im selben Raum ist, oder sie berührt zum Wahnsinn zu verleiten und dazu, jede Person in seiner Umgebung umzubringen.“ „Oh, “antwortete ich „ dann hat sie also niemanden, der mit ihr spielt, ihr vorliest, oder sie in den Arm nimmt wenn sie traurig ist?“ „Nein, die Essenslieferanten sind die einzigen Menschen die sie sieht. Und selbst die tragen hochqualifizierte Schutzanzüge.“ Ich sah zu Crissi. Sie spielte mit einem halb kaputten Teddybär dem ein Auge, fehlte und fast keine Füllung mehr besaß. „Wir sollten so schnell wie möglich hier raus, bevor wir völlig den Verstand verlieren.“ „Aber mitnehmen tun wir sie!“ „Na gut, na gut, aber die Verantwortung trägst du!“ Ich nickte und ging wieder zu Chrissi. „Was war denn?“ „Ach nichts. Komm, packen wir deine Sachen.“ In einen kleinen Kinderrucksack kamen ein paar Hygieneartikel, ein paar Puppen, der Teddy, ein paar Bonbons, ein Zeichenblock samt Stifte und ein paar Kleider zum Wechseln.

Die anderen schienen nichts dagegen zu haben. Shy Guy passte auf Misery auf, Misery schmollte(den Klebstreifen hatte Luci nach dem Versprechen sich zu beherrschen abgemacht), Luci sah an die Decke um Kameras auszumachen und Josie versuchte nicht von  Luci zertreten zu werden. Ich selbst hielt Chrissi an der Hand, die lauthals Alle meine Entchen vor sich hin sang.

Irgendwann hielt ich die Stille nicht mehr aus „Misery?“ „Mmpf?“ „Sag mal, wie hast du es geschafft an die Schlüssel zu kommen? Hast du mit bloßen Händen gekämpft?“ „Messer.“ „Hä? Aber werden die einem nicht abgenommen?“ „Doppelter Schuhboden.“, murrte sie. „Hä, aber da passen die Messer doch niemals rein.“ „Klappmesser.“ „Oh du kämpfst also mit Klappmessern?“ „Nur im Notfall. Normaler Weise kämpfe ich mit zwei Küchenmesser. Eins normal und eins mit Gift. ABER DIESE GOTTVERDAMMTEN SCHWEINE HABEN SIE MIR ABGENOMMEN!!!“ Luci verdrehte bei Miserys Wutausbruch nur die Augen; „Notiz an mich selbst; Unbedingt Beruhigungsmittel für Misery besorgen.“ „ICH STEH ZUFÄLLIGER WEISE DIREKT NEBEN DIR!“ „Na gut, äh, Josie?“, wandte ich mich an Josie. „Ja Creepcat?“ „Sag  mal, sind hier noch mehr Kinder in SCP?“ „Mal sehen, ... außer SCP-053-“ „Chrissi.“, verbesserte ich sie „Ihr. Name. Ist. Chrissi!“ Josie seufzte „ Außer Chrissi sind hier noch zwei weitere. Ebenfalls Mädchen. Praktischer Weise sind sie auf demselben Level des Abschnitts Euklid.“ Chrissi zog mich am Arm.“ „Hier sind noch mehr Kinder?“ „Ja Engelchen. Du – Josie? Sind sie vielleicht in der Nähe?“ „Lass überlegen, … ja, ich glaube schon, - doch, doch, da steht es! SCP-134, alias das Sternenaugen Kind.“, antwortete Josie und zeigte auf ein Schild, dass neben einer Tür hing.  Vorsichtig klopfte ich. „Ich habe euch bereits erwartet.“, lud uns eine ruhige Kinderstimme zum betreten des Raumes ein. Vorsichtig schloss ich die Tür auf. Ein Asiatisches Mädchen saß im Schneidersitz auf dem ihr zugeteilten Kinderbett. Jedenfalls wirkte es asiatisch, der Erscheinungsform angesehen. Sie war etwa einen Kopf größer als Chrissi, hatte einen schwarzen Mittelscheitel und Pagen-schnitt. Dazu trug sie einen pinken Mickey Maus Schlafanzug plus Hose. Anstelle von Augen zeigten sich zwei schwarze Flächen die an die unendlichen Weiten des Weltalls erinnerten. Das Mädchen war ziemlich schmächtig für ihr Alter und ihre Augenlider waren sehr kurz, fast gar nicht vorhanden. Das kleine Mädchen legte den Kopf zur Seite. Da sie nichts sagte beschloss Josie sie vorzustellen: „Wenn ich vorstellen darf SCP-“ „Stella, ... mein Name ist Stella ...“, unterbrach das Mädchen sie mit sanfter, aber trotzdem energischer Stimme. „Äh, ja, also das ist Stella alias das Sternenaugen Kind. Früher war sie im Bereich >Sicher< untergebracht, aber sie wurde nach >Euklid< verlegt.“ „Aber wieso?“, fragte Luci verwundert, und kniete sich hin um das Mädchen zu betrachten. „Früher schien sie nicht sprechen zu können oder zu sehen, aber heute-“ „Ich konnte diese Tätigkeiten schon die ganze Zeit ausführen. Die Tatsache dass ich nie gesprochen habe liegt daran, dass ich es nie für nötig befunden habe...“, Stellas Stimme glich einem zarten Windhauch. „Aber du hast doch keine Augen, wie kannst du dann sehen?“, murrte Misery  „Das ist schwer zu erklären, da es für euch Adams Söhne und Evas Töchter eines der großen Rätsel des Lebens ist. Trotzdem werde ich versuchen es euch zu erläutern, da ihr keine bösen Absichten im Schilde führt. Ich sehe durch die Augen der Eglė žalčių karalienė, wobei mir die Möglichkeit zuteilwird auch ohne das sterbliche Augenlicht zu sehen. Jedenfalls ist es mir möglich solange das Band zwischen mir und der blauen Weltkugel nicht zerschnitten wir. Aus diesem Grund trage ich auch keine Schuhe, versteht ihr Mrs. Misery?“ „Warte, woher weißt du-“ Stella kicherte „Oh, ich bitte untertänigst um Verzeihung. Aber ich bin ein Esper wisst ihr?“ Sie kicherte erneut. Automatisch schlug sich Shy Guy die Klauen über den Kopf zusammen um ihn vor einem übernatürlichen Angriff zu schützen. Stella lächelte bei seinem Anblick. „Aber nein, das war natürlich ein Scherz. Die Wände sind hier sehr dünn, versteht ihr?“

In diesem Moment quetschte sich Chrissi an mir vorbei ins Zimmer. Mit leuchtenden Augen, lies sie ihre Blicke im Kinderzimmer herumwandern, bis sie schließlich an Stella hängen blieben. Bevor ich sie zurückhalten konnte, stand sie schon vor Stella und redete auf sie ein während sie wie wild ihre Hand schüttelt: „HI, ich bin Cristina, aber du kannst mich Chrissi nennen, man hast DU ein großes Zimmer, das ist ja VIIIIEEELLL größer als meines, naja, aber  mein neues Zimmer, wird bestimmt viel größer, weist du? Und dann mal ich ALLES pink an und ...“, wie ein Wasserfall redete sie auf Stella ein die keine Miene verzog und /oder blinzelte. Erst als sie fertig war, fragte sie: „Mueos?“ Chrissi lachte und drückte Stella. „Hihi, du bist witzig. Ab sofort sind wir Freundinnen, ja? Wie heißt du denn?“ „Stella, aber-“ „Ui, ist das aber ein hübscher Name. Das bedeutet Stern, nicht wahr?“ Sie sah mich fragend an. „Nicht war, Creepcat?“ Verwirrt nickte ich und Chrissi schenkte mir ein strahlendes Lächeln. „ Siehst du, siehst du?! ICH BIN RICHTIG SCHLAU!!! Komm, ich helf dir beim Packen! Du kommst schließlich mit!“, sagte sie zu Stella, die mich darauf Augenbrauenhochziehend anblickte „Ausbruch. Tja, und Chrissi ist da wohl etwas direkt.“ Stella nickte. „Das ist mir bereits bekannt und ich bin bereit bei eurem Vorgang beizuwohnen. Ich kann mich hier nicht planetarisch weiterentwickeln.“ Sie stand auf und wanderte das kleine Bücherregal entlang, das an der Wand stand. Behutsam strich sie mit dem Zeigefinger über die Einbände und zog, sehr gewählt, einzelne Bücher heraus. „Ist das alles was du mitnehmen möchtest?“, fragte Chrissi sie mit fragendem Blick. „Ich bin mehr an Wissenswertem, als an Materiellem Besitz interessiert. Außerdem sind das die einzigen unverwanzten Dinge neben meiner Kleidung.“ „Willst du nicht doch was anderes mitnehmen?“ „Das reicht.“ Sie musterte uns. „Mmh. Bei euch kann ich keine Aufspürgeräte spüren. Scheint als wärt ihr sehr sicher eingestuft worden.“ Es dauerte ziemlich lange bis wir Misery wieder einfangen konnten.

Nachdem wir das – *räusper* - >Problem< beseitigt hatten kamen wir zu einer Tür die über und über mit Schlössern versehen war. Etwas sehr, sehr gefährliches musste darin eingeschlossen sein. Doch mit dem Skelettschlüssel war das Öffnen der Schlösser ein Klacks! „Ich muss euch warnen, “ raunte Josie „dieser Insasse ist einer der gefährlichsten und grausamsten der humanoiden  Monster hier und die dritt – gefährlichste von ganz SCP.“ „Ach komm, das ist doch nur Übertreibung.“ „Ich mein ja nur. Mit Sally ist nicht zu spaßen.“ „Sally?“ Die Tür schwang auf. Der Raum sah ebenfalls aus wie ein Kinderzimmer nur, - spärlicher eingerichtet. Auf einem kleinen Bett saß ein kleines Mädchen das mit einem Teddy spielte. Langes bräunliches Haar fiel ihr ins Gesicht während eine rote Flüssigkeit vor ihr auf den Boden tropfte. Leise sang sie:

Ring-a–ring o‘ roses,

A pocket full of posies,

A-tishoo! A-tishoo!

Hush! Hush! Hush! Hush!

We all fall down.

Irgendwie verstand ich nicht was an einem kleinen Mädchen das mit einem Teddy spielte und die amerikanische Version des Kinderliedes >Ringlein, Ringlein du musst wandern< sang. „Oh, sie mal Teddy, wir haben Besuch.“, kicherte das kleine Mädchen ohne den Kopf zu heben. „Wir hatten schon seit Ewigkeiten keinen Besuch. Nicht mehr seit-“, sie stockte. Ich trat einen Schritt ins Zimmer – und genau in dem Moment schlüpfte Chrissi an mir vorbei. „HAAAALOOOO! Du musst Sally sin, oder? Ich bin Chrissi und das da,“ sie zog Stella in den Raum „ das ist Stella. Wir sind ab sofort Freundinnen ja?“ „Freun … dinnen?“ „Ja Freunde!“ Sally sah sie eine Weile an, dann drehte sie sich mit dem Gesicht zur Wand und sprach mit ihrem Teddybären: „Diese Leute sind ziemlich seltsam, was Teddy? Zwei Mädchen, ein Katzending, ein Spinnending, eine alte Hexe-“ „HEY!“, brüllte Misery, aber Sally fuhr ungestört fort„ …, ein Schleimhaufen, ein gefesselter Tintenfisch und dann noch ….… -was denkst du Teddy? Sollen wir mitgehen? …Denkst du es ist einer? Vielleicht aber die laufen doch anders ab. Oder ist es-.... nein, nein, ja, nein Teddy, nei- was? Was meinst du Teddy? Ja? Ah. Aha. Verstehe.“ Sie drehte sich zu uns um. „Wir kommen nicht mit. Teddy mag euch nicht.“ „Huh?“ „Und wen Teddy nicht mag, dann mag ich nicht.“ „Bist du dir sicher?“ „Teddy sicher!“ Wir standen eine Weile rum und überlegten wie wir ein störrisches kleines Mädchen überreden sollten, bis es Misery (wiedermal) zu viel wurde und sich über Sally beugte. „Also dein kleiner Stofffreund sagt dir, dass er nicht mit will und deshalb willst du nicht mitkommen?“ „Ja.“ Misery sah uns kurz an und zuckte dann mit den Schultern. Kurzerhand griff sie über Sally hinweg, und schnappte sich den Stoffbären. „TEDDY!“, brüllte Sally und versuchte ihn Misery wegzunehmen aber die hielt sie locker mit einem Arm auf Abstand. „ Oh man, ich weiß gar nicht was an diesem Motten zerfressenen Plüschbären so besonders ist.“   Sie warf ihn in die Luft und fing ihn wieder. „Gib mir meinen Teddy, du böse Hexe!“, Sally trommelte mit ihren Fäusten auf Miserys Schienbein ein die das  überhaupt nicht störte. Nein es sah eher so aus, als belustigten sie die schwachen Angriffe des verzweifelten Mädchens. „Oh, habe ich etwa deine Schwachstelle gefunden?“, Misery grinste als sie sah wie Sally die Tränen über die Wangen lief. „Mmmmh … sag, wie würde es dir dann gefallen, wenn ich – nun ja – sagen wir mal wenn ich deinen süßen Teddy ... anzünden würde?“ Sie griff in ihre Tasche und holte ein Feuerzeug heraus. Die Flammen flackerten rot auf. Gierig darauf den unschuldigen Stoffbären zu verzehren griffen sie mit ihren langen roten Zungen nach ihm.

Das war jetzt eindeutig zu viel. Doch bevor entweder Luci oder ich einschreiten konnten, weiten sich plötzlich Miserys Augen vor Schreck und schmiss den Stoffbären in die Ecke. Doch anstelle wie jedes normale Kuscheltier mit seiner Füllwatte und Nähten in der Ecke liegen zu bleiben – richtete der  kleine Teddybär sich auf seine Füße! „HOLY SHIT! DAS DING LEBT JA!“ Der Teddybär wankte auf Misery zu, stolperte dann aber, fiel hin und seine Stoffnase flog in hohem Bogen … genau vor Chrissis Füße. „Oh.“ Sally drückte sich an Misery vorbei und rannte zu ihm hin. Chrissi hob währenddessen die Nase des Bären auf. „Hier.“ Sie streckte Sally ihre Hand entgegen. „Bitte.“ Sally sah sie perplex an. „D – danke.“ Chrissi lachte. „Keine Ursache.“ Sie nahm ihren Rucksack ab und holte ihren Teddybären heraus. „Sieh mal, das ist mein Teddy. Ich hab ihn Bobo genannt.“ „Meiner heißt Teddy. Oder auch Ted.“ Chrissi strahlte. „Hallo Ted, schön dich kennenzulernen!“, sagte Chrissi mit verstellter Stimme. Sally verstand erst nicht, doch dann gingen ihre Mundwinkel nach oben und ihre Bäckchen wurden rosig. Sally lachte.

Absatz 4: Feindschaft und Pest

Abschnitt 4: Feindschaft

Es war schwer die Mädchen dazu zu bringen mit dem Rollenspiel aufzuhören, vor allem weil ich mich nicht von dem wunderschönen Anblick den die neue Freundschaft aufbot losreißen konnte. Es war wirklich toll dass sich die Mädchen so schnell anfreundeten. Ich sah auf meine Uhr. Mir fällt grade auf dass war das erste Mal wo ich sie benutzte. Es war, ...äh, glaube 13:43, vermutlich, konnte ich nicht entziffern.  „Chrissi, wir müssen gehen.“ „Och neeee!“ Chrissi und Sally schmollten sich gegenseitig an. „ Tut mir leid aber wir haben schon zu viel Zeit vertrödelt.“ Stella stupste sie in die Seite. „Nah kommt. Ihr könnt schließlich später weiter spielen...“ Die beiden Mädchen schmollten kurz, zuckten dann aber mit den Schultern und hüpften dann, Hand in Hand, aus dem Raum. ...Kinder! „M.I.S.E.R.Y.....“, fing Luci an zu knurren aber bevor sie das sagte fragte Shy Guy plötzlich; „Wo ist denn der Tintenfisch?“

Oh verdammt! Das hatten wir gar nicht bemerkt! Dabei verließ sich Mr. Mix darauf dass wir uns um ihn kümmerten. >>Und seit vorsichtig. Er versucht andauernd sich umzubringen. Suizidgefährdet ist sogar noch untertrieben! << Fragen über Fragen. Wo zur Hölle war er? Wie hatte er es geschafft sich mit all den Fesseln wegzubewegen? Wie wollte er sich diesmal umbringen? Und die größte Frage; Was für Unsinn würde er anstellen um sich umzubringen? Alle möglichen Fragen rasten mit HighSpeed**** durch den Kopf, während wir die Gänge entlang rannten. Inzwischen bemerkte ich die halb zerfetzten Körper und die blutbeschmierten Katzen (>>Unglaublich dass sie das komplette Sicherheitspersonal einfach so umbrachten als wäre es nichts! <<) gar nicht. Außer Atem kam ich zum Stehen. Das Mädchen- Trio hatte ich in der Obhut von Luci gelassen. Ihr vertraute ich wenigstens mehr als Misery. „Hey Chefchen!“ Die Stimme ertönte aus der Richtung meiner Füße. Ein kleiner schwarzer Kater mit zusammengekniffenen Augen dessen linkes von einer roten Blitz Narbe gezeichnet wurde tippte mich an. „Das solltest du dir ansehen.“ „Wa-“

„HIIIIILLLLFFEEEEE!!!!!!AAAADDDDMIIRRAAAAAAAAAAAALLLL! HEEERRRRIIIINNNN!!!!“

Ein kleiner Trupp von schneeweißen Kätzchen trug den entbüxten und gefesselten Tintenfisch (dessen Namen ich mir nie merken kann) wie eine Baare während sie auf mich uns zu steuerten. Doch anstatt anzuhalten rannten sie einfach an uns vorbei. Schnell warf Ich mich auf den Transporter und brachte sie zu Fall. „Uwahhh!“ Sie ließen das Paket fallen und rannten so schnell sie konnten auf und davon. Auch der fallengelassene Tintenfisch (ich nenne ihn jetzt einfach Squid) versuchte sich wie ein Wurm weg zu rutschen. „Hier geblie- … ben ...?“ Ein großer Schatten verschluckte das fahle Licht der Neonröhren. Ich sah von unten zwar nicht viel, aber ich konnte sagen dass er, sehr, sehr groß war. Auch Squid dachte ausnahmsweise nicht daran sich umzubringen, sondern starrte zitternd mit großen roten Augen gen Person die jetzt über uns stand. Im nächsten Moment, wurde ich unsanft nach oben in die Luft gerissen. Das Ding oder was auch immer das war hielt mich am Hals fest, sodass ich hörbar nach Luft schnappte. Ich starrte in zwei schwarze Löcher einer Venezianischen Pestmaske. „Boykottiere meine Operation nicht!“ brüllte das Ding und schleuderte mich von sich fort. Und während ich so flog fiel mir auf wie praktisch lange Gänge doch waren. Und vor allem wie lange ich flog. Da ich mit Kopf Richtung der Flugrichtung flog, drehte ich ihn etwas um zu sehen wann die nächste Mauer kam. Doch statt einer Mauer sah ich für den Bruchteil einer Sekunde eine Person – in die ich dann volle Kanne bruchlandete.

Die Landung an sich war ziemlich weich und ohne Schmerzen – jedenfalls für mich! Die Person auf der ich gelandet war konnte das nicht behaupten. Die Person trug sah menschlich aus und trug wie die meisten Insassen weiße Hemden und Hosen, auch wenn sie etwas schmutziger waren. Sie lag mit dem Gesicht zum Boden gewandt. Ihr langes schwarzes Haar verdeckte zum Teil ihre schneeweiße Haut. Warte. Wartewartewarte. WAS?! „J-Jeff? Bist du das? HEY JEFF THE KILLER! AUFWACHEN!“  „......Jeff?“ Die Person hob den Kopf. Oh Mutter Maria und Josef! >>Das. ist. nicht. Jeff. << Die Person schubste mich von ihr runter und stellte sich sofort auf die Beine. >>Es war nicht Jeff. Es war nicht einmal ein Mann! E-es w-war e-eine Frau! << Die Frau war schwungvoll ihr langes rabenschwarzes Haar zurück. Sie hatte extrem blasse Haut und müde tote schwarze Augen. Sie sah sich im Gang um – bis ihr Blick an mir hängen blieb. Sie streckte mir die Hand entgegen. „Meine Maske.“ Ich verstand nicht. „Äh, wie bitte?“ „Du sitzt auf meiner Maske.“ „O-oh!“ Ich nahm die Maske, die direkt neben mir lag und reichte sie ihr. „H-hier bitte.“ „Danke.“ Sie riss mir die Maske aus der Hand. Nachdem sie sie gemustert, mit dem Ärmel etwas geputzt und wieder aufgesetzt hatte wandte sie sich an mich. „So nachdem dass geklärt ist – WAS HAST DU MIT DIESEM NICHTSNUTZIGEN HURENSOHN VON JEFF ZU TUN?!“ Sie brüllte mich geradewegs von oben an. „N-nichts, w-wir s-sind nur B-bekannte...“ „AHA, NUR BEKANNTE?!“ „E-ehrlich.“ Sie ging mit meinem Gesicht so nah an das meine dass ich jede einzelne Verlauf Linie der Maske erkennen konnte. Und genau in diesem Moment entschloss ich mich zur -FLUCHT!!! Ich stieß die seltsame Frau zurück und rannte den Gang entlang den ich gekommen war. Das konnte ich immer noch am besten; Wegrennen! „BLEIB STEHEN!“, hörte ich ihre Stimme und sah dass sie mich verfolgte. Doch als könnte es nicht noch schlimmer kommen, sah ich das Ding das mich vorhin den Gang lang geworfen hatte, mir mit dem zappelnden Squid entgegen kam. Sofort machte ich auf dem Absatz kehrt, sah dann die auf mich zukommende Jane und wusste dass ich in der Falle saß. Miep. Einfach, Miep!

Kaum hatten sich die beiden SCP gesehen blieben sie stehen und begannen eine Art, naja, Smalltalk;

„Oh, Doktorchen, welch Überraschung.“

„Jane...“, knurrte der Doktor.

„ Wie ich sehe wurdest du auch wiederbelebt. Hätte ich jetzt nicht gedacht.“

„Ditto...***“

„Wie kommt es denn das du in SCP bist? Dachte du wärst noch da draußen bei deinen *hüstel* >Patienten<.“

„Und ich dachte du rennst immer noch diesem Killer hinterher.“

Jane knurrte.

„Wie auch immer. Wollte dich sowieso fragen ob die Gerüchte stimmen, die man sich hier erzählt.“

„Was für Gerüchte.“

„Ach komm schon! Die kennst du nicht? Das was alle erzählen. Du weißt schon, vor dem Zwischenfall.“

„Ich weiß nicht wovon du sprichst.“

„Einigen der SCP, vor allem mir, ist aufgefallen das du kurz weg warst nachdem du erfahren hast wer frei rum läuft.“

„Und? Ist das so etwas Besonderes?“

„Normalerweise nicht, dachte ich auch zuerst...“

Leise versuchte ich mich davon zu stehlen.

„HIERGEBLIEBEN!“, brüllte Jane und zog mich gewaltsam zurück nach hinten.

„Wie auch immer, was hast du denn jetzt vor Doktorchen? Du scheinst den kurzen Stromausfall wohl auch genutzt zu haben und da die meisten der SCP mit dieser Pestilenz auf Beinen, “ >>Es sind Katzen! << „...zu tun haben wäre es schließlich für dich ein leichtes zu entkommen!“

„Wieso willst du wissen was ich machen werde.“

„Ach, ich wollte nur überprüfen ob die Gerüchte war sind.“

„Stimmt etwa das Gerücht das dieser Jeff the Killer den du bis auf den Tod jagst früher mal in dich verliebt war und deine Maske und dein Kleid als Entschädigung für seinen missglückten Versuch war dich >so schön zu machen wie ihn< Mal abgesehen das er hässlich wie die Nacht ist?“

Vorsichtig versuchte ich mich aus Janes Griff zu befreien.

„DU BLEIBST HIER!“

„Wiiiiessssoooo?“, heulte ich, doch Jane hielt mich wie ein Schraubstock fest.

>>T.T<<

„Und was dich angeht. Na und? Dann stimmt es eben. Glücklicherweise war diese Aushilfsgöttin oder wer immer dieses Mädel bei meiner Wiederbelebung war so gnädig und gab mir eine schöne weiße Haut als Entschuldigung. Gut gedacht. Mit meiner früheren verbrannten Haut sah ich fast so aus wie Freddy Krüger. Und was hast du bekommen?“

„Ich hab alles was ich brauch.“

„Ach stimmt ja, solange es ihr gut geht ist dir ja alles egal, hab ich recht?“

„Wer?“, der Pestarzt (ich vermute mal es war einer) legte den Kopf schief als hätte er keine Ahnung wovon die Frau eigentlich sprach.

Jane kicherte. Schwungvoll hob sie ihren Arm als würde sie etwas präsentieren.

„Ach komm, tu nicht so als wüsstest du nicht wovon ich rede. Ich meine, JEDER kennt sie. Jeder der mindestens einmal in seinem Leben Gameboy gespielt hat...“

„Was ist ein Gameboy?“

„...normalerweise wohnt und arbeitet sie einem sehr spezifischen Krankenhaus, fiel dann aber einem hinterlistigen Mord zum Opfer...“

„Ich habe keine Ahnung von wem oder was du sprichst.“

„...ihre Schwestern haben ihr zu Ehren rosa Haare...“

„Ich werde Menschen nie verstehen.“

„...eine blutige Wunde verdeckt von rotblondem Haar...

Mir wurde langsam klar um wen es sich handelt.

„Sprechen sie von Schwester Joy?“

Jane ließ ihren Arm in meine Richtung hinabsausen und zeigte auf mich. „Bingo!“, sagte sie im gehässigen Tonfall der anscheinend dem Pestarzt galt. „Ach so. Du meinst Schwester Joy. Ja und was ist mit ihr?“  Jane schien etwas verblüfft (glaub ich? Konnte es wegen der Maske nicht sehen). „Wie jetzt?“ „ Wie jetzt was?“, erwiderte der Pestarzt ruhig. Es war als könnte ihn nichts aus der Ruhe bringen. Selbst nicht der sich hin- und her rumwindene Squid, der inzwischen durch seinen Knebel Töne ausstieß die klangen wie betrunkene Hamster auf Ecstasy die vor dem Staubsauger flohen. „Was haben sie denn mit Schwester Joy zu tun?“ Jane zog mich am Kragen vor das Gesicht/Maske und schüttelte mich. „JA! Los beantwortete die Frage des Streuners.“ >>Streu......ner??<<  Janes Gegenüber blieb gelassen als er die Frage beantwortete. „Eine frühere Assistentin von mir. Hoffnungsloser Fall.“ „Warte kurz, sind sie etwa...?“ „Seuchendoktor. Bester Arzt überhaupt. Habe schon mal den Slenderman persönlich seziert.“ „Erstens nur zur Hälfte und zweitens lebt er wieder.“, antwortete Jane bissig weil die Antwort wohl nicht die gewesen war die sie erhofft hatte. „WAS?!“ Der Seuchendoktor war so verwirrt das er Squid mit einem dumpfen *flomp* auf den Fußboden fallen ließ. „ Das ist nicht möglich. Ich habe meine Operation noch gar nicht abgeschlossen. Ich MUSS sie einfach abschließen.“ „CREEPCAT!“

Lucis Stimme hallte durch die Gänge. „WOOO-BIIST-DUU??“ Ich sah ihre Gestalt auf mich zukommen. >>Die hat mir grade noch gefehlt.“ Sie kam näher und erkannte wohl dass ich (wieder mal) in irgendetwas hineingeraten war. „Oh, äh, bin ich...irgendwie in was reingeplatzt…?“ Neben ihr tippelte Josie die die beiden Giganten (aus ihrer Sicht) ganz ruhig ansah. „SCP-049 und SCP-399. Sie sind also auch geflohen?“ „Routine.“ „So ein mickriges Zwischengefängnis hält mich nicht von meiner Bestimmung ab!“ „Was für eine Bestimmung den?“, fragte Chrissi, die gerade mit dem Rest eintraf. „SCP-399 alias Jane the Killer, ist ein humanoider Seerienkiller dessen anscheinend einziges Lebensziel daraus besteht einem gewissen Jeff the Killer-“ Bei der Erwähnung seines Namens stieß Jane ein tiefes Knurren wie das eines Bären aus. „…während es scheint als sei die Bestimmung des Seuchendoktors alias SCP-049 darauf be-HEY! WO GEHEN SIE DENN HIN?!“ Ohne es zu merken hatte der Seuchendoktor sich von der Gruppe entfernt. „Ich weiß was ihr vorhabt und ich beteilige mich nicht da ich zu arbeiten habe.“ „Sie können doch nicht einfach gehen!“, Luci rannte dem Seuchendoktor hinterher und griff nach seinem Mantel. „STOPP! LUCI! SEINE HAUT IST WIE GIFT, DU DARFST IHN NICHT DIREKT BERÜHREN!“ „A-aber-“ „DUMMKOPF! SEIN MANTEL IST SEINE HAUT!“ Sofort wich Luci von dem Doktor zurück. Es musste doch eine Methode geben um ihn aufzuhalten. „Äh könnten sie nicht doch-“ „Nein.“ „Vielleicht-“ „Vergesst es.“ „Der Arzt für-“ „Ich habe zu tun.“ „Creeptown sein?“ Der Seuchendoktor hielt für eine Sekunde inne. Doch dann fuhr er weiter fort zu laufen. „Entschuldigung. Kein Interesse.“

Ich seufzte. Manche Leute konnte man einfach nicht überreden. „Gib’s auf Creepcat, der ist sturer als ein Bleihaufen schwer ist.“ „Vielleicht hast du Recht Misery.“ Ich seufzte noch mal in Hinblick auf den Seuchendoktor der scheinbar vergessen hatte Squid wieder aufzusammeln. „Uns bleibt schließlich noch Schwester Joy…-“ Mit Schwung wurde ich von den Beinen gerissen. „SAG DAS NOCH MAL!“ Der Seuchendoktor beugte sich so nahe über mein Gesicht, dass ich Angst hatte er könnte mir mit dem spitzen Schnabel ein Auge ausstechen. „ Äh, was denn?“ „DAS IHR DIESEN TOLLPATSCH VON SCHWESTER OPERIEREN LASST!!!“ „Äh, nun ja…ja?“ „WER ZUM RATTENFLOH HAT DAS BESCHLOSSEN?!“ „…Slen…der…man…?“ „DIESER….ICH….URHGGHHH!“

Um es kurz zu fassen: Geschlagene 30 Minuten mussten wir uns allesmögliche über den Slenderman und Schwester Joy anhören bevor er bereit war uns zu begleiten. Wobei er danach noch 20 Minuten über Schwester Joys Unzuverlässigkeit schimpfte. „…UND SIE KANN NICHT MAL EINE PIPETTE VON EINER PINZETTE UNTERSCHEIDEN!“ „Tja, also-“ „UND DANN BEHAUPTET SIE NOCH DAS DIE MENSCHEN VON DER PEST SCHON LÄNGST GEHEILT WÄREN! DABEI WEIS ICH GENAU DAS SIE KRANK SIND! IHR ALLE! IHR SEID KRANK! UND ICH BIN DAS HEILMITTEL!“ „Oh bitte stopf ihm einer den Schnabel, dann wäre sogar ich bereit bei euren Kinderspielchen mitzumachen. Naja, vorübergehend.“ >>Toll. Einfach nur; Toll. Zwei Tickende, nicht kontrollierbare Bomben die jederzeit hochgehen könnten. << Zum Glück beruhigte sich der Seuchendoktor nach weiteren 10 Minuten (hauptsächlich weil er nichts mehr zu schimpfen hatte).

Doch da gab es schon (oh Wunder!) ein neues Problem. „WAS?! Ich bin nicht mehr der gefährlichste in SCP?!“, brüllte Jane von Oben auf Josie hinunter die genervt mit den Ohren zuckte. „Tja, was soll man sagen? Jeder findet einmal seinen Meister, oder?“ Jane packte Josie am Genick und schüttelte sie kräftig. „SAG MIR WER ES IST!“ >> Anmerkung von mir; wenn mir weiterhin so ins Ohr gebrüllt wird bin ich in kürzester Zeit taub. -_-<< „Ich-wei-ß-es-ni-cht!“ miaute die hin und her gebeutelte Katze. „Wie jetzt. Es gibt auch etwas was sie nicht wissen?“, fragte Luci, die zusammen mit Shy Guy und Misery größte Mühe hatten, den kleinen Mädchen die Augen und Ohren zuzuhalten, wobei Shy Guy das Problem hatte das Sally sich immer aus seinem Griff wand und er versuchte sie nicht mit seinen Klauen zu verletzen. „Es-w-wurde-erst-s-eit-kurzem-n-naaaach-S-C-P-gebr-aaacht! Jetzt sei doch nicht so grob!“ „Pff. Dann bist du ja nutzlos du Dreckschleuder.“ Mit diesen Worten schleuderte Jane, die arme Katze in Richtung Squid, der inzwischen vom Seuchendoktor losgelassen- und aufgestanden war. Naja,…war. „Kannst du uns wenigsten zeigen wo diese Zelle ist? OHHH ich schwöre es euch, so war ich hier stehe; EGAL WER, WIE ODER WAS DAS DING IST! ICH ÜBERGEBE NIEMANDEM ETWAS WAS FRÜHER MIR GEHÖRTE. SELBST WENN ES SO EIN POPELIGER TITEL IST!“ Und um zu zeigen wie ernst sie das meinte, stapfte sie einfach in irgendeine Richtung. „Falscher Weg, Matschbirne!“, brüllte Josie, die sich inzwischen von Squid angeekelt entfernt hatte. Jane kam zurück, und stapfte in die andere Richtung. (Hierbei muss gesagt werden das wir an einer Gabelung standen.) „Ebenfalls falsch Mrs. Humboldt!“ Jane kam zurück und stapfte in eine andere Richtung. Josie verdrehte die Augen und seufzte. „Okay, okay, ich kann euch hinführen. Aber ich denke es ist wäre ungeschickt wenn wir so einem mächtigen Gegner-“ „GEGNER?!“ Der Katzenadmiral und sein Trupp standen auf einmal direkt hinter uns. „…gegenüberstehen.“, beendete Josie den Satz. „Was ist los? Gibt es ein Problem?“ „Nein Herrin! Der Befehl zur Säuberung wurde zu vollendeten 100% ausgeführt.“ „Gab es Verletzte, oder sogar…Gefallene?“ „Nein Herrin! Allerdings hat sich Nummer 63 den Fuß verstaucht und musste von Nummer 62 und 64 getragen werden!“ „Oh, kann er denn gehen?“ Der Admiral winkte sie zu sich. Ein kleines mageres Kätzchen mit rot-gelbem Fell wurde von zwei mausgrauen Katzen nach vorne getragen. Sanft setzten sie, sie ab. Die kleine Katze schaute fortwährend zu Boden. „Entschuldigen sie Madame, aber ich bin während eines Kampfes ausgerutscht und eine Treppe hinabgefallen…“, wisperte sie so leise als würde sie sich schämen. Ich kniete mich hin um das Bein zu betrachten. „Kannst du laufen?“ „N-nein. Verzeiht mir. Ich habe Schande über euer Haupt gebracht…“ „Nein, ist schon gut. Komm, ich trag dich biss es dir besser geht.“ Vorsichtig hob ich es hoch und setzte es behutsam auf meine Schulter. „D-das ist s-schon in Ordnung! I-ihr müsst nicht-“ „Ach papperlapapp! Wenn einer meiner kleinen Kämpfer verletzt ist dann kümmere ich mich doch um ihn. Es ist schließlich jedes Lebewesen gleichwertig, nicht wahr?“ Ich spürte wie das kleine Kätzchen nickte und sich an mich klammerte als- „HEERRIINN!“ Eine der mausgrauen Katzen strampelte in der Hand des Seuchendoktors, der es von allen Seiten betrachtete. „ER HAT EINEN UNSRER MÄNNER! AUF IHN BRÜDER UND SCHWESTERN!“ Schon stürzten sich 664 Katzenmenschen auf den Seuchendoktor und begruben ihn unter einem Heer von Fellbüscheln. „STOPP! AUFHÖREN! DAS IST EIN BEFEHL!“, brüllte ich entsetzt und sofort ließen sie von ihm ab. Der Seuchendoktor saß ziemlich zerfleddert am Boden und hielt sich den Kopf. „Und was sie angeht,“ knurrte ich ihn an „sie sollten gefälligst fragen bevor sie jemanden gegen seinen Willen anfassen!“ Der Seuchendoktor stöhnte. „Haben sie noch etwas zu sagen?“ „Ich…hasse……...Katzen….“

Admiralsmütze

Die Admiralsmütze!

Nachdem sich der Seuchendoktor (einigermaßen) erholt hatte liefen wir weiter. Manchmal mussten wir eine Treppe hinauf und hinunter, mal durch einen Gang. Als wir schließlich an der riesigen 9 Meter hohen Stahltür mit sechsfachverstärktem Zylinderkapselschloss ankamen hielt mich Luci zurück. „Mh? Was ist denn Luci?“ Luci grinste. „Weist du, als ich nach Squid suchte habe ich die hier gefunden.“ Sie hielt mir eine Art Admiralsmütze hin. „Die hatten sie wohl von Fasching noch übrig.“ Ich lächelte zögernd, setzte sie mir aber dann doch auf. >>Mann muss ich lächerlich aussehen. Das ist ja eine tolle erste Begegnung mit jemandem der gefährlicher ist als Jane the Killer und Sally. Was ich übrigens absolut dämlich finde, immer noch. Ich meine, es ist EIN KIND! << Sanft drehte sich der Skelletschlüssel im großen Schloss bis es aufsprang. Rasselnd lösten sich die dicken Eisenketten die über die ganze Tür gingen. Mit einem lauten Knall fielen sie schlussendlich zu Boden. Langsam, ganz langsam öffnete sich die dicke Betontür bis wir sehen konnten was sich darin befand. Es war…„Das glaube ich ja nicht. Was zur Hölle machen sie hier?“

Fortsetzung Folgt (diesmal strenge ich mich an nicht mehr so lange rumzumachen!)

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