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Während ich

so in der Dunkelheit herum stand und wartete bis das Licht wieder anging(Katze oder nicht, ich hasse die Dunkelheit. Außerdem gab es keine Fenster, hätte also eh nichts genützt mit meiner „Als-Katze-kann-ich-mit-wenig-Licht-im-Dunkeln-sehen“ Power.) hörte ich Schritte die langsam auf mich zukamen. „Mmh?“, ertönte eine Stimme nur ein paar Meter von mir entfernt. „Ein Stromausfall? Schon wieder? Das soll doch wohl ein schlechter Scherz sein!“ >>Verdammt, ich muss hier schnell weg bevor der Strom angeht. Ich könnte ihn zwar umbringen, aber das werde ich sicherlich nicht tun! <<, überlegte ich, als ich auf einmal Funken erkannte. >>Noch schlimmer! Der Kerl hat ein Feuerzeug! << Vorsichtig tastete ich mich an der Wand entlang, bis ich plötzlich einen Türgriff spürte. Leise drückte ich ihn runter und stemmte mich mit aller Macht dagegen, doch die Tür blieb zu. „Mist!“, fluchten der Wächter(Ich nahm mal an das es ein Wächter war) und ich gleichzeitig. Mir kam der Gedanke dass die Tür vielleicht nach außen aufging, aber so sehr ich auch zog, ich bekam es einfach nicht auf! >>Ich Dummerchen! Wieso habe ich wohl einen Schlüssel? << Hastig fischte ich den Universal-Schlüssel aus der Hosentasche und steckte ihn ins Schlüsselloch. Blöderweise drehte ich zu schnell, und zu hastig, rumm und der Schlüssel brach ab. Entsetzt starrte ich in die Richtung wo ich den abgebrochenen Schlüssel in der Hand hielt. „Neineineineineineienieninein!!!!!“, flüsterte ich geschockt. Der Wächter allerdings hatte anscheinend mehr Glück, denn eine kleine Flamme erschien in der Dunkelheit. >> Es war alles umsonst! Wenn das Licht wieder angeht schleppt er mich bestimmt wieder in meine Zelle, vielleicht erschießt er mich auch auf der Stelle, wäre eigentlich gar nicht so schlecht, dann würden sie wenigstens keine Versuche mit mir machen oder schlimmeres…<< „Mmh? Ist da wer?“, fragte der Wächter und schwenkte das Feuerzeug nach allen Seiten. Ich presste mich flach an die Tür und schloss die Augen.

Luci

Luci, das Katzenmädchen

Eigentlich erwartete ich mein Ende, aber statt einer Kugel im Kopf spürte ich zwei Hände die mich nach hinten zogen und zwar mit so viel Schwung, sodass ich rückwärts auf den Boden knallte. Als ich die Augen wieder öffnete schauten mich zwei neugierige, verschiedenfarbige Augen an. Zuerst dachte ich >> Was zur Hölle macht Sleepless denn hier?!<<, doch dann merkte ich das mir anstelle des Killers eine Katze über das Gesicht schnupperte. Bei näherem Ansehen erkannte ich, dass es ein Katzenmensch war. Genau wie ich! Nun ja, fast genau wie ich. Während ich aussah wie ein Mädchen mit Katzenohren und kleinem Katzenschwanz, war sie einfach eine Katze die Klamotten trug und auf zwei Beinen ging. Ihre Haare waren lang und schwarz, ihr Pony aber vorne Blutrot. Ihr rechtes Auge war gelb, das linke grün und ihr Gesicht war an einer geraden Linie geteilt, das heißt; Auf der einen Seite(da wo das gelbe Auge saß) hatte ihre Haut einen Farbton der ein Mix aus den Farben beige, grau und weiß war. Die andere Seite war Schwarz. Sie trug ein orange-gelb gestreiftes Hemd und eine schwarze Lederjacke und war das….eine schwarze Federboa? Oh, nein, es war ihr Haar dass ihr von der Schulter hing.

Jetzt schnupperte sie an meinem Gesicht. „Wer bist du?“, fragte sie neugierig mit heller, miauenden Stimme. „I-ich?“, fragte ich verwirrt während sie um mich herum ging und mich von allen Seiten beschnüffelte. „Ja, du. So einen wie dich sieht man nicht alle Tage.“ Jetzt schnüffelte sie intensiv an meinem Katzenschwanz herum und nahm ihn in die Hand. „Jemand der hier ausbrechen will. Und du…hör bitte auf mich zu beschnuppern, das ist doch krank, was soll das?!.“, antwortete ich und zog ihr meinen Schwanz weg. „Ich hab dich eigentlich nach deinem Namen gefragt und ich untersuche dich gerade nach Verletzungen. Das solltest du eigentlich wissen als Katze!“, gab sie zurück und schnappte sich erneut meinen Schwanz. „Ich heiße Creepcat.“, stellte ich mich vor und sah ihr zu wie sie an meinen Haaren schnupperte. „Mmmmh! Kokosnuss Spülung, das benutze ich auch!“ Das Katzenmädchen zog genüsslich die Luft ein. Dann wandte sie sich mir zu. „So so, du heißt also Creepcat. Schön dich kennenzulernen SCP-Creepcat.“ „Einfach Creepcat. Ohne dieses SCP dingens. Einfach nur Creepcat.“ „Wirklich? Ich dachte alle hier, außer mir, heißen etwas mit SCP.“ Sie nahm meine rechte Hand und fing an sie zu beschnüffeln. „Außer dir?Wie heißt du denn?“, fragte ich verwirrt. Das Mädchen grinste und stand auf. „Wenn ich mich vorstellen darf; Mein Name ist Luci. Luci Krüger um genau zu sein. Aber meine Freunde nennen mich Lu.“ Luci machte einen höflichen Knicks und ließ sich dann zurück auf den Boden plumpsen. „Welche Freunde?“, fragte ich misstrauisch. „Oh, sie sind nicht hier. Sie leben dort wo ich wohnte. In Oettingen.“ Mich traf fast der Schlag. „D-du, k-omm-st a-aus Deutschland?!?!“ Luci wirkte ein wenig verunsichert, denn sie zog den Kopf ein. „H-hör mal, wir Deutschen sind nicht alle so größenwahnsinnige Nazis, die rumlaufen und Juden umbringen…“ Ihre Stimme wurde leiser und leiser bis sie endgültig versagte. Ich lachte. „Menschenskinder wieso sagst du dass nicht gleich. Es gibt doch keinen Grund sich zu schämen! Ich bin auch aus Deutschland. Gut, ich bin eigentlich in Brooklyn aufgewachsen, aber geboren wurde ich in Stuttgart;Der Hauptstadt Baden-Württembergs, einer der Bundesländer Deutschlands.“ Ich grinste sie an. Lucis Schultern lockerten sich ein wenig. „Wirklich?“, ihre Stimme klang misstrauisch. Luci kniff die Augen zusammen und ihre Ohren zuckten unruhig. „Beweise es.“, verlangte sie und verschränkte die Arme.

Meine Lieblings Farben sind rot und schwarz, wobei ich gelb auch ganz gerne mag.“, sagte ich in fließendem deutsch. Lucis Augen wurden groß. „Du hast nicht gelogen…“, murmelte sie.

„Schön dass, das hier dann geklärt ist. Also, wir haben nicht viel Zeit! Sie werden bald merken das ich nicht mehr in meiner Zelle bin und dann werden tausende dieser Wachfritzen auf dem Weg sein. Und bis dahin müssen wir genügend Leute sein um gegen sie anzukommen also L-“ „Wer hat gesagt das ich hier weg will?“, unterbrach mich Luci. Ich runzelte die Stirn. „Wie meinst du das Lu?“ Sie zuckte mit den Schultern „Nun ja, dass hier ist mein Zuhause. Hier habe ich ein Zimmer, bekomme jeden Tag zu Essen und zu Trinken, die Toiletten lassen zwar etwas zu wünschen übrig, aber dann benutze ich halt die Angestellten Toilette.“ „Wie kommst du bitte an die Mitarbeiter Toiletten?“ „Oh, das ist einfach.“, antwortete Luci und fuhr eine Kralle aus. „Man braucht nur eine Katzenkralle…,“ Luci ging zur Tür „… etwas Geduld…,“ sie setzte ihre Kralle in das Schloss, bewegte sie wie einen Dietrich und…klick-die Tür sprang auf, „…und voilà! Das Schloss ist offen und man kann gemütlich zur Toilette gehen!“, mit einer Schwungvollen Bewegung beendete Luci ihren Vortrag. Wie es schien war der Stromausfall vorüber, denn im Flur brannte Licht. Leider konnte ich nur kurz einen flüchtigen Blick darauf werfen, denn schon fiel die Tür wieder ins Schloss.

„Aber, du musst doch bemerkt worden sein als du so, mir-nichts-dir-nichts, aufs Angestellten Klo spaziert bist.“ „Wurde ich auch.“ „Und?Was hast du darauf gemacht?“ „Was wohl? Peace (Friedenszeichen) gezeigt, und danach wieder in mein Zimmer gegangen.“ „Und sie haben nichts unternommen?“ Mir kam das alles ziemlich unwahrscheinlich vor. „Nun ja, sie tauschen häufig das Schloss aus, aber egal ob Metall-,Elektro-, Laser, oder Automatikschloss. So, oder so, kein Schloss hält mich auf!“ „Heißt das du könntest theoretisch jede Tür hier in SCP öffnen?“ Nun ja, ja! Außer sie ist durch ein Stimm- oder ähnliches Erkennungsschloss versperrt.“ „Okay, das ist klar, aber sonst wäre deine Fähigkeit total praktisch! Ich meine, mit dir in der Gruppe wäre es total hilfreich aus SCP zu fliehen! Mit dir…“, doch Luci unterbrach mich: „ Creepcat. Ich sagte doch: Ich komm nicht mit.“ „Wie?“ Luci sah nach unten. „Ich werde in meiner Zelle bleiben. Und du solltest das gleiche tun.“ „Aber Lu, was, wer, warum, wieso???“ Luci hob ihren Kopf und sah mich direkt an: „Creepcat. Sei vernünftig. Hier zu leben hat mehr Vorteile als dort draußen. Sieh uns an, Creepcat. Wir sind Monster. Kein Mensch würde uns jemals akzeptieren. Sie würden uns jagen, Creepcat, uns jagen und quälen, uns schrecklich Dinge antun. Wir würden außerhalb dieser Mauern nicht mal fünf Minuten überleben. Nicht nur ich bin dieser Meinung. Viele haben Angst davor ihr Heim zu verlassen. Sie wissen dass sie nirgendwo hin können. Bitte Creepcat, überlege es dir. Hier ist es sicher...“ „UND DU DENKST HIER WÄRE DASS ANDERS?“ Ich brüllte so laut, das es eigentlich die Wächter hören mussten, die in den Gängen patrouillierten. Glücklicherweise waren die Wände schalldicht. „Creepcat, sei doch vernünftig…“, versuchte mich Luci zu beruhigen aber ich tickte völlig aus:„ Jetzt hörst du mir mal zu Luci! Hast du nicht bemerkt wie sie uns hier behandeln? Sie nennen uns hier Abschaum, machen mit uns Experimente, schlagen, treten und teasern uns sogar. Besser gejagt und frei in der Wildnis, als misshandelt und gequält hier als Versuchsexperiment zu enden. Sag mir Luci, wann hast du das letzte mal die Sonne auf deiner Haut gespürt, und das rauschen des Baches gehört. Wann hast du das letzte Mal die frische Luft gerochen und das nasse Gras unter deinen Füßen gespürt. Wann hast du das letzte Mal einen Schmetterling gesehen, Luci? Durch die Natur laufen, Berge erklimmen und Wälder erkunden, das ist Leben! Das findest du nur außerhalb dieser Mauern, nicht hier drin. Willst du wirklich bis ans Ende deiner Tage in dieser kleinen grauen Zelle leben? Bis an dein Lebensende wie Abschaum behandelt werden? Willst du wirklich nie wieder die Sonne sehen. Willst du das wirklich nicht?“ Meine Augen füllten sich mit Tränen und auch meine Stimme wurde zittrig. Luci schaute wieder auf den Boden. Ich sprach weiter:„Da wo ich herkomme ist es sicher, Luci. Ehrlich.“ Ich schniefte.

Luci hob langsam den Kopf. „Ich mache dir einen Vorschlag Creepcat.“ „Und welchen?“, fragte ich während ich meine Nase am Ärmel abwischte. „Wenn du es schaffst mindestens zwei Personen, oder andere Wesen, von deinem Vorschlag zu überzeugen, dann komme ich mit. Dann weiß ich dass wir mindestens eine kleine Chance haben dass hier zu überleben.“ Luci lächelte sanft. „Mal sehen ob du die anderen genauso gut überzeugen kannst wie mich, Anführerin!“ „An…-führerin?“, fragte ich und sah sie verdattert an. Luci grinste keck und ich musste ebenfalls grinsen. Dann wandte ich mich zum gehen. „Tja, dann mache ich mich mal auf den Weg.“, doch bevor ich den Raum verließ hielt mich Luci am Arm fest. Als ich mich umdrehte sah ich dass sie in ihren Händen eine Maske hielt. Sie war weiß und ähnelte vom Aussehen her einer Shy Guy (Schüchterne Typen/Schüchterner Kerl) „Hier, zur Sicherheit. Es gibt Wesen die, naja, es wäre bei einigen besser wenn du die auf hast.“, erklärte sie mir und drückte mir die Maske in die Hand. „Danke, aber woher hast du die?“ „Oh, ich bastele sie mir selbst. Ich bin ziemlich gut in Sachen wie basteln, zeichnen, oder bauen. Und Schlösser knacken!“ Sie lachte.



Da fiel es mir wieder ein. „Oh verdammt das habe ich ganz vergessen…“ „Was denn?“, fragte Luci besorgt. „Ich kann die Türen nicht öffnen! Ich hatte zwar mal einen Universal Schlüssel, aber der ist mir blöderweise kaputt gegangen! Und Schlösser knacken kann ich auch nicht…“ Luci sah mich verwundert an. „Macht doch nichts,“,entgegnete sie. „dann bringe ich es dir eben bei. Ist doch nichts dabei.“ „Aber die Wächter…“ „Ach, es liegen zwischen den Patrollier Zeiten 30 Minuten. Wir haben Zeit.“, beruhigte mich Luci. Nur zögernd willigte ich ein mit ihr zu üben. Es war nicht sonderlich schwer, trotzdem brauchte ich unzählige Anläufe weil ich es so schnell wie möglich hinter mich bringen wollte. Doch am Ende gab das Schloss nach. Ich hatte mein erstes Schloss geknackt!

Nachdem wir noch eine Weil geübt hatten, verabschiedete ich mich von Luci und ging auf die erste Tür zu die ich sah. Ich zögerte. Was würde mich darin erwarten? War es angriffslustig? Fraß es Fleisch? War es überhaupt ein Lebewesen? Die verschiedensten Gedanken schossen mir durch den Kopf, bevor ich mich schlussendlich dafür entschied den Raum zu betreten(nachdem ich die Tür geknackt hatte, versteht sich!). Langsam öffnete ich die Tür.

Der Raum war ein ca. 5 m x 5 m x 5 m luftdichter Stahlwürfel. Warum gerade luftdicht? Weil als ich vorsichtig den Kopf reinsteckte bekam ich als erstes keine Luft. Die Wände waren grau und es befanden sich keinerlei Möbel oder Sicherheitskameras, wie in meiner Zelle, darin. Kaum trat ich ein, ertönte eine Stimme aus einer der Ecken: „Was werden Sie heute mit mir machen, Doktor?“ Ich sah mich um als ich ihn entdeckte. Eine, nun ja, Kreatur mit stark verlängerten Gliedmaßen saß in der vorderen rechten Ecke und starrte unverwandt die Wand an. „Äh, also ich hatte nicht vor…“, begann ich, doch das „Ding“ sprach weiter: „Werden Sie mir Blut abnehmen, Doktor?“ „Also, äm, ich bin kein Doktor…“ „Dann sind Sie also der Essensbringer? Stellen Sie es auf den Boden und gehen Sie wieder. Ach warte, nehmen Sie es wieder mit. Ich hab momentan keinen Hunger.“ Langsam wurde mir die Sache unheimlich. „Ich bringe dir kein Essen und ich bin auch kein Doktor.“ Die Kreatur hob den Kopf, was nicht heißt dass es sich zu mir umdrehte. „Sind sie dann etwa…“ Es lies die Worte in der Luft hängen bevor es die Klauen über dem Kopf zusammenschlug und anfing zu kreischen. Was es genau kreischte verstand ich nicht nur Bruchteile wie: „Ich war es nicht!“ und „Bitte nichts tun!“.

Zuerst stand ich nur geschockt da, doch dann brüllte ich dagegen: „MENSCH, BERUHIG DICH MAL! ICH TU DIR NICHTS!!“ Das Kreischen wurde zu einem Wimmern und schlussendlich hörte es ganz auf. >>Puh, ein Glück! Wenig später wären meine Ohren explodiert!<<, dachte ich mir im Stillen während ich die Kreatur nochmals musterte, die, immer noch zur Wand gedreht, zitternd und zu einer Kugel zusammen gekauert langsam hin und her schaukelte. Das Wesen war eine komplett weiße und ungefähr 2,38 Meter große Kreatur dass einem Menschen ähnelte. Es hatte wenig Muskelmasse, anscheinend gaben diese Schweine von SCP ihm nicht genug zu essen. Aber dann hätte es ja Hunger haben müssen(…). Die Arme waren ziemlich lang. Wahrscheinlich so eine Länge von ungefähr 1,50 m. Außerdem schien es keine Haare zu haben(Und wenn ich so drüber nachdenke hatte es ziemliche Ähnlichkeit mit dem Rake).

Ich seufzte. „Also, nur mal so zur Klarstellung: Ich bin nicht dein Feind, okay? Ich werde dir nichts tun(außer du zwingst mich dazu) und wenn du jetzt ein paar Gänge runterschalten könntest wäre es einfacher dir die Sache zu erklären, in Ordnung?“ Das Wesen hob den Kopf und nickte in Richtung der Wand. Umdrehen tat es sich nicht. „Also; ich bin Creepcat. Und wer bist du?“ „SCP-096. Schätze ich mal…“, murmelte das Ding vor sich hin. „Okay. Und wie heißt du wirklich?“, fragte ich gerade heraus. „Hä?“ „Naja, SCP-dingens ist doch nur eine Bezeichnung. Was ist dein Name?“ „SCP-096. Dass ist mein Name. Sonst kenne ich keinen den ich hätte.“ „Das heißt du hast keinen Namen?“, fragte ich ungläubig. Es wollte nicht in meinen Kopf dass irgendwer nur einen Fachbegriff als Namen hatte. Einen FACHBEGRIFF! „Sieht so aus...“, flüsterte SCP-096, langsam den Kopf hin-und her bewegend. Wir schwiegen eine Weile. „Ähm…, “ versuchte ich ein Gespräch zu beginnen „meine Mutter hat immer gesagt: >>Wenn du mit jemanden sprichst, solltest du ihm ins Gesicht sehen. Sonst wäre das unhöflich<<. Würdest du dich denn nicht bitte umdrehen?“ Doch SCP-096 blickte stur die Wand an. Irgendwie war mir die Situation peinlich. „Würdest du mir vielleicht dann erzählen Warum du dich nicht umdrehen möchtest?“ SCP-096 murmelte etwas unverständliches. Vorsichtig ging ich ein paar Schritte näher, immer darauf gefasst plötzlich angesprungen zu werden. Doch nichts geschah dergleichen. Dafür konnte ich hören was er jetzt murmelte. „…hasse…“ „Bitte, was?“ „…hassehassehassehassehassehassehassehassehassehassehassehassehassehassehassehassehasse…“

„Alles, in, Ord-nung?“ Sanft legte ich meine Hand auf seine (ziemlich trockene)Schulter. Plötzlich bäumte sich SCP-096 auf. Er schrie laut, schlug die Hände vors Gesicht und brüllte: „SIEHMICHNICHTANSIEHMICHNICHTANSIEMICHNICHTANDUDARFSTMEINGESICHTNICHTSEHENDASDARFSTDUNICHTDASDARFSTDUNICHT!!!!!!!!!!!“

Erschrocken wich ich zurück und dachte nur: >>Holla! Der Typ hat wirklich ein Problem!<<. Doch nach ein paar Minuten war der Anfall vorbei (ich kann nur wiederholen wie sehr ich diese schalldichten Wände liebe) und SCP-096 kauerte sich wieder zusammen. Immer noch geschockt starrte ich das weiße Wesen an. Lange Stille folgte. „Sind sie noch da?“, brach SCP-096 die Stille. „Ich?Äh, ja, ich bin noch da.“ „Sie sind nicht weggelaufen?“ „Nein.“ „Sie hatten keine Angst vor mir?“ „Nein. Und du kannst mich ruhig duzen.“ „Da sind Sie der Erste.“ „Wirklich? Ach ja und du musst mich wirklich nicht „Sie“ nennen. Du kannst ruhig Creepcat zu mir sagen.“ SCP-096 schwieg. Dann fragte es: „Warum bist du dann hier?“ „Nun ja,“, versuchte ich zu erklären „ ich habe vor hier auszubrechen. Aber weil ich alleine gegen mindestens 1.000.000.000 Wächter keine Chance habe, war es meine Idee einen Aufstand zu organisieren. Also machst du mit?“ Die Kreatur legte den Kopf schief. „Selbst wenn ich wollte, ich könnte nicht.“ „Wieso denn nicht?“ „Weil, weil,…ich kann es dir nicht sagen.“ „Und warum kannst du es nicht?“, hackte ich nach, denn ich wollte unbedingt wissen was mit meinem Zellgenossen los war. „Ich bin mir nicht sicher ob ich dir vertrauen kann….“, wisperte es leise während es nach links und rechts schaukelte. „Und was kann ich machen, dass du mir vertraust?“ „Gib mir einen Namen.“

„Einen Namen, okay, also, da muss ich ‘ne Weile nachdenken.“, murmelte ich während ich dem Schaukeln von SCP-096 zusah. „Ich habe Zeit…“, gab es zurück und ich fing an zu überlegen: >>Mist!Ich bin doch so ein schlechter Namensgeber. Aber vielleicht lässt sich einer zusammenfügen. Oder ich nenne ihn Karl-Heinz. Ginge schnell, klingt aber seltsam. Also mal sehen; er ist ein ziemlich zurückhaltender Typ. Naja, hin und wieder hat er auch einen seiner „Anfälle“ aber das bekomme ich schon in den Griff. Also schüchtern…Shy? Das ist doch auch ein Name. Neee, da denke ich zumindest immer an ein Mädchen oder die Farbe Pink, und er scheint ein Kerl zu sein. Glaub‘ ich jedenfalls. Uiuiuiuiuiu dass ist schwer…<<.

Während ich so am grübeln war und SCP-096s Schaukeln zusah fiel mein Blick auf die Maske die ich wie in Trance in die Luft warf und wieder fing. Und da fiel mir ein passender Name ein: „Shy Guy!“, verkündete ich in triumphierenden Tonfall. „Shy Guy! Genau! So heißt du jetzt. Also ich meine, du bist ja schließlich ziemlich zurückhaltend und da du ein Kerl bist passt das Wort Guy auch ganz gut. Also? Wie findest du ihn?“ Das Wesen schwieg und hörte auf zu schaukeln. „Shy Guy…“, murmelte es. „Shy Guy, Shy Guy…hübscher Name.“ „Also erzählst du mir endlich warum du nicht mitkannst?“ Shy Guy nickte behutsam.

„Weist du, ich bringe jeden um der mein Gesicht sieht. Also, nicht freiwillig. Immer wenn ein Mensch, oder irgendein anderes Lebewesen mein Gesicht sieht, dann, dann bekomme ich immer so einen unbändigen Hass, so, so , eine Wut auf die Person und dann will ich sie umbringen. Damit sie mein Gesicht nie wieder sieht. Deshalb wäre ich eine große Belastung für die Gruppe. Ich selbst hasse diesen Instinkt. Aber vor allem hasse ich mich selber. Weil ich keine Kontrolle über mich habe. Weil ich so grässlich bin. Und vor allem weil ich Angst habe. Angst vor allem und jedem. Vor den Menschen, vor der Außenwelt, vor mir selbst. Das einzigste was ich mache ist die Ost-Wand meiner Zelle anschauen. Woher ich weiß dass es die Ost-Wand ist? Keine Ahnung, ich weiß es einfach….“

Shy Guy brach ab. Sein Blick richtete sich gen‘ Himmel, oder besser gesagt: Zur Zimmerdecke. Mir gingen Lucis Worte durch den Kopf >>… Viele haben Angst davor ihr Heim zu verlassen. Sie wissen dass sie nirgendwo hin können…<<. Ungläubig fragte ich:„Gibt es denn keine Möglichkeit, ein Schlupfloch in der Sache zu finden?“ „Wenn es einen gäbe, hätte ich ihn doch schon längst ausprobiert…“. „Stimmt.“, gab ich zu. Mein Blick fiel ein weiteres Mal auf die Maske. „Hey, was wäre wenn du eine Maske auf hättest?“, ich streckte die Maske in Richtung Shy Guy doch er entgegnete: „Das wird bestimmt nichts nützen…“ „Hast du es jemals ausprobiert?“, konterte ich. „Nein…“ „Dann könnte es ja funktionieren. Und wenn nicht, tja….dann besteht wenigstens nicht die Chance in ein mutiertes Riesenechesendingens verwandelt zu werden, oder was sich in den Köpfen dieser SCP Schwachmaten noch alles abspielt.“

Shy Guy schwieg eine Weile. Dann langte er mit einem seiner Arme zu mir nach hinten und ich legte ihm die Maske in die Hand, oder äh Klaue. Er drehte die Maske ein paar mal herum und begutachtete sie bevor er sie aufsetzte. „Und du bist dir wirklich sicher? Würde dich niemand vermissen?“ „Pff!“,entgegnete ich empört. „Familie habe ich keine, die paar Freunde die ich habe würden mich schnell vergessen. Die Menschliche Polizei denkt wahrscheinlich dass ich bei dem Brand von unserem Haus umgekommen bin. Oder ganz kurz: Es gibt niemandem dem ich wichtig wäre.“ Shy Guy schwieg. Ganz, ganz langsam drehte er sich um. Ich selbst kniff die Augen zusammen und erwartete das ich zu Boden geworfen und meine Innereien in kleinen Stückchen sehen würde. Doch nichts passierte.

„Shy Guy? Funktioniert‘s?“ „Äh, nun ja…“ Vorsichtig öffnete ich ein Auge. Zwar hatte Shy Guy sich zu mir umgedreht, aber dafür hielt er sich die Hände, gewissermaßen die Klauen, vor die Augenlöcher der Maske. „Nimm die Hände vom Gesicht.“, seufzte ich und schüttelte den Kopf. Shy Guy nahm eine der Klauen vom Gesicht. „Und jetzt die andre.“, ich sprach ich mit Shy Guy so ruhig wie mit einem kleinen Kindergarten Kind. Jetzt nahm er auch die andere Kralle vorm Gesicht. „Und? Funktionierts?“ „N-nun ja, i-m M-moment schon. Aber ich weiß nicht wie lange dass anhält. D-das mit der Kontrolle mein ich.“ Shy Guy wirkte etwas verunsichert, also beschloss ich ihn etwas aufzumuntern: „Ach, das packst du schon! Und wenn sich dieser Instinkt doch blicken lässt sagst du ihm einfach; >>Hey Instinkt! Falls du Dödel es nicht bemerkt hast, ich trage 'ne Maske also kann keiner mein Gesicht sehen und ich muss ihn nicht umbringen. Also Instinkt, verzieh dich!<< Und schwubb di bubb hat der Instinkt nichts mehr zu sagen und verschwindet!“ Leute, ich weiß dass das ziemlich Unsinn war den ich da erzählte, aber Shy Guy schien das zu helfen, denn seine Stimme klang ein wenig hoffnungsvoller: „Und das hilft wirklich?“ „Klar, wenn man so einem mal richtig die Meinung gegeigt hat, wird jeder große Macho irgendwann zu einem kleinen Gürkchen.“

Nachdem ich Shy Guy noch eine Weile Mut zugesprochen hatte war auch er bereit seine so vertraute Zellenbaracke zu verlassen. Leise und vorsichtig schlichen wir den Gang entlang zur nächsten Zelle. Mir fiel auf, dass uns nicht ein einziger Wächter entgegen kam und keine Videokamera befestigt war. Etwa eine Falle? Wir näherten uns der nächsten Tür. Kaum öffnete ich die Tür wurden wir von einem lauten „RAUS!“ begrüßt. Erschrocken wich ich erstmals einen Schritt zurück, doch schnell fasste ich mich wieder und trat in dem Raum. „Ich sagte RAUS!!“, brüllte die Stimme und ein Kissen flog mir entgegen. Als ich es wegnahm sah ich mich nach dem Werfer um als eine Decke, dem Kissen hinterherflog. „Äh, Entschuldigung?“, versuchte ich mit dem Bettzeug-Werfer zu reden. „IHR SCHEIß SCP-TYPEN SOLLT DRAUßEN BLEIBEN!!!“ brüllte die Stimme. „Nun ja, ich bin keiner der SCP, wenn dich das beruhigt.“ „Ach wirklich? Is' klar, wer auch sonst würde die Zelle eines Insassen betreten?!“ „Ein Mitgefangener der einen Aufstand organisieren will vielleicht?“, antwortete ich der Stimme aus dem Nirgendwo. Die Stimme schwieg.

Plötzlich sprang von oben ein Mädchen auf den Boden. Sie war circa 14-18 Jahre alt, hatte kurze schwarze Haare und glühend rote Augen. Im Licht der Deckenlampe glitzerten Ohrpiercings und von den Mundwinkeln aus verliefen lange schwarze Nähte. Das Mädchen neigte den Kopf.

„Mmh, du siehst nicht gerade wie einer dieser SCP-Idioten aus. Und du willst wirklich einer sein der hier ausbricht?“ „Äh, ja. Also, im Moment sind wir nur zwei...“ „Zwei?“ „Ja, mich und mein Freund Shy Guy.“ „Meinst du etwa das Ding das sich hinter deinem Rücken versteckt?“ Verwirrt schaute über meine linke Schulter und sah dass das Mädchen recht hatte. Shy Guy, der fast den ganzen Türrahmen ausfüllte, kauerte sich doch tatsächlich hinter meinem Rücken zusammen. „Shy Guy? Was ist los?“ „Ich hab AAAANGST!“, wimmerte er während er mir über die Schulter linste. „Aber wovor?“ „Vor iiiiihr! Sie sieht gruselig aus. Sie macht mir AAAANGST!!“ Das Mädchen grinste böse. „Was für ein mutiges kleines Bürschchen.“, sagte sie voller Sarkasmus. „Ist schon okay. Ich beschütze dich ja.“, versprach ich Shy Guy und tätschelte ihm den Kopf. Danach wandte ich mich zu dem immer noch grinsenden Mädchen. „Also mein Name ist Creepcat. Und wie heißt du?“ „Mal sehen, ich habe so unglaublich viele Namen. Aber ihr könnt mich Misery nennen.“ „Schön dich kennenzulernen Misery. Also, ich wir würden gerne wissen ob du auch beim Aufstand mitmachst.“ Misery hob eine Augenbraue. „Ich weiß ja nicht...scheint nicht gerade groß zu sein eure Armee.“ „Du könntest auch den Rest deines Lebens in diesem Raub hier malochen.“, entgegnete ich kühl. „Na gut,“ Misery seufzte, „ jeder Aufstand beginnt mit ein paar kleinen Würmern nicht war? Aber wenn es nicht funktioniert, reiß ich dir und deinem kleinen Freund die Eingeweide raus!“ Shy Guy quickte entsetzt, doch ich nickte bloß. „Es wir funktionieren, das weiß ich genau!“ „Hoffentlich...“, seufzte Shy Guy leise während ich schnell in Richtung Lucis Zelle lief. >>Da ich ja zwei Personen zusammen habe, muss sie einfach mitkommen.<<

Ich klopfte an ihre Tür. „Was wollen wir hier?“, fragte Misery genervt. „Eine Freundin abholen.“, war die Antwort die ich ihr gab. Ich klopfte und Luci öffnete. „Was bist denn du für ein Miezekätzchen?“, war die erste Reaktion von Misery als sie Luci sah. Doch Luci ignorierte diesen bissigen Kommentar. Sie hatte ein großes Bündel geschultert und grinste mich geradewegs an. „Schon wieder da?“ „Ja, und wie du siehst hab ich bereits zwei in meinem Team. Das heißt du musst dein Versprechen einhalten.“ „Versprechen, was denn für ein Versprechen?“, unterbrach Misery mit fragendem Blick. „Ich habe ihr versprochen das ich mitkomme, wenn Creepcat zwei Mitglieder in ihrem Aufstandsteam hat.“, erklärte Luci und klopfte auf ihr Bündel. „Ich hab schon mal meine Sachen gepackt. Es gibt nicht wirklich viel was ich hier mitnehmen möchte, deshalb hat das Leinentuch von meinem Bett als Sack gereicht.“ Sie sah mich und Misery fragend an. „Wollt ihr denn nichts mitnehmen?“ Wir schüttelten die Köpfe. „Das einzige was ich mitgenommen hab, ist ein kleines Holzkreuz. Klamotten hab ich nicht mitgenommen, da das sowieso nur Stofffetzen sind. Da könnte ich doch gleich nackt rumlaufen.“, ich sah an mir herunter und war froh dass sie mich nicht in diese seltsamen Leinentücher eingewickelt hatten, die ich in meiner Zellenkleiderschrank hatte. „Ich sterbe eher als irgendwas was diesen asozialen Arschlöchern gehört mitzunehmen, geschweige denn was anzufassen.“,knurrte Misery zornig. „Du weist schon dass, das Bettzeug mit dem du mich beworfen hast der SCP gehört hat?“ Misery knurrte noch zorniger. „Und du?“, fragte Luci, Shy Guy nachdem sie Misery ausführlich gemustert hatte. „Ich besitze sowieso nichts außer dieser Maske...“, flüsterte Shy Guy mehr zu sich selber gewandt.

„Also ich denke wir sollten jetzt losgehen.“, meinte ich zu den anderen und nickte in Richtung Gang. „Es gibt noch viele andere die darauf warten befreit zu werden.“ „Wieso stürmen wir nicht einfach den Kontrollraum und öffnen die Zellen alle auf einmal?“, fragte Misery sichtlich genervt im Angesicht der bevorstehenden Arbeit. „Weil das meine liebe Misery,“, erklärte ich ruhig „zu einer Massenkarambolage führen würde, und das nicht gerade unser Ziel ist.“ „Was ist denn unser Ziel.“ „Unser Ziel ist es, alle die hier in SCP gefangen sind zu befreien. Und dass niemand zurück gelassen wird, egal wie durchgeknallt er ist, klar? Jeder hat ein Recht auf Freiheit!“ Um meine Rede dramatischer zu machen streckte ich meine Faust in Richtung der Decke. „JETZT STARTEN WIR DURCH!“, brüllte ich. Da ging das Licht aus. „Oh ein Stromausfall.“,sagte die Stimme die wohl Luci gehörte. „Toller Start. Jetzt sitzen wir hier im Dunkeln fest.“, murrte die Stimme die unverwechselbar die Miserys war. „Ich hab AAAANNNNNGGGGSSSTTTT!!!!!!!!!“, jammerte Shy Guy. Plötzlich schlang sich etwas um meine Brust und drückte zu. Es fühlten sich wie lange dünne Stricke an die mir die Luft aus den Lungenflügeln presste. „Bekomme....keine....Luft.....urgh....“, ich hustete und versuchte die Stricke von meiner Brust loszumachen, während die Dunkelheit mich umgab.


Fortsetzung folgt.

http://de.creepypasta.wikia.com/wiki/The_Creepacadamy_5_Apt_3_Neuer_Weg_und_neue_Kraft_Abschnitt_3

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