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Ein Gewirr von Stimmen umgab mich. Sie sprachen alle durcheinander und wie mir schien auch verschiedene Sprachen. Immer lauter wurden die Stimmen. Mein Trommelfell drohte zu platzen. Ich wollte mir die Ohren zuhalten aber meine Hände waren auf dem Rücken zusammen gebunden. Es war unerträglich. Mit aller Kraft gelang es mir meine Augenlieder ein Stück weit zu öffnen. Drei Männer in weißen Kitteln standen vor mir. Zwei muskulöse und breite Männer die links und rechts neben einem etwas kleineren, zierlichen Mann standen. „Es scheint sie wacht langsam auf.“, sagte einer der Männer auf Deutsch(Ja, auch wenn ich ihn Amerika aufgewachsen bin, ich wurde in Deutschland geboren und habe bis ich vier wurde auch dort gelebt. Deshalb verstand ich auch was die Männer sagten) „Sie wirkt aber noch etwas benommen. "Egon, wärst du so freundlich?“, bat ein anderer. Jetzt ging einer der beiden Schränke auf mich zu.

Ich spürte wie er seinen Fuß in meinen Bauch rammte. Immer und immer wieder. „Wirst du jetzt aufwachen, du niedere Kreatur? Du wertloses Stück Dreck? Du niederer Abschaum??“, brüllte er. Irgendwann ließ er von mir ab. Zum Durchatmen kam ich allerdings nicht, denn kaum entfernte sich sein Fuß von meinen, mindestens siebenmal gebrochenen, Organen, da spürte ich kaltes Metall an meiner linken Wange. Ich  schrie vor Schmerz als der Elektroschock mein Fleisch verbrannte. Der Mistkerl benutzte doch tatsächlich einen Taser(Elektroschocker). Mit aufgerissenen Augen, und dem Versuch nicht zu heulen(Wie fühlt ihr euch, wenn ihr gerade an einem fremden Ort seid, fremde Personen euch gegenüber stehen und ihr zu allem Überfluss noch ins Gesicht gelecktroschockt (gibt’s das Wort überhaupt?) werdet?!)starrte ich nun die Männer an die vor mir standen. Der Mistkerl, und ein weiterer Kerl trugen Uniformen auf dem „Security“(Sicherheitsdienst) standen. Der Mann in der Mitte trug einen Laborkittel, eine Brille und Handschuhe.  „Das hat aber gedauert.“, murrte er zu dem Mann der, von ihm aus gesehen, links stand. Dann wandte er sich zu mir.

„Entschuldige die grobe Begrüßung. Du musst dir jetzt bestimmt einige Fragen stellen wie; Wo bin ich? Was mache ich hier? Wer sind diese Menschen? Warum bin ich gefesselt? Nun, diese Fragen werde ich dir gleich beantworten. Zuerst will ich mich vorstellen; Mein Name ist Professor, Professor, Professor, ja ich habe drei Professoren Titel, Doktor, Doktor Richard Ben Johannes Lucas Lucius Maximilian Polyester. Aber alle nennen mich nur Dr. Polyester. Und die neben mir stehenden Wachmänner wären dann Egon…, “ er zeigte auf den Mann zu seiner Linken „und Alfred.“, er zeigte auf den Mann rechts von ihm. Die Wachmänner grunzten zur Begrüßung. „Wo bin ich?“, fragte ich auf Englisch, denn ich traute den Männern nicht, und deshalb sollten sie auch nicht erfahren dass ich deutsch problemlos verstand.

Der Mann notierte sich etwas auf seinem Klemmbrett, dass er in der Hand hielt. Dann sprach er weiter: „Hast du jemals den Begriff >>SCP<< gehört?“ Verneinend schüttelte ich den Kopf. „ SCP ist eine Organisation die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Menschheit zu schützen und zwar vor der zweiten Art von Lebensform, den>>Creepypasta Wesen<<. Diese >>Creepypasta Wesen<< haben es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen umzubringen, zu verspeisen und andere Dinge die zu ekelerregend sind um sie zu beschreiben. Und das tun sie schon mehr als 9004 Jahren!“ Dr. Polyester brach ab und knurrte etwas Unverständliches. Dann fuhr er lächelnd fort: „ Wir „sammeln“ diese Creepypasta Wesen und führen kleinere Tests mit ihnen durch um hinter ihre Krankheit zu kommen…“  „Wowowow, momentchen mal, seit wann ist es eine Krankheit, eine Creepypasta Figur zu sein?“, unterbrach ich ihn harsch. Wieder notierte er sich etwas auf seinem Klemmbrett. Nebenbei murmelte er: „Das hat seinen Grund, das hat seinen Grund,…“ Während der Onkel Doktor Romane auf sein hölzernes Klemmbrettchen schrieb, sah ich mir den Raum, in dem ich saß, genauer an. Der Raum war viereckig. Ein Metallbett stand in der rechts oberen Ecke, ein paar hölzerne Schränke standen in der linken Ecke, ein hölzerner Tisch und ein hölzerner Stuhl standen in der rechts unteren Ecke und ein paar Bücherregale in der linken Ecke. „Na gefällt dir dein neues Heim SCP-666?“ riss mich die Stimme von Dr. Polyester aus meinen Gedanken. „Bitte?“, fragte ich verwundert. „Wie haben sie mich gerade genannt?“ „SCP-666. Das ist dein Name, Abschaum!“, knurrte der Wachmann namens Egon mich an. „Äh, nein? So heiße ich nicht! Meine Name ist Creepcat und nicht SCP-605(?)!“, erwiderte ich. „Es ist uns egal wie du dich nennst. Dein Name ist SCP-666 und hier wird dich auch jeder SCP-666 nennen.“, murrte der andere Wächter feindselig.

„Ein paar Fragen hätte ich noch.“, sagte ich zu Dr. Polyester. „Dann stelle sie.“, verlangte dieser. „Also ich vermute mal dass ich auch diese *hüstel* „Krankheit“, in Anführungszeichen, habe.“ „ Ja, das Creepsyndrom, was ist damit?“ „Komme ich hier auch jemals wieder raus?“ „Unwahrscheinlich, sehr, sehr unwahrscheinlich.“, war die Antwort. Nachdem Dr. Polyester mindestens noch fünfzehn Minuten weiter auf seinem Block rumgekritzelt hatte, sagte er: „So das wär’s fürs erste. Eine kleine Auswahl an Essen kommt so um 6 Minuten.“ „Gibt es Proccuto(eine köstliche Art von Schinken)?“, wollte ich wissen. „Magst du Proccuto?“, fragte Dr. Polyester. „Darauf könnten ihre beide Wachmänner Gift nehmen und…, “ ich warf den Wachmännern die an der Wand lehnten böse Blicke zu, „ich hoffe das tun sie auch!“ Da musste Dr. Polyester grinsen. Die Wachmänner verzogen das Gesicht.

Als der Doktor, gefolgt von seinen muskelbepackten Begleitern, das Zimmer verlassen hatten warf ich mich aufs Bett und… „Autsch!“ Mann das war ja noch härter als ein Mettalbrett! Schnell flüchtete ich auf den Boden. >>Also, wie komme ich hier raus? Das ist die Frage…<<, überlegte ich. Ich ging zu den Schränken und öffnete sie(ach ja, die Wachmänner hatten mir die Fesseln natürlich abgenommen). In einem großen Kleiderschrank der bis unter die Decke ging, hingen an Kleiderbügeln weiße Nachthemden und an einem Haken, ein kleines Holz Kreuz aus dem ein paar rostige Nägel hervorstanden. Das Kreuz hatte eine kleine Schlaufe wie bei einem Armband mit Anhänger. Ich hing es mir ums Handgelenk, denn ich hatte die Vermutung dass es mir irgendwann nützliche Dienste erweisen würde.

Grade wollte ich die Schranktüren schließen, als ich etwas an der Rückwand des Schrankes glitzern sah. Bei näherer Betrachtung sah es aus wie…ein Spiegel! Ein Wandspiegel um genau zu sein! Vor Freude fing ich an zu lachen. Es konnte mir gar nicht schnell genug gehen den mannshohen Wandspiegel aus dem Schrank zu holen. Nachdem ich den Staub und die Spinnenweben entfernt hatte startete ich meinen ersten Fluchtversuch. „Bloody Barry, äh ich meine Moody Brary, äh, nein, das war es auch nicht, Bloody Mary, Bloody Mary, Bloody Mary, jetzt hab Ichs.“ Weil ich so aufgeregt war verhaspelte ich mich ein paar Male aber schlussendlich funktionierte es. Der Spiegel färbte sich erst blutrot und dann komplett schwarz. Mrs. Bloody Mary erschien.

„Wer wagt es mich zu stö…oh! Petit chaton, du hast mich gerufen? Aber sag mal, warum bist toi nicht in der Schule? Schwänzt du etwa die Schule?“ „Nein, nein Mrs. Bloody Mary warten sie, ich erkläre es ihnen…“ So schnell es ging erzählte ich was mir wiederfahren war und Mrs. Bloody Mary hörte mir schweigend zu. Als ich endete sagte sie: „Das ist ja grauenhaft!“ „Ich weiß die Lage ist schlimm aber…“ „Nein, davon habe ich gar nicht gesprochen! Das weiße Hemd passt nicht zu deinen yeux(Augen)!“ Ich facepalmte mich selbst. „MRS.BLOODYMARY!“, knurrte ich. „Oh Verzeihung, hihi, ein kleiner blaque am Rande. Nimm meine Hand und dann sind wir hier raus.“ Sie streckte ihre weiße, tote Hand nach mir aus. Ich zögerte. Langsam bewegte ich meine Hand in Richtung ihrer als ich plötzlich die Tür hinter mir aufgehen hörte. „Ich habe vergessen dir noch Blut abzu…heilige Scheiße! WACHEN, WACHEN, SCP-666 versucht zu fliehen!“ Dr. Polyester war anscheinend noch mal zurückgekommen. Verängstigt schaute ich zu Bloody Mary. „Schnell, beeil dich, petit chaton!“ Ohne zu zögern schnappte ich mir ihre Hand und schloss die Augen. Ich spürte wie ich mit einem Ruck nach vorne gezogen wurde und dann hörte ich das Geräusch von zerberstendem Glas. Als ich die Augen wieder aufmachte sah ich, wie das Klemmbrett des Doktors im Wandspiegel steckte. Der Spiegel bestand nur noch aus Scherben. Mein erster Fluchtversuch war gescheitert.

Doch ich hatte noch einen Versuch. Ich rannte mit voller Absicht auf Dr. Polyester zu, der ohne sein Klemmbrett, noch geschockt im Türrahmen stand. Erst in letzter Sekunde sprang er zur Seite und gab mir den Weg frei. Weit kam ich allerdings nicht. Kaum war ich in den Gang geschlüpft, schlossen sich Hände um meine Arme, meine Beine und meinen Katzen Schwanz sodass ich vollkommen fixiert war. Dr. Polyester hatte sich inzwischen schon wieder aufgerappelt. Nachdem er sich die Haare gerichtet und den Staub abgeklopft hatte ging er zu mir. Das Echo der Ohrfeige prallte an den Wänden des Ganges ab und so hörte man es 5 Sekunden lang. Blöd war, dass die Ohrfeige genau an der gleichen Stelle gesetzt wurde, wo der Teaser seine Spuren hinterlassen hatte. Doch ich unterdrückte den Schmerz. Es würde nicht helfen zu schreien. „Dachtest du wirklich, du könntest, so leicht, entkommen?!?!?“, giftete er mich an. „Sperrt sie wieder ein.“ Auch der zweite Fluchtversuch war ein Misserfolg.

Ich saß auf dem Bett und versuchte mich mit meinem Schicksal abzufinden als sich die Tür öffnete. In der Tür stand, nein, nicht Dr. Polyester, sondern ein junger Mann. Sein Alter konnte ich nicht einschätzen. Er hatte weißes Haar, helle Haut und trug Klamotten wie ein Koch. Naja außer der Kochmütze, die fehlte. Er lachte mich an. „Na, hungrig?“ „Noch nie was von anklopfen gehört?“, entgegnete ich. „Oh tut mir leid.“ Der Junge fuhr sich mit der einen Hand durchs Haar. „Ich bin es nicht gewohnt zu klopfen.“ „Das heißt du fällst immer mit der Tür ins Haus?“ fragte ich. „Ja kann man so sagen. Haha!“ Er setzte sich neben mir aufs Bett und streckte mir die Hand hin. „ Ach ja, hab ganz vergessen mich vorzustellen: Ich bin SCP-343. Naja so werde ich von den Doktoren genannt. Meine Mitarbeiter nennen mich „Gott“ wegen meiner Fähigkeiten. Aber mich selbst nenne ich Jason. Jason Böhm.“

Verwirrt starrte ich SCP-, nein Jason an. „Ach ja, wie heißt du denn?“, fragte der. „Oh, ä ich bin SCP-…“ „Nein, nicht die Nummer, deinen Namen, so wie du dich nennst!“ „Creepcat.“ „Oh, Creepcat, ein passender Name.“, Jason nickte andächtig. Irgendwie erinnerte er mich an jemanden. „Du scheinst verwirrt zu sein. Also ich werde von meinen Mitarbeitern Gott genannt, weil ich ihnen vorgegaukelt habe, alles zu können. Dabei ist das einzige was ich kann mich durch Wände zu Porten.“ „Hä?“, jetzt war ich noch verwirrter als vorher. „Ich gebe dir ein Beispiel. Was möchtest du essen?“ „Proccuto.“, antwortete ich. „Uund zu trinken?“ „Keine Ahnung. Coca-Cola?“ Er sah auf das Tablett das er auf seinen Knien balancierte. Auf einem Teller lag ein undefinierbarer Mix aus Fleisch und Gemüse Stückchen. Dazu ein Plastikbecher gefüllt mit einer schwarzen Substanz in der grüne, rote und braune Würfel gemächlich ihre Runden zogen. Messer und Gabel gab es nicht. Verständlich.

„Ich weiß vielleicht nicht Was das ist, aber ich weiß dass es Nicht gesund ist!“, sagte ich und stupste die Brühe an. Auf einmal bewegte sich der Haufen und vor Schreck schlug ich Jason das Tablett von den Knien. Es flog durch den halben Raum und landete auf dem Boden. Jetzt kam Bewegung in den Haufen. Er gab quietschende und gurgelnde Geräusche von sich, das sich wie Geschimpfe anhörte, als es aus dem Zimmer kroch. Entgeistert starrte ich Jason an. Der blickte der Schleimspur hinterher die der Essenshaufen zurückließ. Wir schwiegen. Dann brach Jason die Stille: „Wow, jetzt hat sich Mr. Mix aber selbst übertroffen!“ Auch ich hatte meine Stimme wieder gefunden. „M-, Mr. M-, Mix?“ „Ja, er ist der Creepypasta Koch hier und einer der ältesten Creepypasta Wesen überhaupt. Manche behaupten sogar, er sei älter als der Slenderman.

Normalerweise kocht er gut. Meistens aus der italienischen Küche. Aber in der letzten Zeit  werden seine Kreationen immer grauenvoller. Er sagt dass ein guter Koch auch mal ausprobieren muss aber ich glaube er macht das nur um die SCP Mitglieder zu ärgern. Sie bekommen nämlich seine allerschlimmsten Kreationen vorgesetzt. Sie sind zwar nicht tödlich, aber sie schmecken so grauenhaft, sobald die SCP Angestellten, außer mir, den Fraß runtergewürgt haben rennen sie reihenweise aufs Klo um sich zu übergeben.“ Er kicherte. „Aber wieso sagtest du >>außer mir<<? Verträgst du das Zeug etwa?“ „Nein, ich bekomme es gar nicht mal vorgesetzt!“ „Hä?“ „Mr.Mix ist ein persönlicher Freund von mir. Deshalb bekomme ich Gerichte aus dem Rezeptbuch sowie, Spagetti oder Pizza oder manchmal Lasagne.“

„Also, du wolltest Cola und Proccuto, richtig?“ „Hä, ja, glaube ich…“ „Dann einen Moment bitte.“, erklärte Jason und lief auf die Wand zu. Kaum war er verschwunden spürte ich eine Hand auf meiner Schulter. Als ich mich umdrehte saß dort Jason und drückte mir eine Packung Proccuto und ein Dose Coca-Cola in die Hand. „Danke, aber Jason, wenn du dich durch Wände porten kannst, warum verlässt du diesen Ort nicht?“, fragte ich ihn während ich in Windeseile die Folie der Packung entfernte. „Also, früher, da habe ich im Prag gelebt. War auch ganz glücklich dort, aber irgendwann hat mich jemand dabei erwischt wie ich mich geportet habe und das hat die SCP dann natürlich spitzgekriegt. Sie nahmen mich mit in ihr Hauptquartier und sperrten mich in ein Zimmer aber, tja, wie du weißt nutzt das bei mir ja nicht. Aber irgendwie fand ich es dort bequem. Ich schleppte meine Möbel dorthin, du musst wissen bis dahin wohnte ich allein, verklickerte ihnen ich hätte das Universum erschaffen und weiteren Schwachsinn, und jeden Tag kam jemand mit dem ich reden konnte. Irgendwann boten sie mir an für sie zu arbeiten und da ich nichts anderes zu tun hatte hab ich ja gesagt. Also laufe ich  jeden Tag rum und bringe mit anderen Kollegen das Essen den SCP Insassen. Ich werde zwar häufig angebrüllt aber sonst geht es mir ganz gut hier.“

Wir unterhielten uns noch eine Weile, und ich weiß, ihr werdet jetzt fragen warum ich ihn nicht gebeten habe mich rauszuschmuggeln. Das liegt daran das er A: Ein Mitglied der SCP ist und B: Das ich nicht wollte das er wegen mir ärger bekam. Als er gerade gehen wollte fiel mir noch etwas ein was ich fragen wollte: „Jason, du kennst dich doch mit den anderen Insassen hier aus, oder?“ „Ja, warum?“ „Gibt es auch einen der den Namen: „Something Worse“ trägt?“ Jason hielt für einen Moment inne. „Oh nein, nein, nein, nein, nein, ich weiß zwar Wen du meinst aber der ist schon lange tot. Oder besser gesagt verbannt.“, erklärte Jason grinsend. „Verbannt wo hin?“, fragte ich ihn neugierig. Ich wollte wissen wo sich dieser Something Worse aufhielt. „Verbannt aus Zeit und Raum. Ich würde dir gerne seine Geschichte erzählen, aber die Geschichte ist lang, sehr lang und ich muss SCP-106 sein Futter bringen. Das Ding macht mir Angst. Vor allem kann es durch Wände gehen wie ich.“ Jason schüttelte sich einmal und ging dann. Kurz bevor er die Tür schloss drehte er sich noch einmal um und verabschiedete sich.

Ich lag auf meinem Bett und las ein Buch als es klopfte. „Jason, bist du’s?“, rief ich der Tür entgegen. „Ich bin es, Dr. Polyester. Darf ich reinkommen?“ Der Typ klopfte und fragte ernsthaft ob er reinkommen dürfte. Ich wurde misstrauisch.

„Nein!“, gab ich murrend zurück. Quietschend öffnete sich die Tür. Dr. Polyester trat ein. Überraschender Weise war er allein. „Wo sind denn ihre beiden muskelbepackten Freunde geblieben?“, frage ich mit leichtem Spott in der Stimme. Hatte er etwa keine Angst, dass ich ihn in Proccuto verwandeln würde wenn seine Bodyguards nicht anwesend waren?

„Ich habe sie heute weggelassen, da ich der Überzeugung bin dass sie heute nicht nötig sein werden. Obwohl sie eine Creepypasta Figur sind und ich ein normaler Mensch, sind wir sicher beide der Überzeug normal miteinander reden zu können. Wir sind schließlich erwachsene Leute.“ „Ich bin zwar noch eine in Ausbildung und erst siebzehn, aber na gut. Kommen sie jetzt endlich zur Sache!“, sagte ich und setzte mich auf. „Ich werde jetzt ein paar kleine Experimente mit ihnen durchführen…“ „NEIN!“, unterbrach ich ihn. Dr. Polyester schaute mich überrascht an. Dann lächelte er. „Bitte was?“, fragte er. „Ich werde ihnen nicht erlauben mit mir irgendwelche kranke Versuche zu machen. Sie halten mich schon gegen meinen Willen hier drinnen fest. Ich werde ihnen nicht auch noch erlauben irgendwas mit mir zu machen!“, knurrte ich feindselig.

„Aber das ist doch zu ihrem Besten. Wenn sie uns unsere Arbeit machen lassen, dann finden wir vielleicht auch einen Weg sie wieder zu einem normalen Menschen zu machen…“

„Wer hat gesagt dass ich wieder normal werden will?!“, unterbrach ich ihn zum zweiten Mal. Dr. Polyester lächelte immer noch. Irgendwie wurde er mir langsam unheimlich. „So beruhigen sie sich doch. Glauben sie mir: Niemand den ich kenne würde freiwillig ein herzloses und gewissenloses Monster sein. Wissen sie…“ Doch ich unterbrach ihn ein drittes Mal: „Tja dann bin ich halt niemand!“ Okay, dass hatte es nicht gebracht, gebe ich zu. „Außerdem sind nicht alle herz-und gewissenslos! Manche sind schüchtern und aufrichtig, manche sind klug und gebildet und manche sind sogar richtig lieb und….fürsorglich….“ Ich dachte an Jeff und senkte den Kopf. Plötzlich hörte ich ein durchgeknalltes Lachen. Im Türrahmen stand ein Mann ca. 18-25 Jahre alt. Er war komplett in Weiß gekleidet. Nein wirklich! Er sah aus als wäre ein Vampir in einen Schneesturm geraten, so weiß war er. Kurze weiße Wuschelhaare die die Form eines Igels hatten(Also wie Stacheln die vom Kopf abstehen). Ein weißer Laborkittel der aussah wie ein Umhang und dazu ein weißes Paar Hosen dass in weißen Stiefeln steckte. Seine Haut war fast so blass wie die von Jeff. Das einzige farbige waren seine grauen Augen und das auf jedem Kleidungsstück dass er trug mindestens ein goldenes Kreuz abgebildet war.

„Mr. Capter, was machen sie denn hier?“, fragte Dr. Polyester überrascht. „Mir den neuen Wildfang Ansehen der es um ein Haar geschafft hätte tatsächlich aus SCP zu fliehen. Und dabei weiß jeder dass das SCP Gebäude das sicherste Gefängnis ist das auf diesem Planet zu finden ist.“, antwortete der Mann in Weiß. Jetzt ging er zu mir. Er beugte sich zu mir runter und flüsterte: „Merk es dir: Niemand kommt hier rein, geschweige denn raus. Nicht solange ich, White Capter, Leiter der SCP bin.“ Zu Dr. Polyester gewandt sagte er: „Was wollten sie gerade mit ihr machen?“ „Ein paar kleine Tests, so wie Reaktionsfähigkeit und Blut abnehmen, so circa 2Liter. Aber sie weigert sich strikt.“, antwortete Dr. Polyester. „Das tun alle anfangs. Aber wenn man sie richtig zähmt und die richtigen Beruhigungsmittel verwendet, werden sie ganz handzahm und man kann sie steuern.“ White Chapter grinste mich an. „So und jetzt sei ein braves Mädchen und halt still.“

„Nein…“, murmelte ich und krabbelte auf meinem Bett rückwärts in die Ecke. Dr. Polyester ging langsam auf mich zu, in der linken Hand eine Spritze, die mit einer blauen Flüssigkeit gefüllt war. „Nein…“, flüsterte ich und hielt meine Hände schützend vor meinen Körper sodass die Handflächen nach außen, in Richtung Dr. Polyester und White Capter zeigten. „Keine Angst.“, summte Dr. Polyester. „Bald wird alles vorbei sein. Und jetzt halt still.“

„BLEIBEN SIE WEG VON MIR!!!“, brüllte ich. Da ich die Augen geschlossen hatte, sah ich nicht, dass sich die Luft vor mir anfing zu kräuseln. Alles was ich mit bekam war der Luftdruck der mich gegen die Wand presste und die Schmerzensschreie von Dr. Polyester und White Capter, wo einer in ein gequältes Gurgeln überging. Dann war alles still. Vorsichtig öffnete ich ein Auge und erschrak. White Capter lag in einer Ecke und winselte vor Schmerz, die Hände vors linke Auge gepresst, von Dr. Polyester allerdings war nichts mehr übrig. Nur eine Blutlache und verquirlte Gedärme die teilweise an den Wänden hingen blieben zurück. Das konnte doch unmöglich ich getan haben. Immer noch geschockt näherte ich mich White Capter. „Hören Sie, das war keine Absicht, also, äh, ich meine….“ Vorsichtig streckte ich meine Hand in seine Richtung. Wie ein verletztes Tier das in eine Bärenfalle getappt war sah er mich jetzt an. „BLEIB WEG VON MIR DU HÖLLENKREATUR!!!“, brüllte er und drehte sich von mir fort. Erschreckt ging ich einen Schritt zurück, als plötzlich etwas klimperte. Ich saß nach unten. Ein…Schlüssel?! Zögernd nahm ich den Schlüssel und entfernte von ihm etwas Darm um zu lesen was darauf stand: „Universal Schlüssel. Nur für Mitarbeiter Klasse A.“ >>Universal Schlüssel? Das bedeutet doch, dass er alle Türen öffnet. Also in dem Gebäude hier. Aber Mitarbeiter Klasse A? Ich glaub, dass muss ich nicht verstehen. << Ich schloss die Tür auf. Schnell nach allen Seiten umgewandt, keine Wächter, supi! Leise schloss ich die Tür hinter mir und obwohl es mir zu wieder war Personen einzusperren(vor allem in so einem blutigen Zimmer), hielt ich es für sicherer die Tür abzuschließen. Ein grauer langer Gang der nur in eine Richtung führte erstreckte sich vor mir. Ich atmete noch einmal tief durch und dann ging ich los, naja wollte ich, denn bevor ich den ersten Schritt in Richtung Freiheit tat ging das Licht aus. Dunkelheit umgab mich.

Fortsetzung

http://de.creepypasta.wikia.com/wiki/The_Creepacadamy_5_Apt_3_Neuer_Weg_und_neue_Kraft_Abschnitt_2

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