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Mein Schädel tat mir unglaublich weh. Ich sah nichts als absolute Schwärze immer wieder schaute ich ob ich Licht sah, aber da war keins. War so das Leben nach dem Tod. Ich vernahm einen leichten Druck, es fühlte sich komisch an. Ich versuchte die Augen zu öffnen, etwas hinderte mich daran. Sollte ich überhaupt die Augen aufschlagen. Ich machte vorsichtig ein Auge auf und dann das Nächste. Ich schaute sich um. Ich befand mich in einem Zimmer. Es war voll mit medizinischen Geräten und ein leichtes Piepsen kam von einem Herzmonitor. In der Ecke saß ein Polizist, aber er hatte ein gewöhnliches Gesicht, nicht das Gesicht von Jeff. Mit einer finsteren Miene sah mich der Latino an. „Sie ist wach“, sprach er in ein Funkgerät.

„Wo bin ich?“, fragte ich völlig benommen. „Du bist im St. Marys Hospital“, antworte der Mann zornig zu mir. „Ah, mein Kopf....warum bin ich festgebunden?“, erst jetzt bemerkten ich warum  ich nicht aufstehen konnte: Mit zwei großen Bändern hatte man mich an das Krankenbett fixiert. „Das müsstest du doch selbst wissen du Verrückte“, fuhr der Mann mich an. Angespannt überlegte ich; ich wusste dass ich nach Hause gegangen bin und dann. „Nein......das kann nicht wahr sein. Ich habe doch nicht meine Tante....“ „Doch hast du und unter anderem meinen Freund Charlie du Miststück“, keifte er mich an; Sein Blick verriet mir alles. Ein Arzt kam herein „Doktor, was ist passiert?“, fragte ich nervös, als die Tür aufging. Hinter der Tür konnte ich deutlich zwei weitere Polizisten sehen. „Was sollen wir ihnen schon groß sagen, Miss Arkensaw“, sagte der Arzt  auch er schien das Treffen mit mir nicht besonders zu genießen. „Sie haben einen Amoklauf gestartet und wollten sich mit einer Kugel das Gehirn weg schießen“, meinte der Arzt zynisch. Es war keine sonst so gespielte Nettigkeit dabei wie ich sie von anderen Ärzten kannte, sondern nur kalte Ablehnung. „Aber.....dass wollte ich doch nicht. Ich...“, „Sparen sie sich dass alles für die Klapsmühle“, unterbrach der Polizist mich. „Klapsmühle, sie meinen eine Irrenanstalt“, mir wurde ganz schlecht. 

So weit ist es gekommen. Ich habe meine Tante und ein paar Unschuldige getötet und nun sollte ich in eine Anstalt kommen. Mein Leben war nun endgültig zerstört. 


1 Monat später.......

Nachdem meine Verletzungen geheilt waren, kam ich in die Paul Vincent Besserungsanstalt. Schon von weiten sah ich das Gebäude. Vier Polizisten brachten mich hinein, ich konnte bereits sehen das Ausbrechen von hier Zwecklos war. Es gab vier Wachtürme in denen Scharfschützen postiert waren, die hohen Mauern waren mit Stacheldraht umzäunt und überall waren Wachhunde, die aufmerksam jeden beobachten. Im inneren des Gebäudes erwartete mich das Grauen: Ich hörte das Lachen von Irren oder Schreie. Einige der Patienten waren auch draußen darunter ein älterer Junge der mit der Wand sprach und dann auf sie losging worauf ein Pfleger ihn aufhielt. Eine ältere Dame tauchte auf. Sie zeigte keine besondere Freundlichkeit. „Du musst die Messerstecherin sein“, sagte sie arrogant zu mir. Ich blickte sie an. Sie hatte kurze graue Haare, war etwas mollig und graue harte Augen. „Also dann komm mit“, sagte sie und ich folgte ihr. Meine Kleidung musste ich gegen einen grauen Anzug austauschen, ich wurde mehrfach durchsucht. Anschließend wurde ich von zwei kräftigen Wachmännern in eine Zelle geworfen. Als sie weg waren sah ich mich um; das Zimmer war sehr dunkel. Ich befand mich einen gepolsterten Raum, der irgendwie komisch roch, nur ein kleines Licht an der Decke spendete etwas Helligkeit. Ich setzte mich in die Mitte des Raumes. Eine tiefe Hoffnungslosigkeit überkam mich, ich vergrub meinen Kopf in meine Arme um still und leise zu weinen.


„Was machst du denn hier?“, hörte ich plötzlich aus einen der Ecken jemanden sagen. „Ist da wer?“, fragte ich ängstlich. Ich wusste nicht dass noch jemand drinnen war. Aus der dunkel Ecke erhob sich was, eine dunkle Gestalt kam auf mich zu. Ich bekam Angst was wenn mir die Person etwas antun wollte, die Person kam mit hinkenden Schritten immer näher. „Bitte tue mir nichts“, flehte ich sie an, ich malte mir bereits aus wer da hervor kommt, doch dem war nichts so. Aus dem Schatten zeigte sich ein blondes zierliches Mädchen. Sie hatte die selben Kleider an wie ich, nur dass sie etwas gebrauchter aussahen. Vorsichtig tastet sie sich durch den Raum. Zuerst sah ich es nicht genau, doch dann erkannte ich ihr Problem. Sie war blind. Ihre Augen waren mit einem blutigen Verband zugebunden. Das Mädchen blieb vor mir stehen. Sie war vielleicht 16 ihre Haare waren etwas fettig und Blut klebte an ihrem Gesicht. Ich war dem Mädchen sehr skeptisch „Wie heißt du ?“, fragte das Mädchen mich, „Jane“, antwortete ich knapp wobei ich soviel Abstand wie irgend möglich mit ihr haben wollte. „Hallo Jane, mein Name ist Nancy“, stellte sich das Mädchen vor, sie kam immer näher auf mich zu und schien nach mir zu greifen. Ich wich ihr immer aus, doch das Zimmer war so kein dass sich dies nicht von dauer war. „Oh tut mir Leid, meine Unhöflichkeit. Aber darf ich dein Gesicht anfassen“ „Was?!“, fragte ich sie erstaunt „Das mache ich immer. So kann ich mir Menschen besser vorstellen“, sagte sie. „Ok, aber nur kurz“ Widerwillig ließ ich mein Gesicht von ihr anfassen. Nancy ließ sich viel Zeit, scheinbar wollte sie sich jede Narbe und jede Unebenheit  einprägen. „Weswegen bist du hier drinnen?“, fragte das Mädchen „Ich bin durchgedreht und meine Tante plus weitere Menschen niedergestochen habe weil sie das Gesichts meines Peinigers hatten. Anschließend wollte ich mich umbringen“, sagte ich schonungslos zu ihr „Ah, kommt mir bekannt vor, bei mir war es weil ich meinen Vater getötet habe. Er hat sich seit ich 11 war an mir vergriffen und als ich dann sagte dass ich zu Polizei gehen stach er mir die Augen aus. Ich habe das selbe bei ihm gemacht, nur dass ich zu Tief gestochen habe“, sagte Nancy und setzte sich neben mich. 

Irgendwie mochte ich Nancy, sie war die Erste die mich nicht dumm angesehen hatte wegen meiner Narben oder meiner Haut. Wir hatten sehr viele Gemeinsamkeiten, nicht nur das Töten sondern auch normale Dinge wie Bücher, Musik oder Hobbys. Als ich ihr von Jeff erzählt habe, schien sie keine Angst zu haben, im Gegenteil „Falls dieser Typ  herkommen sollte werde ich ihn persönlich sein Grinsen aus dem Gesicht schneiden verlass dich drauf“, hatte sie mir versprochen. Auch wenn es seltsam war, aber Nancy half mir ein wenig meinen Restverstand zusammenzuhalten. Jeder Tag begann immer gleich: Wir wachten auf, aßen unser Essen und taten alles um die Zeit Tod zuschlagen. Wir spielten oft “ Wer bin ich“ oder andere Ratespiele. Ich wollte oft wissen wie Nancys Augen aussahen doch sie weigerte sich, sie meinte dass sie mir dass sie mir ihre beiden leeren Augenhöhlen nicht antun wollte. Irgendwann beschlossen wir beste Freundinnen zu werden. 

Eines Tages wurde unsere Tür geöffnet. „Hofman, Arkensaw. Ihr dürft raus“, sagte der Mann „Wie wir dürfen raus?“, fragte ich verblüfft „Ihr seit jetzt seid 2 Wochen da drinnen und habt euch nicht umgebracht. Die Direktorin hat eure Aufenthalts Bedingungen gelockert“, sagte der Pfleger. Ich war schockiert: Nancy und ich waren 2 Wochen schon in der Zelle und alles was die Direktorin wissen wollte, war ob wir uns gegenseitig umbringe um unseren geistigen Zustand zu analysieren. Ich war wütend aber auch froh. Ich half Nancy nach draußen in dem ich ihr die Hand gab und sie raus führte. Wir Beide bekamen ein frisches Bad, neue Kleidung und sogar Schuhe. Es war zwar keine wirkliche Freiheit aber immerhin besser als in der Deprimierenden Zelle zu hocken, obwohl ich mich an diese kleine Welt schon gewöhnt habe. Wir bekamen auch ein neues Zimmer. Es war viel größer als die Zelle und heller. Wir hatten jeweils zwei richtige Betten und ein eigenes Bad. Es erinnerte mich an das Zimmer von der Jugendherberge als ich in der 4 Klasse dort bei einen Schulausflug dabei war. Ich erzählte Nancy jeden Detail unserer neuen Behausung, doch sie schien es nicht gerade zu mögen. „Mir sind dunkle Zimmer lieber. Das Licht mag ich nicht besonders“, sagte sie zu mir. Unser Essen bekamen wir nicht mehr durch eine Klappe sondern mussten es uns aus einer Kantine holen. Die Kantine war ein sehr merkwürdiger Ort. Es herrschte eine starke Anspannung alle Insassen wurden von 15  bewaffneten Wachmänner und 20 Pflegern überwacht. Jedes Mal wenn wer aufstehen wollte, musste man die Hand hochheben um den Pflegern sagen was man tun will. Wollte man auf die Toilette mussten zwei Pfleger mitkommen um sicher zu gehen dass der Patient nicht sich oder anderen Schaden wollte. Nancy und Ich saßen bei einem Zweiertisch. Ich musste mich immer wieder umsehen, es war regelrecht unheimlich, hier zu essen. „Ignoriere sie einfach“, flüsterte Nancy zu mir. Sie hatte immer noch den blutigen Verband, trotz Aufforderung der Pfleger wollte sie ihn nicht abnehmen. „Das ist schwierig“, antworte ich missmutig ihr. „Das ist es nicht. Die Welt ist das was wir daraus machen“, sagte sie ruhig und aß weiter. Ich musste staunen. Obwohl ich ihr alles über mich erzählt habe, war Nancy für mich ein großes Geheimnis. 

In dieser Nacht konnte ich nicht schlafen. Wahrscheinlich weil ich nun das Gelächter und die Schreie der anderen Patienten viel besser hörte. Starr blickte ich auf die Decke und zählte dabei leise die Dinge auf, die ich Jeff antun will. Das machte ich seit ich in der Anstalt war. „Hey kleine Schneewölfin“, hörte ich Nancy neben mir. Sie hatte mir den Spitznamen gegeben seit ich ihr gestanden hatte dass ich bleich bin und Jeff mich Schneehase immer genannt hatte. Sie fand dass ich nichts von einem Hasen hatte und nannte mich deshalb Schneewölfin. „Was ist denn?“, flüsterte ich „Ich werde in der nächsten Zeit von hier ausbrechen.“, flüstert sie mir zu. „Wie denn das?“, fragte ich sie skeptisch. Ich wusste dass die Anstalt sicher war. „Meine Schwester will mich hier raus holen. Ich muss nur darauf warten, bis das mir das Zeichen gibt“, sagte sie mir. „Du hast eine Schwester?“, fragte ich sie „Nicht eine, viele. Wir sind viele Schwestern.“, sagte sie euphorisch. „Jane, ich möchte dass du mitkommst“, sagte sie zu mir „Warum denn das?“, fragte ich sie „Weil du mir wichtig bist deswegen. Aber vor allem will ich dir helfen, deine Rache an diesen Jeff zu bekommen und die wirst garantiert nicht hier erhalten“, erklärte sie mir. Ich schaute sie an. Fragte mich ob es diese Schwestern gab oder eventuell eine Wahnvorstellung waren, aber ich wollte Nancy nicht verlieren. „Ich überleg´ es mir“, sagte ich zu ihr „Aber überlege nicht zu lange“, flüsterte sie zu mir und drehte sich wieder auf die Seite. 

Die Tage vergingen. Am nächsten Morgen, wollte ich mit Nancy über die letzte Nacht reden, doch sie blockte ab. Ich und Nancy mussten zusätzlich noch zur Gruppentherapie gehen, eine Sache die nicht nur peinlich sondern auch schräg war. Wir waren zu zehnt und ein Therapeut mit einer Waffe an seinen Gurt. Dazu noch ein bewaffneter Wachmann. Es gab viel zu Hören von Leuten die Stimmen hörten bis hin zu welche die meinten das ihre Mutter gesagt hätte sie solle sie töten. Am schlimmsten war jedoch Martin, ein seltsamer Junge. Er hatte ein Mädchen das er mochte vergewaltigt und anschließend ihre Leiche geschändet. Er sah immer wieder zu mir und sagte wie süß ich doch sei und wie gerne er mit mir genau das selbe machen will wie mit seinem Opfer. Ich wollte nur noch von hier weg. Eines schönen Tages, gingen alle halbwegs gesunden Patienten nach draußen. Hier durften wir etwas Sport treiben oder uns anderweitig Beschäftigen. Ich hatte mir ein Buch aus der Bibliothek genommen und las Nancy daraus vor. 

Plötzlich tauchte Martin auf, er hatte einige der anderen Jungen zusammen getrommelt, alle schauten mich fixiert an. "Gehen wir lieber wieder zurück in die Zelle", sagte ich zu Nancy. "Lass dich doch nicht von diesen Idioten herumschubsen. Bist du nun ein Hase oder ein Wolf?", fragte sie mich ernst. Martin kam auf mich zu "Hey, du", sagte er zu mir. Ich versuchte ihn zu ignorieren " Hey ich rede mit dir!", fuhr er mich an und packte mich an meiner Schulter. Plötzlich ging Nancy dazwischen "Lass sie in Ruhe, Martin", sagte sie zu ihm. "Oder was? Ich lass mir doch nichts von einer blinden.....", weiter kam Martin nicht als Nancy wie aus dem nichts auf ihn einschlug. Martin warf sie von ihm runter, man konnte deutlich sehen, dass sie ihm die Nase gebrochen hatte. Er schlug auf sie ein, doch Nancy schlug so fest sie konnte in seinen Bauch und der Junge ging K.O. " Was ist hier los!", schrie die Direktorin, die noch zwei Wachmänner dabei hatte "Martin wollte sich an Jane vergreifen", sagte Nancy und wischte sich das Blut aus dem Gesicht. Verblüfft blickte sie Nancy an. "Nun gut. Bringt Mister Kelson in die Sicherungszelle. Hofman das ist deine erste Verwarnung", ermahnte die Direktorin sie und Martin wurde weggebracht. "Wie hast du das gemacht?", fragte ich sie erstaunt. "Warum, das war doch nichts", sagte sie gleichgültig zu mir, ich war völlig sprachlos, auch die anderen Patienten waren überrascht und blieben von Nancy fern. "Lest du mir bitte weiter vor?", fragte sie mich in einem ruhigen Ton. "Sicher", sagte ich immer noch etwas verwirrt  und las das Buch ihr weiter vor.

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