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„Janie, bist du noch da?“, Tante Tonys Stimme brachte mich wieder zurück in die Gegenwart. Wir waren nicht mehr im Krankenhaus sondern saßen in einem kleinen MINI-Copper während im Radio eine Band lief die ich nicht kannte. „Wo sind wir?“, fragte ich etwas benommen „In New York, Dummchen“, sagte sie liebevoll und hielt in einer Gegend mit Blockhäuser an. „So wir sind da“, sagte sie als sie das Auto anhielt. Ich stieg aus und betrachtete die Gegend. Es war anders als die Gegend aus der ich kam. Statt Häuser und Gärten nur Wohnblocks und Dreck, nur einige kränklich aussehende Bäume ließen etwas Natur zu. Ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit überkam mich. „Komm, Jane ich habe etwas Suppe gekocht“, sagte sie und ich ging mit ihr stillschweigend mit. Antonias Wohnung war im Dritten Stock. Ich nahm mir vor nach Möglichkeit nicht mit den neuen Nachbarn zu reden, die zum Großteil aus Freaks bestand. „So da wären wir“, sagte Tante Tony als wir vor einer Tür standen auf der die Nummer 45 stand. Beim Eintritt der Wohnung war ich etwas überrascht: Alles war sauber und ordentlich. Zwar konnte man über die dortige Deko die aus Plastikschädeln, schwarzen Kerzen und anderen okkulten Zeug bestand nicht wirklich sagen das es normal war, aber wenigstens war es nicht so schlimm wie draußen. „Du wirst im Gästezimmer schlafen. Wir können ja morgen ein wenig bummeln gehen falls es dir nicht gefällt“, sagte sie und ging in die Küche. Ich folgte ihr auch hier merkte man deutlich dass sie in der schwarzen Szene unterwegs war. Ein köstlicher Duft kam aus der Küche. „Ich hoffe du magst Nudelsuppe und frisch gebackenes Brot“, sagte meine Tante während sie die Suppe in zwei weiße Suppenteller gut einfüllte und mir eine vorstellte. 

Das Essen verlief schweigend. Keiner wusste so genau was er sagen sollte. Ich löffelte meine Suppe leer und aß etwas Brot dazu, Tony blickte mich immer wieder fragend an. „Ich habe dich an eine Schule angemeldet. Es ist eine recht gute“, sagte sie ich blickte kurz auf um dann still weiter zu essen. „Willst du irgendetwas von mir wissen. Brauchst du irgendwas; Wichtige Medikamente?“, fragte sie mich doch ich blieb immer noch ruhig. „Kann ich in mein Zimmer gehen?“, fragte ich sie gleichgültig „Ähm...ja natürlich. Deine Sachen sind schon drinnen das zweite Zimmer rechts“, sagte sie worauf ich schweigend aufstand. Das Zimmer zu finden war nicht schwer, ich öffnete die Tür, bereit irgendeine Art Folterkammer vor mir zu haben, doch ich wurde wieder enttäuscht. Ein grünes freundliches Zimmer begrüßte mich. Es waren Pflanzen in den Ecken, Holzverkleidung an der Decke und ein großes Bett mit bunten Kissen lud ein sich fallen zu lassen. Es erinnerte mich ein wenig an mein altes Zimmer, wahrscheinlich war dass sogar von Tante Tony gewollt. Ich bemerkte auf dem Schreibtisch meines Zimmers ein Foto. Ich kannte es, es war unser Familienfoto. Mom, Dad und ich waren damals bei einem Picknick. Wir blickten allen lachend in die Kamera. Wir sahen so glücklich aus. Ich nahm das Foto an mich und drückte es an die Brust, worauf etwas zu schmerzen begann. Ich zog mein blaues Shirt was ich an hatte etwas runter. Es waren Brandnarben zu sehen, eine seltsam längliche Narbe, zog sich von meinen Hals hinunter zur Brustmitte. Dort war eine mittelgroße verformte Narbe, die fast wie ein Herz aussah. Es war die Narbe von der Halskette, die Jeff mir geschenkt hatte. Sie muss sich während des Feuers eingebrannt haben. Ich legte das Foto wieder auf den Tisch und fand einen kleinen Rucksack. Meinen Rucksack. Ich fing an darin zu kramen. In dem Rucksack befand sich mein Handy, mein Geldbeutel und ein Buch was ich für ein Projekt lesen sollte. Dann spürte ich etwas darin. Es war aus Plastik und machte Geräusche. Ich zog es heraus. Es war tatsächlich eine Plastiktüte mit dem Logo des Krankenhauses das mich behandelt hatte, darin schimmerte etwas. Ich machte die Tüte auf. Ein Metallener, fauliger Geruch stieß mir ins Gesicht. Dann sah ich was es war. Es war die Halskette die mir Jeff geschenkt hatte. Angewidert ließ ich den Schmuck fallen. Es war eine grausame Erinnerung. Blut klebte daran; Ich warf das Ding, aus dem Fenster raus. Ich wollte es nicht meiner Nähe haben. Es klopfte an der Tür und meine Tante kam herein. „Hey Janie, kann ich rein kommen?“, fragte sie mich „Es ist deine Wohnung“, antwortete ich etwas aufmüpfig worauf sie hereinkam. Sie setzte sich neben mich und starte mich eine kurze Zeit. „Hör, mal ich weiß es ist nicht einfach für dich.....“ „Nicht einfach?!“, unterbrach ich sie „Meine Eltern sind Tod und so ein durchgeknallter Messerstecher ist hinter mir her, weil er meinen Wangen aufschneiden will“, sagte ich wütend  „Ich weiß, aber irgendwie muss das Leben weitergehen. Schau ich habe meine große Schwester verloren und meinen Schwager. Alles was mir geblieben ist bist du. Klar, ich bin wahrscheinlich nicht das beste Beispiel einer Tante, aber ich möchte mich dennoch um dich kümmern, aber du musst auch dazu etwas beitragen“, sagte sie zu mir. Ich drehte mich zu ihr um, sie hatte den selben Gesichtsausdruck, wie meine Mutter wenn sie mir versuchte zu helfen. Ich schaute sie nachdenklich an. Sie hatte recht. Sie war die letzte mir verbliebene Verwandte und ohne sie wäre ich wahrscheinlich in ein Heim gekommen.  „Ich werde es versuchen“, versprach ich ihr mit einem ruhigen lächeln und ihre Miene wurde zu einem Lächeln. „Du wirst es nicht bereuen“, versprach sie während sie ihre Hand schwesterlich auf meine Schulter legte. 

Einige Monate später.....

Inzwischen ging es mir viel besser. Meine Narben hörten auf zu schmerzen und waren teilweise verschwunden, dank Hauttransplantation und einigen Chirurgischen Eingriffen. Auch verstand ich mich etwas mit Tony, es fiel mir nur schwer sie als meine Tante anzusehen, deshalb nannte ich sie lieber Tony, da sie mehr eine große Schwester für mich war. Es war Sonntag, während die Andere in der Kirche waren, sind wir spät aufgestanden und haben uns eine alte Cartoonserie angesehen. Tony und ich saßen gemütlich auf der Couch dazu aßen wir süßes Müsli. Ich mochte diese Momente, es sind gut drei Monate vergangen und Jeff hat mich nicht belästigt. Es waren einfache aber wunderbare Momente, die ich mit Tony verbracht hatte. „Wir unterbrechen diese Serie für eine Eilmeldung“, sagte eine männliche Stimme plötzlich in einer spannenden Szene und die Serie hielt an worauf ein Nachrichtenstudio erschien in dem ein älterer Nachrichtensprecher vor einem Pult saß. „Grausamer Fund in einer Kleinstadt. In der Kleinstadt Redfield hat die Polizei heute die entstellten Leichen von drei Personen in einer Wohnung ausfindig gemacht.“, „Ich schalte lieber um, was meinst du Janie?“, sagte Tony und wollte gerade umschalten, sie wusste dass ich ungern sowas sehe .

„Nein, ich will das fertig schauen“, meinte ich angespannt und sie legte die Fernbedienung weg. Ich hörte aufmerksam zu, Redfield der Name kam mir bekannt vor. „Es war der vierte Mord diesen Monat, die Nachbarn behaupten dass es ein schreckliches Blutbad war. Die Polizei geht davon aus dass der Mörder Jeffrey Blaock war, auch bekannt als Jeff the Killer, da der der Tatort die selben Merkmale aufwies welche bei den Mord, der vor vier Monaten in einer Kleinstadt in Miami vorzufinden war mit einer einzigen Überlebenden gleicht“. Ich musste schlucken, Jeff war also doch noch hinter mir her. Tony schaltet den Fernseher aus. Sie sah erschöpft aus, sogar etwas panisch. „Jane“, sagte sie und blickte mich an. „Wir sollten eventuell umziehen“, sagte sie zu mir. „ Warum?“, fragte ich sie überrascht „Jeff wird mich doch nicht finden oder?“, fragte ich sie „Weißt du wo Redfield ist?“, fragte sie mich als ob ich die Frage selbst schon wüsste. „Redfield ist 15 Meilen von hier entfernt“, sagte sie zu mir. Mir wurde schlecht, mein Herz raste und ich bekam kaum Luft. „Er weiß nicht wo ich wohne. Woher soll er dass wissen“, argumentierte ich um mich selbst zu beruhigen. „Er wird mich nicht finden können“ „ Jane, so wie du ihn mir beschrieben hast, ist dieser Junge ein ziemlicher Irrer.“, antworte sie . Plötzlich hörten wir etwas. Wir schreckten auf und ich nahm Tony in den Arm. Es war nur mein Handy . Ich hob mein Handy auf und blickte auf das Display eine Nachricht von Becky, meiner Freundin. „Lust zu Skypen?“ , stand in der Nachricht mit einem Smiley dahinter. „Klar doch“, schrieb ich ihr lächelnd zurück. „Wer ist Das?“, fragte Tony neugierig „Meine Freundin Becky. Darf ich mit ihr etwas Chatten?“ fragte ich meine Tante. „Sicher“, sagte sie lächelnd zu mir und ich lief in mein Zimmer. 


Mein Laptop lag auf dem Schreibtisch. Ich öffnete ihn. Ein Foto von mir und Becky war auf dem Desktop als wir zusammen auf dem Jahrmarkt waren. Becky war etwas kleiner als ich hatte dunkelblonde Haare, war immer fröhlich und trug meistens ein blaues Kleid. Das Skypefenster öffnete sich und ich sah das Becky online war. Ich klickte auf ihr Foto um das Telefonat zu beginnen. Es wird gut tun mit einer vertrauten Person zu reden. Die Verbindung lief an. Dann hörte und sah ich nichts. „Becky?!“, sprach ich ihn den Lautsprecher rein, keine Antwort. Ich drehte die Lautstärke etwas hoch, immer noch nichts. „Becky hörst du mich“, sagte ich um mich zu vergewissern ob das Mikrophone vielleicht kaputt war. „Hi Jane“, hörte ich eine vertraute Stimme sagen. Es war aber nicht Beckys Stimme. Meine Laune verfinsterte sich als mir klar wurde, dass es nicht Becky war die mit mir sprechen wollte, meine Kehle schnürte sich zu. „Du....du“, die Kamera schaltet sich ein. Jeff blickte mich an. Andres als bei unserer letzten Begegnung schien er jetzt irgendwie anders zu sein, irgendwie normal. „Ich habe mich bereits gefragt wo du bist, mein Schatz“, sagte er in einen seltsamen Ton zu mir, er klang wie früher als er noch bei Verstand war. „Deine Augen“, sagte ich etwas verdutzt. „Was, ist mit denen?“, fragte. Ich Erinnerte mich was in den Medien über sein Aussehen gesagt wurde, er soll sich seine Augenlider abgebrannt haben doch, dem war nicht so, was sein Blinzeln. verriet „Du siehst sehr hübsch aus, mein kleiner Schneehase“, sagte er wobei ich mein Gesicht anfasste. Wut überkam mich, etwas in mir zerrte. Ich ballte meine Faust, ich fletschte die Zähne. „DU MIESES ARSCHLOCH HAST MEIN LEBEN RUINIERT!“, schrie ich den Laptop an. Jeff blickte mich traurig an. „Nein...ich meine das wollte ich doch nicht“, sagte er traurig „Hast du aber.....du hast meine Eltern ermordet, mich entstellt. Denkst du wirklich dass ich dich noch irgendwie mag“, brüllte ich immer lauter. Jeffs Blick schweifte ab. „Ich wollte dir nicht weh tun. Ich wusste....“ „Was wusstest du nicht, das man Brennt wenn man angezündet wird. Das es schmerzhaft ist. Davon kannst gerade DU ein Lied schreiben“, schrie ich immer lauter. Jeff Augen wurden glasig. „Was machst du überhaupt in Beckys Account?“, fuhr ich ihn an. „In ihren Account?“, sagte er etwas verwundert und schaute sich um, dann musste er lachen, das Lachen wurde immer unheimlicher, es fing an sich zu überschlagen. Da war es nun wieder. Dieses Monster was mein Leben ruiniert hatte. „Becky wollte mich nicht in ihr Haus lassen. Da habe ich gewartet und gewartet. Dann schlug ich das Fenster  ein. Willst du ihr Hallo sagen?“, fragte er mich grinsend und zog etwas vom Boden hervor. Als mir klar wurde was es war, verkrampfte sich mein Magen, ich spürte wie das Müsli hochkommt. Jeff hielt Beckys blutigen abgeschnittenen Kopf in die Kamera. Mir stockte der Atem

„Du mieses....“, „Nein, nein, nein keine bösen Schimpfwörter“, ermahnte er mich mit erhobenen Zeigefinger. „Warum machst du das Alles?“ „Weil es mir Spaß macht, deswegen“, antwortete er boshaft. „Übrigens, es gehört sich nicht, einfach zu verschwinden ohne irgendetwas zu sagen.“, sagte er mir „Aber dass ist egal. Ich werde dich überall finden, mein kleiner Schneehase. Du kannst dich verstecken, aber am Ende werde ich dich finden“, sagte er grinsend und drückte auf Beckys Augen ein. „HÖR AUF!“, befahl ich ihm, er machte weiter bis das Auge nachgab und wie eine reife Tomate aufplatzte. „Ich werde nicht aufhören, Jane.“, sagte er zu mir „Ich werde erst aufhören, wenn ich es will. Ich werde dich in den Wahnsinn treiben und dann wenn du komplett kaputt bist werde ich dich schlafen legen“, sagte er „Auf wiedersehen, mein kleiner Schneehase.Ich werde bald bei dir sein“, mit diesen Worten beendete er den Anruf und ließ mich parallelisiert zurück. Ich fing an schwer zu keuchen, mir blieb die Luft weg. Ich fühlte mich als ob ich in ein dunkles schwarzes Loch fiel.

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