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Prolog

„Tritt ein!“, befahl die Stimme meiner Meisterin. Mein Blick schweifte von der Wand, welche ich schon seit Stunden angestarrt hatte ab und ich folgte ihr in einen Raum. Der Raum war in völliger Dunkelheit gehüllt, nur ein, zwei Kerzen flackerten auf einem Altar. Darauf ein großes, kunstvoll geschmiedetes Messer. Mit langsamen Schritten ging ich voraus. Obwohl ich wahnsinnig nervös war, versuchte ich ruhig zu bleiben. Ich spürte deutlich die stummen Blicke der Oberen, welche im Raum waren und in der Dunkelheit standen. Sie erwarteten von mir, dass ich das Ritual vollzog. Ich, der letzte, der die Tortur überlebt hatte. Es gab kein zurück mehr, denn ich hatte bereits zu viel getan, um jetzt ein Rückzieher machen zu können. Eine der Meisterinnen trat aus der Dunkelheit hervor. Ich kniete mich vor dem Altar. „Bist du bereit?“, fragte sie mich mit einer tiefen, dunklen Stimme. Ich nickte langsam. Mein Herz schlug rasend schnell, meine Hände zitterten und ich bekam eine trockene Kehle. „Bist du bereit, die Mauer der Lügen zu durchbrechen und in die ewige Nacht einzutauchen?“, fragte sie „Ja, bin ich“, antwortete ich so laut ich nur konnte „Bist du bereit, das letzte Opfer zu bringen, um frei zu sein?“, fragte sie mich erneut. „Ja.“, sagte ich nun etwas nervöser, da ich wusste, was auf mich zu kommen würde. Still nahm sie das Messer vom Altar. „Dann nimm dieses Werkzeug und befreie dich aus der Welt des Lichts und der Lügen!“, rief sie und überreichte mir das Messer. Dankend nahm ich es an. Ich richtete es auf meine Augen. Ich war nun bereit. Bereit mir die Augen auszustechen...

1 Jahr zuvor....


„Kind, was hast du draußen gemacht?“, fuhr mich die Krankenschwester an. Sie legte mir behutsam eine Decke über meine Schulter, denn es war kalt und laut ihrer Aussage war ich schon seit Stunden nicht auffindbar gewesen. „Ich hatte mir Sorgen gemacht. Du sollst in deinem Zustand doch nicht so weit gehen.“, ermahnte sie mich „Ich wollte sie sehen“, sagte ich apathisch zu ihr „Wen wolltest du sehen?“ „Meine Eltern.“, antworte ich, als ich mir die letzten verbliebenen Tränen aus meinem nassen, lederartigen Gesicht wischte. Als die Beerdigung war, lag ich im Krankenhaus. Ich wollte hingehen, doch meine Verletzungen waren so schlimm, dass man mich in ein künstliches Koma versetzt hatte, damit sich mein Körper regenerieren konnte. Zwei Monate ist es her gewesen, seid meine Familie dem irren Mörder, Jeff the Killer, zum Opfer gefallen war. 

Es fing eigentlich ganz harmlos an. Eine Familie zog in das Leerstehende Haus gegenüber von mir ein. Ich hatte nicht viel mit den neuen Nachbarskindern zu tun. Lediglich ein kurzes 'Guten Morgen', wenn sie auf dem Weg zum Bus waren oder wenn sie mit ihrer Mutter Alice zum einkaufen mitgegangen waren ein freundliches 'Hallo'. Mein Vater Gregory und Jeffs Vater Thomas waren gut befreundet. Meine Mutter Isabelle hatte sich gefreut, als der Umzugswagen vor dem Haus gesanden hatte und dort einige Leute eingezogen waren. „Sieh mal, Schatz, wir haben neue Nachbarn!“, hörte ich ihre warme, freundliche Stimme in meinen Kopf sagen. Die Erinnerungen zogen an mir vorbei. „Der ältere Sohn sieht doch ganz süß aus, vielleicht solltest du mal mit ihm ausgehen.“, sagte sie zu mir einmal während dem Abendessen. „Mom!“, rief ich beschämt. „Isabelle, setz ihr keine Flausen in den Kopf!“, mischte sich damals mein Vater ein. Er war ein guter Mann, verstand sich mit jedem in der Nachbarschaft und war der Vorsitzende des städtischen Tennisclub. 

Nachdem mich die Krankenschwester zurück in mein Zimmer gebracht hatte, zog sie mir vorsichtig mein Kleid aus und gab mir ein frisches Krankenhausgewand. „Bleib ja in deinem Zimmer, hast du mich verstanden?“, ermahnte sie mich. Ich nickte stumm, während ich meine schwarze Perücke abnahm. Seit ich aus dem Koma wieder aufgewacht war, waren meine braunen Naturhaare etwas länger geworden. Sie gingen mir leicht über die Ohren, dennoch trug ich lieber die Perücke, die mir vor einigen Tagen ein Arzt gegeben hatte. Ich legte mich ins Bett. „Schlaf gut, meine Kleine“,sagte die Krankenschwester, als sie das Licht ausmachte und die Tür schloss. Doch an Schlaf konnte ich nicht denken. Mit offenen Augen blickte ich in die leere Dunkelheit. Mein Körper war in ständiger Alarmbereitschaft. Ich hatte das Gefühl, dass Jeff gleich zu mir kommen würde. Mit dem Messer in der Hand und mich mit seinem abscheulichen Grinsen anstarrte, während er das beendete, was er begonnen hatte. Plötzlich hörte ich etwas, ein Klopfen. Ich bekam Panik, denn das Klopfen wurde lauter. Hastig drehte ich mich um. Mein Blick fiel auf das Fenster. Jemand warf Steine dagegen. Vorsichtig stand ich auf, die Narben von den Verbrennungen taten immer noch weh. Ich ging zum Fenster und spähte runter auf die Straße. 

Was ich dort sah, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Hinter der Absperrung des Krankenhauses auf dem leerstehenden Parkplatz stand Jeff. Grinsend winkte er mir zu, in seiner Hand ein großes Messer. Er zeigte auf mich und auf sein Messer, fuhr mir Pantomimisch vor, was er mit mir tun würde, wenn er mich kriegen würde, indem er sein Messer durch seine aufgeschnittenen Wagen durchfuhr. Er schien etwas zu rufen, doch die Fenster waren Schalldicht. Ich bekam Panik und wollte mich verstecken, doch ich konnte nicht weg von dem Fenster. Plötzlich drehte sich Jeff weg von mir. Ein Mann, vermutlich ein Pfleger, kam aus der Tür und ging abgelenkt von seinem Smartphone zu seinem Auto. Jeff drehte sich wieder zu mir. Ein boshaftes, weit offenes Grinsen verriet mir, was er vor hatte. Ich schüttelte den Kopf, damit er seine Tat nicht umsetzen würde, doch Jeff nickte, während ich immer wieder den Kopf panisch schüttelte. Er hob sein Messer hoch und ging auf den Pfleger zu. „Schau auf....bitte schau auf“, flüsterte ich. Doch er tat es nicht. Mit Anlauf warf Jeff den Mann zu Boden. Schreiend musste ich zusehen, wie Jeff dem Mann sein Messer in die Brust rammte, immer wieder. Arme und Beine des Mannes zuckten, mein Atem keuchte. Als Jeff fertig war, erhob er sich und drehte sich wieder zu mir. Was ich dann sah, ließ mich sprachlos werden. In seinen blutigen Händen hielt er das Messer und in der anderen das noch schlagende Herz des Mannes. Mein Atem stockte, ich bekam keine Luft mehr. Jeff hob das schlagende Herz hoch wie eine Trophäe, das Blut spritze heraus. Dann setzte er an und biss hinein. Ich kreischte panisch auf, meine Beine sackten zusammen. Angsterfüllt kroch ich zum Notknopf, um die Schwester zu alarmieren. Ich lehnte mich an die Wand und hielt mir die Ohren zu und schloss die Augen. Das Licht ging an und ein Pfleger kam herein „Was ist los?“, fragte mich der junge Afroamerikaner besorgt. Mit panischem Gesichtsausdruck und verweinten Augen blickte ich ihn an. „Er ist da draußen...“ ,sagte ich zitternd, während ich auf das Fenster zeigte. Der Mann ging misstrauisch zum Fenster. „Oh mein Gott..“,flüsterte der Pfleger, als er die Leiche sah. „Ich habe es gesehen.“ ,meinte ich. „Was hast du geschehen?“, fragte er Mann und kam auf mich zu. „Er hat ihn einfach angegriffen.“ ,meinte ich. „Und dann hat er auch noch sein- “,meine Stimme brach ab und ich fing völlig aufgelöst an zu weinen. 

Am nächsten Tag lag ich nur noch im Bett. Die Ereignisse der letzten Nacht hatten mich in eine Art Schockstarre versetzen lassen. Ich starrte nur an die Wand oder schlief. Einam war die Polizei da gewesen und wollte mich über den Mord befragen, doch viel sagen konnte ich nicht. Gegen Mittag kam ein Arzt zu mir, hinter ihm eine junge, rothaarige Frau in einem grauen Blazer und einem langen Rock. „Guten Tag, Jane, wie geht es uns heute?“, fragte er mich mit einer aufgesetzten Freundlichkeit, die bei mir das Bedürfnis erweckte, ihm in sein rundes Gesicht reinzuschlagen. „Wie soll es einem gehen, wenn man gesehen hat, wie ein Irrer einen Mann auseinander genommen hat und dessen schlagendes Herz gegessen hat?“, antwortete ich ihm sarkastisch. Der Mann schwieg auf der Stelle. „Hallo Jane.“ ,begrüßte mich die rothaarige Frau und ging auf mich zu. „Mein Name ist Sophie. Ich bin deine Betreuerin vom Jugendamt“, sagte sie und gab mir die Hand. „Jugendamt?“, fragte ich sie „Ja, da deine Eltern jetzt Tod sind und du mit deinen 14 Jahren nicht volljährig bist, fällst du somit unter die Obhut des Staates“, erläuterte mir die Frau höflich. Mir wurde schlecht. Ich wusste, was das bedeuten würde. „Sie wollen mich in ein Heim stecken!“, sagte ich ängstlich. „Nein, du kommst nicht in ein Heim.“ ,meinte sie zu mir. Ich atmete etwas auf. „Was passiert dann?“, fragte ich sie skeptisch. „Wir haben uns einwenig umgehört und einen lebenden Verwandten von dir gefunden. Es ist deine Tante Antonia O´Jones.“ ,erklärte die Betreuerin. Angespannt überlegte ich, suchte nach einer Person in meinen Kopf, zu der dieser Name gehören konnte. „Meine Tante Tony?!“, sprudelte es aus mir heraus. Plötzlich kam eine sehr junge blonde Frau herein. Mein Verdacht bestätigte sich. Tante Tony war die jüngere Schwester meiner Mutter. Sie war gerade einmal 18 Jahre und hörte eine Mischung aus Gothic und Metal, verdiente ihre Brötchen mit ihren düsteren Comic, den sie liebevoll “Schattenschmerz“ nannte. Dabei ging es um ein Mädchen, dass von Dämonen heimgesucht wurde. 

„Hey Jani.“, sagte sie lächelnd und umarmte mich. Ihr widerlich riechendes Parfüm ging mir durch die Nase. Mit ihren dunkel geschminkten, blauen Augen sah sie wirklich ziemlich seltsam aus. Besonders ihre Kleidung, bestehend aus einem karierten Rock, Strümpfen, Nietengürtel und Stiefel, war stark auffällig. Das sollte mein neuer Vormund sein. Ich wusste, dass meine Mutter oft schlecht über ihre kleine Schwester geredet hatte. Sie solle endlich erwachsen werden und statt der Zeichenschule lieber auf eine richtige Universität gehen. Ich erinnerte mich daran, wie einmal, als Antonia bei uns war, sie per Anhalter zu uns gekommen war, nach Bier gerochen und für mich einen grusligen Teddy mitgebracht hatte. 

„Meine Güte, Jani, du siehst aber schrecklich aus“, sagte sie zu mir, was den anderen Teilnehmer unangenehm war. Ich hingegen musste lachen. Es war das erste Mal, dass jemand ehrlich war, was mein neues Aussehen betraf. Die Ärzte und Pfleger hatten alles getan, um mir nicht auf die Füße zu treten. Auf einmal war mir Antonia total sympathisch. „Ich fahre dich gleich zu mir nach Hause. Deine Sachen habe ich bereits abholen lassen“ ,versicherte sie mir. Nach Hause, dieses Wort ließ mich erschaudern. Die Nacht, in der Jeff bei mir war, kroch in mir hoch. 

Ich erinnerte mich daran, dass ich oben in meinem Zimmer war und Musik gehört hatte, als es plötzlichbei uns geläutet hatte. Ich nahm meine Kopfhörer ab und ging aus meinem Zimmer, um runter durch das Treppengeländer zu spähen. Unbemerkt beobachtete ich, wie meine Mutter die Tür öffnete und vor ihr eine bekannte Gestalt in blutigen Kleidern stand. „Jeff, was machst du denn hier?“, fragte meine Mutter ihn noch. „Meine Eltern...sie sind tod.“, sagte er weinend. Meine Mutter blickte ihn verwundert an. "Was hast du gerade gesagt?“, fragte sie ihn besorgt und kauerte sich etwas zu ihm runter. „Meine Eltern und mein Bruder sind tod. Ich habe....“ ,weinend fiel er um den Hals meiner Mutter. Tröstend strich sie ihm über seinen Kopf. „Was ist denn los?“, fragte mein Vater überrascht, als er aus dem Wohnzimmer kam. „Jeff stand gerade vor der Tür. Er sagte, dass seine Familie tod sei.“ ,sagte meine Mutter zu meinem Vater. "Ach du meine Güte, wir müssen die Polizei anrufen!“ ,rief er schockiert. „Mom, ist alles in Ordnung?“ ch ging die Treppe hinunter und blickte zu ihr. „Oh, Jane, gut, dass du da bist. Kannst du dich bitte um Jeff kümmern, er scheint unter Schock zu stehen.“ ,bat sie mich. Natürlich gehorchte ich ihr. „Klar Mom. Komm Jeff, gehen wir in mein Zimmer.“ ,sagte ich zu ihm und nahm ihn mit auf mein Zimmer. Noch immer blickte Jeff auf den Boden. Ich setzte ihn auf mein Bett und ich mich neben ihn. Es war ein sehr seltsames Gefühl, dass sich ein Junge in meinem Zimmer befand. Wir schwiegen uns eine lange an und saßen beieinander. Ich wollte irgendetwas sagen, damit die bedrückende Stille verschwand. Ich blickte zu ihm. Seine Kleidung war blutig, ebenso auch seine Hände. Hatte er sich gegen den Angreifer verteidigt? „Soll ich dir etwas zu trinken holen?“, fragte ich aus reiner Höflichkeit. „Nein, bleib einfach bei mir.“ ,antwortete er nervös und lehnte seinen Kopf an meine Schulter. „Wie lange habe ich auf diesen Augenblick gewartet.“ ,hörte ich ihn plötzlich sagen. „Auf welchen Augenblick?“, fragte ich etwas stutzig. „Na, endlich bei dir zu sein.“, sagte er und nahm meine Hand. Seine Hand fühlte sich warm und kräftig an, ein kribbliges Gefühl durchzog meine Finger. „Ich mochte dich schon immer, Jane.“ ,meinte er zu mir. „Du bist so hübsch und so klug. Ich hatte nie den Mut gehabt dich anzusprechen. Weder in der Schule, noch Daheim. Liu hatte mir oft geholfen Liebesbriefe an dich zu schreiben, aber ich hab mich nie getraut , sie zu abzuschicken.“ Ich wurde etwas rot, seine Worte schmeichelten mir. Ich streichelte ihm durch sein Haar.

„Du bist ja süß“, sagte ich zu ihm. „Ich wollte dir eigentlich etwas schenken. Du hattest ja vor zwei Wochen Geburtstag.“ ,sagte er und zog aus seiner Hosentasche etwas hervor. Es war eine kleine Schmuckdose. „Ach, das wäre doch nicht nötig gewesen.“ ,sagte ich verlegen und öffnete die Dose. Eine wunderschöne, silberne Halskette mit einem Herzanhänger kam zum Vorschein. „Oh Jeff, die ist ja wunderschön!“ ,rief ich erfreut zu ihm und warf mich um seinen Hals. „Darf ich sie dir umhängen?“ ,fragte er nervös. „Sicher!'' ,sagte ich. Ich dreht mich um, legte meine langen, lockigen, dunkelbraunen Haare auf die Seite und ließ Jeff die Kette anlegen. Mir war nie klar gewesen, dass Jeff mich mögen könnte. Mein Herz pochte. Plötzlich tauchte mein Vater auf. „Okay, die Polizei ist bereits unterwegs sie werden-“ ,weiter kam mein Vater nicht. Mit stockendem Atem und weit aufgerissenen Augen blickte er mich an. „Dad, wir haben nichts gemacht. Jeff hat mir nur die Halskette angelegt. Ist sie nicht schön“ ,sagte ich schwärmend zu ihm. „Jane, geh sofort von diesem Jungen weg.“ ,ermahnte er mich mit schockierter Stimme. „Dad, es ist alles in Ordnung. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen.“ „Ja, Mr Arkensaw, es ist alles in bester Ordnung. Lassen Sie mich und Ihre Tochter doch alleine.“ ,sprach Jeff und legte seine Arme um mich. „Fass meine Tochter nicht an!“ ,drohte er Jeff. „Dad, hör auf!“ ,protestierte ich wütend. Er griff nach einer neben ihm stehenden Flasche Wasser. Jeff warf mich auf die Seite des Bettes worauf mein Vater mich an der Hand nahm und aus dem Zimmer raus zog. Unsanft fiel ich auf den Boden und sah wie mein Vater die Zimmertür abschloss. „Lasst mich raus!“, hörte ich Jeff hinter der Tür wütend hämmern. „Was soll das?“ ,fuhr ich ihn an „Jane ,wir müssen sofort hier weg.“ ,meinte er hektisch und wollte wieder nach meiner Hand greifen, doch ich widersetzte mich ihm. „Nein!“ ,schrie ich. „Jane hör mit diesem Unsinn auf, wir müssen sofort zu deiner Mutter-'' Mit einem lauten KNACK fiel dieTür aus dem Schloss und Jeff tauchte hinter ihr auf. Bearbeiten

Instinktiv stellte sich mein Vater vor mir. Jetzt begriff ich wovor mein Vater mich warnen wollte. Vor mir stand nicht der nette Nachbarsjunge sondern ein Monster. Er hatte eine bleiche Haut, seine Augen blickten mich wahnsinnig an und das breite, eingeschnittene Grinsen machte mir angst. ,,Lauf, Schatz!'' ,rief mein Vater und ich lief, dicht hinter mir mein Vater. Wir liefen schnell in die Küche, hinter uns das verrückte Lachen Jeffs.. „Isi, hol sofort die Waffe aus dem Schrank. Jeff ist-“ ,mit einem lauten Schrei fiel mein Vater zu Boden. Ich sah zu ihm und bemerkte das Messer in seinem Bein. „Lauf, Jane, lauf!“ ,schrie er, während Jeff auf ihn sprang und ich zusah wie er meinen Vater niederstach. Ich versuchte runter zu rennen, doch ich stolperte und fiel die Treppe hinunter. Mein Kopf schlug auf dem harten Holzboden auf und ich verlor das Bewusstsein. Bearbeiten

"Jane...“ ,hörte ich eine Stimme meinen Namen rufen. „Jane, wach auf, Jane“ ,ich schlug die Augen auf und vor mir stand Jeff, in seinen Händen hielt er das Bleichmittel aus unserer Waschküche und eine Flasche Wodka von meinem Vater. „Du bist wach, wie schön“ ,sagte er glücklich und küsste meine Stirn. Ich wollte wegrennen aber etwas hielt mich zurück.

Jeff und Jane

Jeff will Jane "hübsch" machen

Meine Beine und Arme waren mit Kabelbänder an einem Stuhl fixiert worden. „Was hast du vor, Jeff?“ ,fragte ich verängstigt. „Ich will dich hübsch machen.“ ,sagte er und begann den Alkohol über mich zu schütten. Ich verschluckte etwas von dem Wodka, es schmeckte widerlich. Erst jetzt bemerkte ich den beißenden Geruch im Zimmer. „Wo sind meine Eltern?“ ,fragte ich Jeff panisch mit Tränen in den Augen. „Die schlafen.“ ,antwortete er und machte weiter. „Schlafen?!“, fragte ich verwirrt „Ja...“ Er kauerte sich zu mir, ich konnte deutlich in seine von Wahnsinn zerfressenen Augen sehen, während er mich am Kragen meines Pyjamas packte. „Da hinten, siehst du.“ ,sagte er und drehte meinen Kopf zur Seite.

Ich werde diesen Anblick niemals vergessen, als ich meine zugerichteten Eltern sah. Mein Vater, dessen weit aufgerissenen Augen ins Leere schauten oder meine Mutter mit aufgeschnittener Kehle und nur mit einem Auge im Gesicht. Ich fing an zu weinen. „Schhh.“ ,flüsterte Jeff, während er seinen Kopf an meinen legte und mir dabei durch meine Haare strich. „Du brauchst doch nicht zu weinen.“ ,sagte er und goss das Bleichmittel über mich. „Warum tust du mir das an. Ich dachte du magst mich.“ ,argumentierte ich, woraufhin er inne hielt. „Ja, das stimmt...“ ,sagte Jeff und griff nach der Kette, welche er mir geschenkt hatte „Ja, ich mag dich. Ich mag dich sogar sehr. Ich mochte auch meinen kleinen Bruder. Trotzdem habe ich ihn getötet.“ ,sagte er während er in sich hinein lachte und zu unserem alten Holzofen ging. „Jane, liebst du mich?“ ,hörte ich ihn fragen, als er sich die Streichhölzer aus dem Keramikbecher nahm. Ich schwieg ihn an. Wie sollte ich denjenigen lieben, der meine Eltern ermordet hatte? Tränen rollten über mein Gesicht, aber ich musste mich nun um mein Überleben kümmern. Jeff kam näher. Ein lautes Ratsch verriet mir, dass er eines der Streichhölzer angezündet hatte. „Ja...natürlich liebe ich dich.'' ,sagte ich so überzeugend wie möglich. „DU LÜGST!!“, schrie er. „Nein, ich liebe dich wirklich!“ ,rief ich flehend, doch Jeff hörte mir nicht zu. „Gute Nacht, liebe Jane.“ ,sagte er grinsend und warf das brennende Streichholz auf mich.

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