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Tränen in den Augen, halb blind sehe ich nur alles verschwommen. Ich schniefe und atme schwer unter der Decke. Wieder muss ich an meine Vergangenheit denken...

Ich war ein Adoptivkind, wurde von den Geschwistern gehasst und vom Vater misshandelt. Schläge, Beleidigungen und Vergewaltigungen waren normal, doch irgendwann konnte ich nicht mehr und habe mich blutig gerächt...

Keuchend schnappe ich nach Luft und wische mir mit zitternder Unterlippe die Tränen weg. ----Am nächsten Tag war ich unterwegs, es ist bereits dunkel und ich beschließe, eine Abkürzung zu nehmen. Sie verläuft durch eine kleine Siedlung, die in Waldnähe ist. Ich schlendere ruhig auf der Straße entlang, ich weiß, dass es meistens sehr ruhig hier ist, besonders, wenn es Abends ist. Meine Musik, die ich durch ein Headset höre, kann mir nicht das komische Gefühl nehmen, das ich jetzt plötzlich habe. Ich verspüre eine weitere Anwesenheit, Blicke in meinem Rücken und mir ist eigenartig warm. Mein Herzschlag ist nun stärker...

Ich nehme etwas Mut zusammen und drehe mich energisch um. Kurz bleibe ich stehen und lasse meinen Blick über die Straße und Allem, was darum war, schleifen. Danach gehe ich normal weiter.

Wie typisch! Es ist nichts zu erkennen, was bedrohlich wirkt. Nicht, dass ich noch durchdrehe! Um meine Nerven zu bewahren atme ich tief ein und hole mein Handy aus der Jackentasche, um die Musik zu wechseln. Ich stoppe mein jetziges Lied und sterbe fast vor Angst, weil auf einmal 2 Jungs von hinten an mir vorbei laufen und sich nahe vor mir hinstellen, um mir den Weg zu versperren. Sie haben beide dunkle, lange Hosen an und tragen Hoodies. Der eine, er hat schwarzes langes Haar, trägt einen weißen Hoodie, der Andere einen schwarzen. Erstaunt nehme ich mein Headset aus den Ohren und packe es samt Handy in die Jackentasche zurück.

Ängstlich gehe ich einen Schritt zurück und bekomme keinen Ton aus meiner Kehle.

Ganz ruhig.'', sagt der Junge, der eine blaue Maske trägt. '' Ich vermute, du möchtest nicht freiwillig mit uns kommen, hm?'', fügt dieser noch hinzu. Der Typ mit den schwarzen Haaren hält mich von hinten fest, ich versuche mich zu wehren und schreie laut, doch augenblicklich bekomme ich schon ein Tuch ins Gesicht gedrückt und bin schwach, ich kann mich nicht mehr auf eigenen Beinen halten. Mir ist schwindelig... Ich bin nicht mehr bei Bewusstsein und diese Kerle könnten jetzt sonst was mit mir anstellen! Oder schlimmer noch, sie töten mich.


'' Man, die wacht ja gar nicht mehr auf...'', '' Was habt ihr bloß mit ihr angestellt?'', ''Hä? Nichts!'', '' Langsam mache ich mir Sorgen um das Kind.'' Ich höre stimmen. Es sind Männer. Ich zucke mit den Augenbrauen und atme scharf Luft ein. '' Jetzt tut sich was!'', sagt eine lustige Stimme. Vorsichtig mache ich die Augen auf und blicke zu 5 Personen hoch. Sie beugen sich über mich und scheinen nicht wirklich so, als ob sie mir etwas antun wollen. 2 von ihnen erkenne ich sofort wieder! Der Junge, mit dem schwarzen Haar und mit seinem...komischen Grinsen? Nein. Er hat sich die Wangen aufgeschnitten. Habe ich also doch richtig gesehen, als ich ihn das erste mal getroffen habe. Auch der Typ mit der blauen Maske ist wieder da. Links und rechts von ihm sind 2 weitere Männer. Einer von ihnen hat braunes Haar und trägt eine weiße Maske. Der andere ist sehr dünn und groß und ich erschrecke mich leicht, weil er kein Gesicht besitzt. Ganz rechts von mir strahlt mir ein Junge mit blonden Haaren ins Gesicht.

Ich setze ein unschuldiges Puppengesicht auf und blicke nervös in die Runde.

Ok, hör zu, Kindchen. Du fragst dich sicher, warum du hier bist. Es ist etwas komisch...'', stammelt der Mann ohne Gesicht. Ein Wunder, dass er reden kann! Nun setzt der Junge mit der weißen Maske fort: '' Wir, oder zumindest einige von uns, wollten einfach, dass du praktisch bei uns einziehst, also wir nehmen dich gerne auf.'' Er kratzt sich am Hinterkopf. '' Kommt etwas plötzlich, nicht wahr?'', meint der Blonde mit einem Lächeln. Woher kennen mich diese Gestalten? '' Das erste mal haben wir dich auf Fotos gesehen.'', sagt der, mit den dunkelbraunen Haaren und dem schwarzen Kapuzenpullover. '' Im Internet!'', wird dazwischen geredet. Der blau maskierte erzählt weiter: '' Ein paar von uns haben dich aus der Ferne gesehen, Ben hat dich in einigen Communities gefunden...'', er zeigt auf den blonden Jungen. Ich erinnere mich, dass ich mal eine Zeit lang mit einem Jungen gechattet habe, mit dem ich mich ausführlich über alles unterhalten habe. Ja, das war wohl Ben, ist aber schon etwas her. '' Du würdest vom Prinzip her zu uns super passen!'', sagte der Schwarzhaarige. Zu 100% bin ich nicht überzeugt und ich fühle mich noch immer unwohl, doch wenn ich genau nachdenke, könnte eine WG mit Leuten, die mich wirklich haben wollen, ganz ok sein. Ich hätte ein Dach über dem Kopf, etwas Gesellschaft und bekäme essbares.

'' Das ist lieb, dass ihr mich aufnehmen wollt.'', antworte ich etwas verführerisch.

Die Jungs stellen sich mir noch vor und habe diese Nacht nun ein neues Heim. Der Raum, in dem ich aufwachte, soll mein Zimmer werden. Es müsste aber natürlich noch nach meinem Geschmack eingerichtet werden, doch ich habe keine Sachen hier, weder Geld, noch Klamotten. Es ist schon nach 23 Uhr und ich wurde allein gelassen. Ich glaube nicht, dass ich jetzt überhaupt schlafen könnte aber wenn ich das richtig verstanden habe, leben noch mehr Leute hier. ---- Erstaunlich, dass ich doch noch schlafen konnte, auch wenn es nur 4 Stunden waren. Ich schaue mich um, um meine Jacke zu suchen. Sie hängt über einen Schreibtischstuhl und habe glücklicher Weise mein Handy in der Hand, nachdem ich die Jackentaschen absuchte. Ich dachte schon, man hätte es mir vielleicht weg genommen oder so. 8:29 Uhr ist es, mein Herz pocht stark. Klar, ich kann es immer noch nicht glauben, dass mich plötzlich einige ' Freaks ' aufgenommen haben aber es wohnen wahrscheinlich noch mehr Leute hier. Wie die wohl drauf sind? Ich kenne ja niemanden hier.

Ich überlege mir, was ich überhaupt vorhabe. Schaue ich mir das Haus etwas an? Halte ich nach Mitbewohnern Ausschau oder gehe ich draußen spazieren? Das Gebäude ist vom Wald umgeben, das habe ich gesehen, als ich kurz aus dem Fenster geschaut habe.

Meinen ganzen Mut nehme ich zusammen, greife vorsichtig zur Klinke und mache langsam die Tür auf. Durch einen kleinen Spalt, der Tür und Rahmen trennt, schaue ich nach draußen in den Flur. Mit einem unschönen Kribbeln im Bauch, öffne ich die Zimmertür nun ganz und blicke ein mal zu meiner rechten Seite, dann zur linken. Es ist niemand zu sehen. Links hört der Flur gleich auf, nur 2 Türen sind zu sehen. Rechts hingegen ist der Gang länger und eine Abzweigung findet sich in der Mitte des Flurs. Leise schließe ich die Zimmertür hinter mir und steuere meinen Körper den Flur entlang. 5 weitere Zimmer sind vorhanden, ich blicke schüchtern um die Ecke der Abzweigung und sehe aus kleiner Entfernung 2 große Treppen die nach unten führen und noch ein wenig weiter weg, hinter einer Treppe, existiert ein weiterer Gang. Plötzlich ein leichtes Türknallen hinter mir! Ich drehe mich schreckhaft um und schaue einen verwirrt blickenden Jungen an.

Ich bekomme einen roten Kopf und stammle umher: ''Oh, ähm...H-hi...''

Der Junge begrüßt mich überrascht, stellt sich als Toby vor und fragt: '' Du musst wohl_____sein, richtig?'' Ich nicke. '' Ein paar der anderen Mitbewohner sind unten. Wir haben nur wenig von dir gehört und wollten dich besser kennenlernen, da du ja schließlich unsere neue Mitbewohnerin bist!'' Während Toby das sagt, schlendert er den Gang entlang und ich folge ihm still bis zur Treppe runter. Erstaunt blicke ich durch den saalartigen Raum. Ein Kamin ist vorhanden, die Möbel sehen antik aus, der Boden besteht aus Marmor und alte Gemälde schmücken die Wände. '' So, Leute. Hier ist sie!'', stellt mich Toby vor. Ein kleines Kind lässt ihre Spielsachen liegen und hüpft aufgeregt zu mir hin. Mit sanfter Stimme und einem niedlichen Lächeln reicht sie mir die Hand. Ihr Name ist Sally. Sie bleibt an meiner Seite und geht mit mir mit, als ich mich dem Rest der Leute nähere. Alle empfangen mich sehr freundlich und aus den anderen Gängen tauchen auch schon die ganzen restlichen Mitbewohner auf. Es stellt sich mir ein Junge mit kurzen schwarzen Haaren und einer blauen Jacke vor. Er sieht müde aus aber lächelt mich freundlich an. Sein Name ist Helen(Ja, Bloody Painter) und gleich stellen sich die nächsten vor mich, die mir irgendwie bekannt vorkommen. Ein Mädchen, vielleicht 18 Jahre alt, mit pinken Haaren und einem Krankenschwester-Outfit sagt, dass sie Joy heißt, die anderen 2 ' Gestalten ' sind keine Menschen, sondern eher Tiere. Tails Doll und Sonic sind ihre Namen. Ich erschrecke leicht, da ich leichte Berührungen an meinen Waden und in den Kniekehlen spüre. Mit wedelndem Schwanz schaut ein Hund neugierig zu mir hoch. Verlegen lächele ich ihn an. '' Oh, die Neue!'' Eine belustigte Stimme schallt von oben. Im schnellen Tempo eilt ein dünner Mann die Treppe hinunter. '' Ich bin Jack! Laughing Jack allerdings, haha!'' Jack schüttelt mir kräftig die Hand und grinst breit. Während sich schon alle anderen auf Couch und Sessel gesetzt haben, kommen auch gleich wieder neue Personen. Verdammt, wie viele wohnen hier! Immerhin sind sie alle nett...Masky kommt mit 2 weiteren Jungs an, die im Vergleich zu den anderen, sehr schüchtern wirken. ''Hey,_____'', begrüßt mich Masky. '' Das sind Lost Silver und Hoodie.'' Hoodie? Da hat einer den Namen eines Kleidungsstückes, witzig! Lost Silver scheint mir aus irgendeinen Grund auch nicht sonderlich fremd...(Wir stellen uns mal Silver mit Armen und Beinen vor xD) Vorsichtig begrüße ich ihn. Er presst die Lippen zusammen, schaut mit dem Kopf zur Seite und winkt mir rasch zu. Hoodie ist nicht besser bei Laune. Er zerrt sich nervös am Pullover und stottert: '' H-Ha-Hallo....''

'' Nicht so schüchtern!'', scherze ich.

Hoodie und Silver verkriechen sich weiter weg und setzen sich auf eine Couch, die an der einen Treppe steht. Nun, sind alle beisammen, glaube ich. Ich werde von Jack zur Couch gezogen und sitze leicht verkrampft neben ihn. Alle starren mich an...'' Ja, also...ich bin_____!'' Augenblicklich werden mir verschiedene Fragen gestellt. Wo ich genau her komme, wie Familie und Umfeld so drauf war. '' Und du tötest auch, ja..?'', fragt mich Tails Doll. Ich nicke stumm. '' Wie denn?'', möchte Toby wissen.

''Naja, ich lasse meine Zeichnungen töten.'' Erstaunt betrachten mich alle. '' Wie?'', fragt Sally mit großen Augen. '' Ich zeichne einfach etwas, was ich lebendig werden lassen kann. Ich weiß auch nicht, warum ich das kann.'', antworte ich und zucke die Schultern. '' Unglaublich!'', schwärmt Helen.

Meine neuen Mitbewohner schenken mir plötzlich keine Aufmerksamkeit mehr, einige Schritte sind hinter mir zu hören. Ich drehe mich um und freue mich irgendwie, dass Sally, Joy und ich nicht die einzigen weiblichen Wesen hier sind. 2 Frauen mit langen Haaren schauen mich verdutzt an. Die eine hat komplett schwarze Augen und trägt zudem schwarzen Lippenstift. Prüfend mustert sie mich, als sie sich vor mich stellt. Die andere mit dem dunklen Haar folgt ihr, dahinter hüpft mit leichten Sprüngen ein pinkes Pony zu mir. Pinkie Pie! Sehe ich richtig? Meine Zuhörer bleiben stumm. Frech grinst mich die Schwarzäugige an. '' Ich bin Jane!'', sagt sie mit strengem Ton und reicht mir die Hand. Ich sitze noch immer auf der Couch, schaue Jane emotionslos an und schüttle ihre Hand. Sie lächelt provokant, guckt etwas böse und verschwindet einfach. '' Mary...'', spricht mich die andere Frau mit leicht rauer Stimme an und deutet auf sich. Ich erwähne meinen Namen und ohne weiterer Gestik oder Mimik verschwindet auch Mary. Die Mitbewohner schauen mich wirr an, ich blicke ratlos zurück. Pinkie Pie ist fröhlicher, setzt sich vor meine Füße und breitet die Arme aus. ''Halli-Hallo, ich bin Pinkamena!'' Ihre Augen sind schwarz, die Pupille leuchtet rot.

Ein Grinsen kann ich nicht unterdrücken. '' Tag auch!''

Eine ganze Weile unterhalte ich mich mit den Mitbewohnern, ein paar gehen frühzeitig, weil sie noch anderes vorhaben. Es ist der erste Tag, wo ich mich allen vorstelle, ich muss ja nicht gleich jedes Detail erwähnen und meine ganze Lebensgeschichte erzählen. Ich glaube allerdings, dass ich mich hier ganz wohlfühlen werde, auch wenn alle...Mörder sind. Unter Gleichgesellten ist man aber meisten netter. Nach 1 Stunde angeregtem Gespräch, kommt Slender von draußen zu mir rüber und fragt mich nett, ob ich vielleicht Lust hätte, mir das Haus etwas zeigen zu lassen. Neugierig bin ich ja tatsächlich! Slender zeigt mir voll aktiv den kleinen Bibliotheksteil, wo auch ein kleiner Gang zu weiteren Schlafzimmer führt, die nicht ausgelassen werden. Gemälde und Skulpturen werden mir stolz präsentiert, Slender zeigt mir kleine Wertsachen und Sammlungen und auch die wunderbare Küche und das Esszimmer bekomme ich zu sehen. Das Haus wirkt echt alt, nicht nur wegen den Möbeln, sondern auch, weil nur sehr wenig Technik vorhanden ist. Es gibt allerdings einen kleinen Bereich im Haus, der mehr für die anderen Mitmenschen von Bedeutung ist. Zu finden ist dort ein Flachbildfernseher, der eine ganze Wand bedeckt, eine Spielekonsole und eine Stereoanlage. Nach dem mir nun auch die 4 Badezimmer gezeigt wurden, soll es als nächstes in den 2. Stock gehen. Da gibt es hauptsächlich nur Schlafzimmer. Slender zeigt mir, wem welches Zimmer gehört. Zum Abschluss gehen wir noch eine Weile durch den Wald und unterhalten uns gut miteinander. Ich sage ihm, dass ich mich zwar freue, hier zu wohnen, doch ich habe weder andere Anziehsachen, noch Geld, Wasch-und Kosmetikzeug oder andere persönliche Dinge. '' Ich schätze, dann müssen wir dich noch kurz zu deiner früheren Wohnung bringen.'', meint Slender nachdenklich. Wir gehen also zurück zu unserem Haus, oder besser gesagt zur Villa, und Slender hält nach Jeff Ausschau. Er soll mich begleiten. Während die Jeff-Suche erfolgt, gönne ich mir fürs Erste eine Toilette...Slender schleicht ratlos durch die Gänge, Grinsebacke wurde wohl noch nicht gefunden. Plötzlich wird die Eingangstür heftig aufgerissen und ein schrecklich wütender Jeff tritt in die Villa ein. Ich schließe leise die Badezimmertür und hoffe gewaltig, dass er nicht jeden Moment Amok läuft. Er bemerkt mich: '' Was glotzt du so!''

Ich zucke zusammen und bekomme etwas Angst.

''Hä, willst du was!'', schreit er mich an. ''Jeff, beruhige dich mal! Was ist überhaupt passiert?'', fragt Slender hektisch. Jeff atmed schwer aus und hält sich krampfhaft die Stirn. '' Die Bullen hätten mich fast erwischt! Da stehe ich kurz davor...und...und schaffe es nicht jemanden umzubringen...!'' '' Beim nächsten Mal klappt es bestimmt und die Polizei wird jetzt wohl kaum vor der Tür stehen!'', versucht Slender Jeff zu besänftigen. Doch dieser scheint noch immer genervt. '' Bitte, Jeff...ich wollte, dass du_____ zu ihrem alten Haus begleitest, da du und Jack sie schließig hier her gebracht haben. Sie muss noch ihre ganzen Sachen von zu Hause holen und weiß aber nicht den Weg dorthin. Bring sie doch dort zurück, wo du sie das erste Mal getroffen hattest und der Rest wird dir schon gesagt.'', erklärt Slender. Jeff schaut ihn gereizt an. '' Und warum kann das nicht Jack machen! Er war doch auch dabei!'' ''Jack ist nicht da.'' '' Wo ist der Depp!'' '' EINKAUFEN!'' Langsam ist selbst der ruhige Slender etwas genervt...'' Mach es doch einfach,_____tut dir schon nichts!'' Jeff lacht laut. '' Als ob mir dieses kleine Ding wehtun könnte!...'' Wütend verscheucht Slender ihn. Ich gehe still mit, hinter uns wird die Tür zugemacht und Jeff fährt sich über die Haare, während er einen tiefen Seufzer auslässt. '' Geh mir bloß nicht auf die Nerven..!'', zischt Jeff aggressiv.

' Sonst was...!''

'' Ich sags dir, Mädchen. Sonst droht ein schreckliches Unglück!'' Er vergräbt seine Hände in die Taschen seines Hoodie's und stampft wütend durch den Wald. ---Irgendwann sind wir an der Straße angekommen, wo ich entführt wurde. '' So, und weiter?'', fragt Jeff. Jetzt laufe ich vor und gehe stumm in die Richtung einer breiten Straße. Wir sind nicht in der Stadt, links und rechts von uns ist ein Acker und weiter Vorn ist der Hintereingang eines Friedhofes. Nachdem wir eine Kneipe, einen weiteren Kleinen Acker und nervige Kinder hinter uns gelassen haben, sind wir auch schon einige Meter von meinem alten Haus entfernt. Ich will nicht so lange um den heißen Brei reden, es ist nicht sonderlich aufregend, wenn ich sage, dass ich mir Unterwäsche und Ladekabel für das Handy hole. 2 große Reisetaschen werfe ich zu Jeff aus dem Fenster, klettere zu ihm hinunter und reiche ihm eine Tasche. '' Was wird DAS denn!'', fragt er. '' Ich trage den anderen Teil des Gepäcks. Außerdem habe ich noch einen Rucksack auf dem Rücken!'', rede ich ihm ein. Jeff hat aber wenig Lust mir zu helfen. '' Ich sollte dich hierher begleiten und nicht beim Schleppen deiner bescheuerten Sachen helfen!'' '' Wie kann man nur so stur sein? Du bist echt gemein!''

Jetzt scheine ich Jeff zur Weißglut gebracht zu haben. Ich sehe ihm an, dass er sich wirklich beherrschen muss, mir nicht noch eine zu scheuern. Wut in Brannt schnappt er sich eine Tasche, hebt sie kräftig hoch und läuft im schnellen Schritt vor raus. Ich höre ihn wütend vor sich hin murmeln und laufe still hinter ihm her. ---Zu Hause angekommen stürmt Jeff durch die Tür und lässt meine Tasche auf den Boden fallen. Auf einer Couch, vor dem Kamin, sitzt Laughing Jack und mampft Marshmellows, Smile Dog hat es sich auf dem Boden gemütlich gemacht und Mary blickt erschrocken nach oben, von ihrem Buch weg. Jeff geht die Treppe nach oben und Jack ruft ihm hinterher: ''Jeff, iss 'nen Snikers!'' Ich hatte schon etwas Angst vor Jeff aber lächeln müsste ich trotzdem, nach dem Jack diesen Spruch abgelassen hat. Naja, immerhin habe ich meine ganzen Sachen beisammen und kann ohne Sorge hier wohnen. ---Ich habe mein Zimmer fertig eingerichtet, als es plötzlich an der Tür klopft. Mit einem Strahlen im Gesicht tritt Ben in mein Zimmer ein. '' Hallo____! Kann ich dich was fragen?'' Ich bejahte. '' Da du ja neu bei uns bist, dachten sich einige, wir könnten ja eine Willkommensparty für dich machen. Wie findest du das?'' Er lächelt verlegen. '' Das ist ja mal voll nett von euch! Werden wir auch spielen? Also, an der Konsole meine ich.'' Ben scheint vergnügt und antwortet: '' Aber sicher!''

'' Dann mal bis heute Abend! Ich glaube um 18:30 Uhr wollten wir anfangen und davor darfst du nicht nach unten kommen.'' Mit einem freundlichen Gesicht öffnet Ben die Zimmertür, dreht sich noch mal kurz um zu mir und meint: '' Ach, übrigens...Schick eingerichtet dein Zimmer!'' Ich bedanke mich und verabschiede mich bis heute Abend. Wieder allein im Raum greife ich mit klopfenden Herzen zum Handy. 15:21 Uhr. In 3 Stunden geht es los. Eine Party, nur für mich! Ich bin so aufgeregt, ich weiß gar nicht, was ich anziehen soll nachher. Ok, es ist noch viel Zeit, ich könnte mich in der Zwischenzeit etwas unterhalten.

Ich spiele mit einem Flummi oder Ball, surfe im Internet, drehe Däumchen, lese ein Buch, drehe noch mal Däumchen, gucke aus dem Fenster, schneide vor dem Spiegel Grimassen, mache mit dem Handy Fotos von mir....

Die Zeit vergeht wie im Flug........nicht! Aber irgendwann muss es ja mal so weit sein und ich beschließe, mir Gedanken zu machen, was ich anziehe. Ich will auf der Party wirklich nicht in einfachen Alltagsklamotten rumlaufen! Also krame ich einige Kleider raus und entscheide mich schon bald für das...

Das Kleid ist ausgewählt, eine Sorge weniger! Doch ich stehe vor einer neuen Frage: welche Schuhe ziehe ich an! Nach kurzem Überlegen muss ich lachen. Die Entscheidung ist eigentlich nicht sonderlich schwer. Die roten Pumps sehen ganz schick aus.

18:07 Uhr. Ich würde ja am liebsten noch duschen gehen aber die Badezimmer sind ja leider unten und ich soll den Wohnsaal nicht betreten, bis es soweit ist. Um trotzdem angenehm zu duften, benutze ich zuerst ein einfaches Deo, was ich mir unter die Arme sprühe, ohne bestimmten Geruch . Jetzt kommt aber die eigentliche Duftnote!

Ich verwende ein dezent riechendes Parfümöl. Ich tropfe mir etwas auf mein Dekoltee und Hals.

Ich betone nur meine Augen mit Mascara, Lidschatten und Kajal. Die Farben werden schwarz und grau sein.

18:25 Uhr. Ich bin mit dem Schminken fertig, nur noch schnell das Kleid und die Schuhe anziehen! Nervös schaue ich an mir runter, richte mein Kleid etwas und bürste mir noch rasch die Haare. Meine Hände sind etwas feucht, mein Herz rast und in der Magengegend kribbelt es. Ein kleiner Blick aufs Handy, es ist halb 7! Ich öffne die Zimmertür, Musik ist von unten zu hören. Auf weichen Knien gehe ich durch den Flur, will gerade um die Ecke zu den Treppen, als Ben wieder vor mir steht. '' Oh, ich wollte dich eben holen...'' '' Danke, Ben.'', lächle ich ihn an. Er sagt, dass ich gut aussehe und dass die anderen schon bereit sind und auf mich warten. Ich gehe die Treppen hinunter und werde mit einem lauten ' Überraschung! ' begrüßt. Ich strahle über das ganze Gesicht und bedanke mich herzlich bei allen, die Party kann nun beginnen! Ich unterhalte mich interessiert mit Jane, Joy und Mary, später noch mit Slender, Helen(Bloody Painter) und einem Wesen, was sich als ' Der Rake ' vorstellt.

Der Abend war ein voller Erfolg! Pinkamena soll das ganze organisiert haben, sie kann das echt gut und auch, wie sich die anderen Mühe gegeben haben beim Helfen, ist einsame Spitze. Sogar Jeff schien wieder bei besserer Laune gewesen zu sein. Aufräumen wollen wir alle erst morgen machen, Slender wird wohl mit dem Gedanken, ein unordentliches Haus zu haben, einschlafen müssen. Ich gehe in mein Zimmer, reiße mir mein Kleid vom Leib und ziehe mir bequeme Schlafsachen an, dann noch Zähne putzen und ab unter die Decke! ---Während ich in der Dunkelheit mit offenen Augen im Bett liege, denke ich nach...

Ich werde mich bestimmt hier wohl fühlen. Zum ersten Mal gehöre ich irgendwo dazu, bin keine ' Außenseiterin ' oder ähnliches. Wenn ich hier die Leute noch besser kennen lerne, kann ich gute Freundschaften schließen und bestimmt gibt es hier auch Personen, die genau wie ich gleiche Hobbies haben und identische Ansichten und Meinungen. Endlich werde ich akzeptiert.


The 'End

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