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Milles

Miles

Ich hob Miles in mein Auto. Keine Ahnung, wie ich auf seinen Namen gekommen war. Er kam einfach in meine Gedanken. Miles war ein Husky-Wolf Hybrid, nicht sonderlich hübsch, aber ich hatte den 1 1/2 Jährigen Rüden geliebt, seit ich ihn im Tierheim gesehen hatte. Ich brachte ihn in seine neue Heimat, Woodfall.

Er war zu Hause angekommen, und fühlte sich gleich wohl. Er wedelte mit dem buschigen Schwanz und wollte in den nahe gelegenen Wald rennen. Hatte er was gerochen? Er zog an seiner Leine, bis ich nachgeben musste. Er wetzte los, ich hatte keine Zeit, das Auto richtg zuzumachen. "Miles, halt! BLEIB STEHEN!!!", brüllte ich. "Nein, nein, ist schon gut, er darf bleiben", hörte ich etwas flüstern. Die Stimme klang krächzend und... schrill. "N-Nein, er... er ist m-mein Hund, und.. ähh, wir g-gehen jetzt. Sofort! Ko-komm, Miles!" Doch Miles bellte in die Richtung, aus der die Stimme kam. Ich guckte dorthin und sah etwas blasses... Blut im Gesicht... hungrige Augen....

Und weg war ich. Diesmal zerrte ich Miles hinterher, raste nach Hause. Was war das? Wer war das?, dachte ich panisch. An unserem kleinen Häuschen angekommen, versteckte ich mich in meinem Zimmer und schloss alle Türen und Fenster, die nach draußen führten, ab. Bei jedem vorbeifahrenden Auto zuckte ich zusammen, jeder Windrausch ließ mich tiefer unter meine Decke kriechen. Miles stand die ganze Zeit fröhlich mit dem Schwanz wedelnd mit der Tür. "Komm her, Miles. Komm!", flüster-schrie ich im zu.

Später an dem Abend checkte ich meine Facebook-Messages. Nichts. Außer ein "Hast du heute Abend schon was vor? Tu, was du willst. Schlaf aber nicht." von einer Jane Rellik. Jane Rellik? Ich guckte auf ihren Profil, aber zu spät: Der Virus war schon auf meinem Computer. "Mist! Blöde Kuh", murmelte ich, und deshalb beachtete ich ihre Warnung nicht und ging ins Bett.

Ich träumte schön. Miles und ich waren am Strand, spielten im Wasser, dösten in der Sonne und ich machte ein paar echt süße Fotos von ihm. Ich kraulte ihn zwischen den weichen Ohren und am flauschigen Bauch. Doch plötzlich stieg eine Frau aus dem Wasser und sagte mit einer psychopatisch-rauen und hallenden Stimme: "Wach auf! Öffne deine Augen! Jeff ist gleich da! Wach auf! WACH AUF!" Sie kam auf mich zu und- verschwand. Ich schlief weiter. Ich hätte auf sie hören sollen.

Ein spitzes Messer rammte in meinen Mundwinkel und zog sich hoch bis zu meinen Ohren. Schlagartig öffnete ich die Augen und schrie. Blass, Hoodie tief ins Gesicht gezogen, Blut quoll aus den Augen, aufgeschlitzter Mund... Das ist das, was ich sah. Miles kauerte unter meinem Bett. "Du hast ihn genommen", sagte die Stimme aus dem Wald. "Jane war zu voreilig, aber..." Er drehte das Messer, mit dem er meine andere Wange aufgeschnitten hatte, in der Hand um. Schwarzes Blut.

Und er stach es in mein Herz. Aus. Vorbei. Ende. Mit mir.

Jetzt, viele Jahre später, heult Miles im Cottage herum. Menschen kommen oft nachts, um zu sehen, wer das arme Tier gefangen hält. Doch Miles' Lächeln, was sie gleich als erstes sehen, lässt sie sterben. Daher auch Miles' Futter und... Trinken. Miles. Mein Miles. Ich bin so enttäuscht von ihm. Ich sehe gerade runter auf die Erde. Du... öffne nicht diese Tür. Egal was.



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