FANDOM


Hört mir gut zu. Der einzige Grund, weshalb ich euch von meiner Geschichte erzähle ist, weil die bis jetzt bekannte Story von „Jane the Killer“ anfängt mich anzupissen. 

Mein echter Name ist Jane Arkensaw, a.k.a „Jane the Killer“ und dies ist die Geschichte wie ich Jeff kennen lernte , warum ich aussehe wie ich aussehe und wieso es mein Ziel ist, Jeff umzubringen. 

Als ich hörte, das eine neue Familie in das Haus in der Straße gegenüber einzog, war ich deswegen nicht sonderlich überrascht. Es war eine angenehme und freundliche Nachbarschaft und das Haus war relativ günstig, wenn man bedachte wo es stand. Ich schätze ich war 13-14 Jahre alt als mein normales Leben zerstört und zur Hölle auf Erden wurde.

Ich habe Jeff nie wirklich angesprochen, als er mit seiner Familie zu uns in die Gegend zog. Um ganz ehrlich zu ein, ich habe nie mit ihm gesprochen bis zu… dieser Nacht.  Aber um darüber zu reden, ist es noch zu früh.  Mein erster Eindruck von Jeff war ein positiver, er kam wie ein netter Junge rüber. Wahrscheinlich schrieb er gute Noten. Hatte selten Streit mit jemandem.  Vielleicht ist er sogar ein cooler Kerl, wenn er sich jemandem öffnet. 

Sein Bruder Liu, er schien der ältere Bruder von Jeff zu sein, was man ihm ansehen konnte als sie nebeneinander auf der Bank an der Bushaltestelle saßen. Natürlich habe ich das zu diesem Zeitpunkt alles nur geschätzt, ich habe nicht zu viele Gedanken an meine Analysen verschwendet, da ich mich zu diesem Zeitpunkt für die Schule fertig machen musste und ich war spät dran, was außergewöhnlich für mich war, da ich mich bemühe immer pünktlich und nicht zu spät zu erscheinen. Erstrecht wenn es um Schule ging.

Ich war nicht überrascht, als ich Randy und seine Handlanger sah, die mit ihren dämlichen Skateboards’ über Jeff und Liu sprangen. Randy war ein Tyrann der sich immer an jene vergriff die kleiner als er selbst waren.

Er war auch der Grund, weswegen meine Eltern mich zur Schule fuhren und mich nicht wie jeder andere mit dem Bus fahren ließen. Jeder muss sein Essensgeld oder sonstiges Geld an Randy und seine Schläger als „Gebühr“ oder so was abdrücken.

Wir alle wussten, dass Randy und seine Gang Messer bei sich trugen und sie drohten uns damit, diese zu benutzen falls wir es Erwachsenen sagen, dass sie Geld von den Kindern unseres Blocks einnehmen. Jeder, auch die neuen Kinder werden von ihnen eingeschüchtert sowie der Rest von uns.

Als ich durch mein Fenster sah, wie Randy zu Jeff und Liu sprach, schaute ich weg. Ich hatte besseres zu tun als weitere Kinder dabei zu beobachten wie sie ihr Geld an Randy aushändigen mussten. Doch die Neugier packte mich und ein paar Sekunden später riskierte ich einen zweiten Blick. Was ich dann sah, machte mich sprachlos. Jeff stand nun auf. Es sah aus, als hätte Randy bereits das bekommen, wonach  er verlangt hatte.  „ Setz dich einfach hin.“ Dachte ich mir. „sei nicht dumm.“ Dann sah ich wie Jeff Randy ins Gesicht schlug und ihm das Handgelenk brach.  „Oh mein Gott“ flüsterte ich. Auf einmal stieß es laut aus mir heraus: „ Du Idiot!!!“

Meine Eltern rannten die Treppen runter und fragen mich, was passiert sei. Dann blickten sie aus dem Fenster und sahen es. Jeff hatte bereits den mageren Jungen den Arm aufgeschlitzt, ich denke sein Name war Keith, und der ging schreiend zu Boden. Troy ging bereits nach einem Schlag zu Boden. Da mein Haus gegenüber von der Bushaltestelle wo Jeff und Liu auf den Bus warteten war und wir große Fenster an der Frontseite hatten, sahen wir alles, was dort geschah.  Oder besser gesagt, ich sah alles. Meine Eltern kamen erst dazu als Randy den Geldbeutel bereits gestohlen hatte und Jeff auf ihn losging. Sie kannten also nicht die ganze Wahrheit.

Es war beunruhigend Jeff kämpfen zu sehen. Er amüsierte sich zu viel. Ich fühlte, wie sich mein Magen ein wenig verkrampfte, als ob etwas geschehen ist was gar nicht hätte geschehen sollen… oder dürfen. Von Lius Gesichtsausdruck konnte ich schließen, dass Jeff so etwas in der Art normalerweise nicht tut. Das nächste an was ich mich erinnere ist, das Jeff und Liu wegrannten als der Bus kam. Kein Wunder, so wie die Sache aussieht, würden sie auch für alles die Schuld bekommen. Der Busfahrer stieg aus um nach Randy und seiner Gang zu sehen, die immer noch schwer verletzt auf dem Boden lagen. Kurz darauf hörte ich Sirenen von der Polizei und den Krankenwagen, die Ärzte eilten sofort zu der Gang um nach ihnen zu sehen. Den 3 Opfern schienen nichts zu fehlen.

Ihr wisst, außer der Scheiße die aus ihnen rausgeprügelt wurde.

Als meine Eltern mich zur Schule fuhren, verboten sie es mir ausdrücklich jemals mit Jeff zu sprechen. Ich widersprach ihnen nicht.

In der ersten Stunde hatte ich Kunst und so sah ich Jeff nicht bis kurz vor Schulschluss. Ich konnte immer noch die Farben in meinem Bild sehen, wenn ich mich genau konzentrierte. Aber wenn ich versuchte woanders hinzuschauen, kam mir alles so Grau vor.

Ich hatte Jeff nicht gesehen, bis die letzte Schulstunde des Tages vorbei war. Als ich ihn dann sah, wirkte er….so… abwesend. Zuerst dachte ich, er würde es nur vortäuschen damit die anderen und seine Freunde nichts von dem Verbrechen ahnen, das er begangen hatte. Aber er sah wirklich amüsiert aus. Dies lag sicher nicht an der Aufregung von dem ersten Tag an der neuen Schule, soviel kann ich wenigstens schon mal von ihm sagen. Das Grinsen in seinem Gesicht sah für mich sadistisch aus. Es war das Lächeln eines Wahnsinnigen. Die Schulglocke klingelte das zweite Mal, ich stieß die Türen der Schule auf und verließ diese so schnell ich konnte. Niemand außer mir wusste, wer oder was Jeff wirklich war. Ein Irrer.

Der nächste Tag schien ohne Zwischenfälle vorbei zu gehen. Doch dann sah ich die Polizeiwagen vor Jeffs’ Haus.

„ Sieht so aus als hätten sie dich erwischt“, dachte ich mir.

Niemand würde bei so etwas ungestraft davon kommen. Aber ich hatte mich in der Person geirrt, die verhaftet werden soll. Anstatt das die Polizei mit Jeff raus kam, wovon ich überzeugt war, da er die kleinen Punks zusammengeschlagen hat, kamen sie mit Liu heraus. Jeffs’ Bruder. 

Ich konnte mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, das Jeff Liu für diesen Angriff beschuldigt hatte da er zu ihm sagte; „Liu, sag ihnen, das ich es getan habe!“ Ich konnte die beiden zu dieser Zeit verstehen, da meine Wohnungstür offen war und Jeff dies ja schon regelrecht geschrien hatte. 

Ich konnte nicht verstehen, was Liu zu Jeff nach seinem Ausbruch geantwortet  hatte, aber es war wahrscheinlich nicht das, was Jeff hören wollte. Grade mal einige Sekunden später fuhren die Polizisten mit Liu weg, Jeff hatten sie mit seiner Mutter draußen zurück gelassen. Nach einigen Minuten, nachdem die Polizei mit Liu weggefahren war, kam der Vater nach Hause. Die Eltern gingen ins Haus. Jeff blieb draußen. Weinend… aber wer würde das in so einer Situation nicht tun?

Gleich am nächsten Tag verbreiteten sich Gerüchte über Liu wie ein Lauffeuer. Es hat eine Weile gedauert bis die Kinder sich trauten darüber zu lästern weil sie Angst vor Randy hatten. Als es enthüllt wurde, das Randy und seine Gang für ein paar Tage nicht zur Schule kommen würden, entschied sich jeder diesen Vorteil so gut wie möglich auszunutzen und in kürzester Zeit machten random Geschichten mit nichts als gelogenem Bullshit die Runde.

„Ich hörte, dass Liu Troys’ Arm aufgeschlitzt hat!“

„ach ja? Ich hörte, das Liu Keith so hart in den Bauch geboxt hat, das er Blut spucken musste!“

„Das ist doch gar nichts! Ich hörte das Liu Randy so hart auf die Nase geschlagen hatte, das diese auf der Rückseite seines Kopfes wieder hervorgetreten ist!“ und etc. etc. etc.


Persönlich wollte ich nie irgendetwas mit Jeff und seinem Bruder zu tun haben. Aber… Jeff sah so einsam und aufgebracht aus das ich irgendwas tun musste. Also schrieb ich ihm einen Brief, worin stand dass er hier noch jemanden hat, der ihm glaubt. Das er hier noch einen Freund hat. Und das ich im Begriff war, im Jugendgefängnis zu bezeugen was wirklich geschah um Lius’ Unschuld zu beweisen. Bevor der Unterricht begann, ließ ich den Brief auf den ich den Buchstaben „J“ geschrieben hatte auf seinem Tisch in der Klasse zurück und verließ das Zimmer. Als ich zurück kam saß Jeff an seinem Tisch und der Brief war verschwunden. 

Der Samstag brach an und ich war allein zuhause während meine Eltern arbeiten waren. Der kleine Junge nebenan hatte heute Geburtstag und gab eine kleine Kinderparty. Zu dieser Zeit hatte ich mein Fenster offen, um ein bisschen frische Luft in mein Zimmer wehen zu lassen, als ich Hausaufgaben machte. Aber die Kinder waren so laut das ich entschied mein Fenster doch zu schließen. Ich war dabei das Fenster zu schließen als ich Jeff sah, der mit den Kindern spielte. Er rannte herum, hatte einen von den gefälschten Cowboyhüten auf und trug eine Spielzeug- Pistole mit sich. Er sah so lächerlich aus, dass ich lachen musste.

„Vielleicht ist er ja gar nicht so ein Monster wie ich dachte.“  Dachte ich, beschämt von mir selbst da ich ihn als eins verdächtigt hatte. 

Als ich das Fenster schloss, sah ich wie Randy, Keith und Troy mit ihren Skateboards über den Zaun sprangen, hinter dem Jeff sich befand. 

„nicht schon wieder!“ ,sagte ich während ich das Fenster schnell wieder öffnete. 

Ich sah wie Randy und Jeff sich kurz unterhielten, aber ich konnte wegen dem Geschrei und Geheule der Kinder nichts verstehen. Dann rannte Randy auf Jeff zu und griff ihn an. Ich war dabei die Polizei zu rufen als ich Keith und Troy hörte wie sie riefen: „Keiner mischt sich ein, sonst gibt’s Tote!“ Ich schaute wieder aus dem Fenster und sah, dass die beiden Pistolen in ihren Händen bereithielten. Ich hätte keine Hilfe hohlen können, ohne die anderen in Gefahr zu bringen. Ich hätte die Nummer 9-1-1 ohnehin eh nicht anrufen können da die Batterien in meinem Telefon tot waren. 

Jeff lag auf der Seite als er von Randy einen Tritt ins Gesicht bekam, darauf hin griff Jeff sich Randys’ Fuß und drehte ihn. Randy fiel zu Boden und Jeff versuchte zu dem Haus zurück zu gelangen als Troy ihm am Kragen packte und durch die Scheiben des Hauses schmetterte. Ich hörte Glas zerschmettern und ab da wurde mir klar, dass sie versuchen ihn umzubringen.

„Randy du Arschgesicht!“  ,schrie ich aber er konnte mich wegen dem Geschrei der Kinder nicht hören. 

Ich konnte nicht mehr länger warten und rannte in das Schlafzimmer meiner Eltern und suchte nach dem Handy von meinem Vater, hoffend das er es zuhause vergessen hatte. Das Herz in meiner Brust raste, mir war bewusst, je länger ich brauchte  um Hilfe zu hohlen umso höher stiegt die Wahrscheinlichkeit, das jemand getötet wurde. Endlich fand ich das Handy unter dem Bett. Ich verlor keine Zeit und haute die Nummer 9-1-1 in die Tasten.

„911, Hallo?“

„ich brauche dringend Hilfe, es ist ein Notfall! Da sind so Typen mit Skateboards’ über den Zaun meiner Nachbarn gesprungen und verprügeln nun jemanden! Sie haben Pistolen also beeilen sie sich!“

„Okay, Miss. Nennen sie mir die Adresse und ich werde sofort Streifenwagen schicken.“


Ich sagte dem Polizisten schnell meine Hausnummer und die von Nebenan.  „Bitte beeilen sie sich!“ Sagte ich.

„es ist okay, wir sind schon unterwe- ’’ BANG BANG BANG!

Ich hörte laute Schüsse von Nebenan. Ich erschrak und schrie dabei kurz auf, ließ vor Schreck das Handy auf den Boden fallen und es ging kaputt. Dann rannte ich wieder in mein Zimmer zu dem Fenster und versuchte herauszubekommen was los war.  Aber nicht sehr viel später als ich meinen Kopf aus dem Fenster streckte, hörte ich das Geräusch wie ein großes Feuer entflammte und den Schrei.. 

Ich werde Jeff genauso schreien lassen, wenn ich ihn finde. Das einzige, womit ich das vergleichen kann, ist mit dem Todesschrei eines Tieres. Zu diesem Zeitpunkt war es für mich entsetzlich. Aber jetzt ist es wie Musik in meinen Ohren und es gibt nichts auf der Welt was ich lieber hören will als diesen Schrei von Jeff. 

Ich sah, wie Feuer aus dem Haus stieß, als käme es von einem wütenden Drachen. Ich rannte sofort die Treppe runter, griff den Feuerlöscher in der Küche und rannte nach draußen. Als ich rannte löste ich die Sicherung von dem Feuerlöscher um ihn sofort benutzen zu können.  Zum Glück war die Tür nicht abgeschlossen und so konnte ich ohne Probleme rein. Aber als ich Jeff sah, erstarrte ich voll und ganz. Er lag am Ende der Treppe, sein ganzer Körper brannte. Die Erwachsenen versuchten, das Feuer zu löschen. Ich sah wie einige Hautstellen von ihm schon abgebrannt waren. Einige Stellen waren pink, einige Körperstellen verkohlten doch der ganze Körper war verbrannt und glühte in einem brennenden Rot. Durch diesen Anblick schrie ich und wurde Ohnmächtig. Das letzte, woran ich mich erinnere ist, das einige Erwachsene auf mich zugerannt kamen. Entweder um mit zu helfen oder um sich den Feuerlöscher zu hohlen, ich weiß es nicht.

Als ich wieder zu mir kam, fand ich mich in einem Krankenhaus wieder und trug eins von diesen Kleidern, das Patienten auch immer tragen. Eine Krankenschwester kam Momente später hinein. Sie hatte lange braune Haare, die sie zum Dutt gebunden hatte und unter ihrem Hut trug. Sie sah aus, als wolle sie nicht hier sein. Ich frage sie was passiert war. 

„Alles, was ich weiß, ist dass du mit ein paar anderen Kindern eingeliefert wurdest, da du ohnmächtig wurdest und dir den Kopf an dem Feuerlöscher gestoßen hast“, sagte sie genervt. 

„Ein Feuerlöscher?“ Ich hob meine Hand und fasste mir an den Kopf. Ich fühlte Bandagen, so dick um meinen Kopf gebunden das ich mir wie eine Orange vorkam. Dann erinnerte ich mich an  Jeff. „Einer der Jungs der hier eingeliefert wurde, der so stark verbrannt war, geht es ihm gut?“ 

Sie seufzte. „Hör mal, du wurdest mit zwei weiteren Jungs eingeliefert die Verbrennungen erlitten und nein, ich lass dich nicht zu ihm nur weil ihr zusammen seid.“

Ich fühlte wie die Hitze in meinem Gesicht anstieg. „Ich bin nicht mit ihm zusammen! Wärst du etwa nicht um jemanden besorgt der vor deinen Augen lebendig verbrannt wurde?!“ Ich versuchte ruhig zu bleiben, aber meine Stimme zitterte so heftig, dass es sich anhörte, als würde ich lügen.

„wie auch immer. Deine Eltern sind da. Willst du sie sehen?“ fragte sie. 

„Ja, natürlich!“ Hauptsache weg von dieser Krankenschwester. 

Meine Eltern kamen rein und  die Krankenschwester zog endlich ab. Meine Eltern fragten, was passiert ist. Ich erzählte ihnen alles. Vom Kampf, vom Brief, einfach alles. 

„Ich wusste, dass Randy keine gute Person ist!“  Sagte meine Mutter. „Wisst ihr irgendwas über Jeffs’ Zustand?“  fragte ich.  „Nein, nicht mal eine Kleinigkeit“ , sagte mein Vater, „als wir hörten was passiert ist, kamen wir so schnell wie möglich hierher“.  „Aber wer hat euch Bescheid gegeben?“, fragte ich da ich niemanden auf der Party sah, der meine Familie kennen würde. 

„das Krankenhaus hat uns angerufen“, erwiderte meine Mutter. 

„Gut, ich denke das macht Sinn.“ Es machte für mich natürlich überhaupt keinen Sinn. Ich hatte gar nichts dabei um mich zu identifizieren, keinen Ausweis oder sonst was also frage ich mich, wie sie mich identifizieren konnten.  

Ich schaute zur Tür und sah eine Frau und einen Mann in ihr stehen. Meine Eltern verfolgten meinen Blick und sahen die beiden auch. 

„Entschuldigt mich, aber ist das Jane Arkensaws’ Zimmer?“ , fragte die Frau.

„Ja.“ Antwortete meine Mutter „und wer sind sie?“

„Ich bin Margret und das ist Peter, mein Ehemann“ Sie deutete auf den Mann neben ihr „wir sind die Eltern von Jeff.“

Ich stand von meinem Bett auf. 

„ich bin Isabelle, das ist mein Ehemann Greg und unsere Tochter, Jane.“  Mama deutete auf mich.

„Du bist das Mädchen, das mit dem Feuerlöscher rein gerannt kam?“ , fragte Margret.

„Ja.“ , antworte ich schnell, peinlich berührt „geht es ihrem Sohn gut?“

„Er erwachte vor ein paar Stunden aus seiner Bewusstlosigkeit. Die Ärzte sagen, dass es ihm soweit gut geht“ , sagte Margret zu mir mit einem sanften Lächeln auf dem Lippen.

Nachdem ich das hörte, konnte ich mich entspannen „das ist gut...“ , sagte ich. „Hört zu. Ich weiß was Jeff und Liu an ihrem ersten Schultag passiert ist“  Dann erzählte ich Jeffs’ Eltern was wirklich mit Randy und seiner Crew geschehen ist.  

„Wir ahnten ja nicht, dass Jeff zu so was im Stande sein könnte“ , sagte Peter etwas überrascht. 

„Ich werde bezeugen, dass Liu niemanden verprügelt hat und das Jeff Randy und seine Gang nur aus Selbstverteidigung angriff!“

„Das wird nicht nötig sein.“ , sagte Margret „Liu wird aus dem Jungengefängnis entlassen nachdem Zeugen ausgesagt hatten, das Randy derjenige war, der zuerst angriff.“

„Das ist gut…“ , meinte ich daraufhin.

„Wir kamen bloß um dir zu danken, dass du versucht hast unseren Sohn zu retten, Jane. Es erwärmt mein Herz so ein selbstloses junges Mädchen in deinem Alter zu sehen.“

Ich errötete. „Ich habe bloß das getan, was jeder in so einer Situation getan hätte“ Ich schaute nach unten, „Ich bin kein Held.“

„Ach, Unsinn!“ , warf Margret dazwischen „Das Mindeste was wir tun können, ist euch bei uns zum Abendessen einzuladen sobald Jeff aus dem Krankenhaus entlassen wird!“

Ich schaute zu meiner Mutter. „Es wäre uns eine Ehre“ , sagte sie dann.

„Dann ist es beschlossen! Wir melden uns sobald Jeff wieder bei uns ist.“ Wir verabschiedeten uns und Margret und Peter verließen das Zimmer.

2 Tage sind vergangen als ich das Krankenhaus wieder verlassen durfte. Während dieser Zeit hatte ich keinen Kontakt zu Jeff oder zu seiner Familie, aber ich hörte das Liu aus dem Jugendknast entlassen wurde und das Jeffs’ Wunden gut verheilen.

Zurück in der Schule bekam ich von meinem Umfeld ungewohnt viel Aufmerksamkeit, vielleicht lag es daran, da ich die einzige auf der Schule war, die sah was auf der Party wirklich abging. Doch den einzigen, denen ich alles erzählte waren meine Freunde:  Dani, Marcy und Erica. Ich wusste nicht genau was ich sagen sollte, also beschrieb ich einfach das, was ich gesehen hatte. 

„Hört sich an als ob Jeff ordentlich sein Fett weg bekam“, sagte Dani. Sie hatte Rabenschwarzes Haar mit Saphir blauen Augen. Sie war ohne Frage die „Anführerin“ von uns.

„Na ja, wenigstens hat er gekämpft. Ich hörte, sie haben neben Jeff’ auch noch die anderen Idioten mit ins Krankenhaus genommen“, kicherte Erica. Sie trug immer Klamotten die aussahen als kämen sie aus dem 80ern oder so. Lange, Oberschenkel-Hohe Regenbogenfarbige Strümpfe, mit den dazu passenden Haaren und sie trug immer so eine Art Rucksack mit sich.

„Sie nahmen Jane ebenfalls mit ins Krankenhaus. Vielleicht hat sie ja auch versucht ihn zu verprügeln, wer weiß?“ ,lachte Marcy. Sie war das „Girly-girl“ unserer kleinen Gruppe. Sie war blond und hatte braune Augen, immer wenn wir sie sahen hatte sie auch irgendwas pinkes an sich. Egal ob es die Farbe von ihrem T-Shirt war, oder die Farbe von dem Schmuck den sie trug und sie war eine der größten Drama-Queens’ die ich kannte. Sie sagte immer ihre Meinung direkt aus ihr raus oder brüllte ihren Anteil, wenn sie was mit zu reden hatte. 

„Ich sagte dir bereits, ich bin rüber gegangen um Jeff zu helfen weil irgendwas nicht gestimmt hatte!“, murmelte ich. Ich war die ‚ plain(schlicht)-Jane’, braune Haare, grüne Augen und ein unauffälliges Aussehen. 

„Oder vielleicht… wolltest DU deinen Geliebten einfach nur noch ein letztes mal sehen!“ , sagte Marcy in ihrer dramatischen Stimme.

Ich schaute sie überrascht an. Meine Augen wurden groß wie Teller. „Wa…Was?“

„Du kannst es nicht mehr leugnen, Jane Arkensaw! Du hast dich in Jeff verliebt!“

Als sie das sagte, entschied sich jedes Blutkörperchen meines Körpers in meinen Kopf zu wandern.

„Was?! N-nein! Ich wollte ihm nur helfen, das ist alles!“ 

„Lügnerin! Ich habe gesehen wie du einen Brief von dir auf seinen Tisch gelegt hast! Was stand da drin, etwa ein Liebesgeständnis?“

„Nein! So was war es nicht! Es war…“

„Also hast du ihn einen Zettel gegeben und ihn dann verlassen?“

„Was meinst du damit?!“

„ich habe es bloß geahnt“. Sie gab mir ein zynisches kleines Lächeln und wartete auf meine Antwort.

Die anderen Mädels begannen mich auszulachen.

„Jane, das war ein spaß! Ich veralbere dich nur“ lächelte Marcy.

„Dein Gesicht ist knallrot, wie eine Tomate!“ , kicherte Erica.

„Ich hasse euch“ grummelte Ich. 

„Oh, hör auf immer so ernst zu sein!“  Dani legte ihre Hand auf meine Schulter „Lasst uns zur Klasse gehen…“

Die Wochen vergingen, alles schien normal zu sein. Ich glaube, Liu hat sogar ein paar Freunde gefunden. Alles verlief normal und nichts passierte. Eines Tages kam Liu zu mir und sprach mich an. 

„Entschuldige, du bist Jane, oder?“

Ich drehte mich um und sah Liu.

„Ja. Und du bist Liu, richtig? Jeffs’ Bruder?“

„Yeah“ er sah ein bisschen unglücklich aus. Und dann wieder, so bin ich. „Meine Eltern wollten, dass ich dir sage das Jeff seine Bandagen in ein paar Tagen abgenommen bekommt, also könnt ihr bald  einen Anruf von uns erwarten wo wir euch zum Essen einladen“.

„Okay, gut. Danke“ , sagte Ich.

Er war dabei sich umzudrehen als er sagte „ Hey, ehm… was du für Jeff getan hast war echt ehrenhaft.“

„Danke..“

„Ich hörte das du versucht hast meinem Bruder mit einem Feuerlöscher zu helfen. Das war cool“. 

„ja? Ich denke wir sehen uns“.

„Ja, bye“.

Ich sah ihm nach als er weg lief als ich neben mir eine leise Stimme hörte. „Betrügst du etwa deinen Freund?“

„the fuck?!“ Ich drehte mich überrascht um. Es war Marcy.

„und dann auch noch mit seinem eigenen Bruder!“ , zischte sie mich künstlich an.

„Halt den Mund!“ schrie ich. Dann drehte ich meinen Kopf um, um sicher zu gehen, das Liu nichts mitbekommen hat. Hatte er nicht.

„Lass uns in die Klasse gehen“ grummelte ich.

Zwei Tage vergingen bis das Telefon klingelte. Meinte Mutter beantwortete es. Ein Paar Momente später legte sie auf und sagte mir das:

„Jeff wird heute aus dem Krankenhaus entlassen, Jane!“

Ich schaute zu ihr hoch „Das ist super!“

„Sieht so aus als hätten wir in ein paar Tagen unser kostenloses Abendessen“ kicherte meine Mum. 

Einige Stunden vergingen und ich hörte wie ein Auto in die Einfahrt unserer Straße rein fuhr. Ich schaute aus dem Fenster und sah das Auto von Jeffs’ Familie vor ihrem Haus.  „Jeff ist zuhause!“ Ich entschied sie aus Neugier zu beobachten um zu sehen, wie er jetzt aussah.  Heiliger Gott, was habe ich für einen Fehler gemacht.

Sein Vater stieg aus. Dann seine Mutter. Dann Liu. Aber wie ich mir vorstellte, wie Jeff aussehen würde, lag weiter von dem weg was ich sah, als ich dachte. Er hatte lange schwarze Haare, die zu seinen Schultern runter hingen, weiße, ledrige  Haut und dieses lächeln… Dieses lächeln war dasselbe lächeln, das ich auch in der Schule sah nachdem er Randy, Keith und Troy verprügelt hatte.

Aber Jeff sah genau in meine Richtung. In meine Augen. Ich konnte diese Kaltherzigkeit spüren,  wie sadistische Blicke sich direkt in meine Seele bohrten. Ich zittere selbst heute noch, wenn ich mich daran zurück erinnere. Er schaute mich gefühlte Stunden an bis er wegschaute. Ich sah ihn mit seinen Eltern ins Haus gehen. Mein Atem stoppte bis sich die Haustür hinter ihnen schloss. Meine Eltern kamen ins Wohnzimmer und fragten was los sei.

Meine einzige Antwort war ein lauter, langer schrei. Dann fiel ich in Ohnmacht.

Als ich endlich wieder aufwachte, war es draußen bereits dunkel. Meine Eltern waren nicht in ihrem Schlafzimmer. Im ganzen Haus herrschte Todesstille. Ich stand auf und ging die Treppen runter. Ich trug ein langes Nachthemd, das ich noch nicht trug, bevor ich in Ohnmacht fiel.  Ich ging runter in die Küche. Die Lichter brannten, was ungewöhnlich war da meine Eltern mir immer sagten ich solle das Licht ausmachen, wenn ich den Raum verlasse. 

Da war eine Nachricht auf dem Tisch.

Ich hob sie auf.

Auf dem Papier stand dies: „Kommst du nicht zum Abendessen? Deine Freunde sind auch hier“.

Ich fing an, heftig zu zittern. Ich lies das Papier fallen. Ich ging zum Wohnzimmerfenster und schaute hinaus. Die Lichter in Jeffs’ Haus brannten. Ich wusste, dass ich dort hingehen muss aber vor Schock konnte ich nicht mehr klar denken. Ich schüttelte meinen Kopf und schaute wieder zurück. Ich sah Jeff, wie er in seinem Haus mit einem Messer in der Hand am Fenster lehnte und das Messer am Glas strich. 

Tap. Tap. Tap

Er lächelte immer noch.

Tap. Tap. Tap.

Ich fing an mich vom Fenster zu entfernen, niemals meinen Blick von ihm weichen lassend. Dann drehte ich mich um und rannte in die Küche.

Als ich mich in der Küche umschauen wollte und an das Fenster schaute, da ich einen kleinen Blutstreifen am Fenster.  Ich drehte mich um und blickte durch die Küche. Alles schien an seinem Platz zu sein. Auch die Messer. Ich packte eins von ihnen und hielt es fest. Dann fand ich das Telefon und versuchte die Nummer 9-1-1 zu wählen. Aber das Telefonkabel war durchgeschnitten. Ich hatte keine Ahnung wo Papas’ Handy war, oder ob es bereits repariert wurde. Ich wollte nicht die Treppen hochgehen, um es zu finden. Ich hatte Angst erstochen zu werden, während ich nach ihm suchte; und wenn ich einen der Nachbarn um Hilfe fragen würde könnte Jeff diejenigen Töten oder verletzten die von ihm gefangen waren. Ich hatte also nur eine Wahl. Ich muss Jeff alleine finden. 

Ich umklammerte das Messer fester, ging zur Haustür, zog meine Schuhe an und ging nach draußen in die Nacht. Meine Hand verweilte am Türknauf als ich draußen ging. Aber ich wusste, was ich zu tun hatte. Ich ließ den Türknauf los und marschierte über die Straße zu dem Haus von Jeff. Als ich dem Haus näher kam wurde ich immer langsamer. Meine Knie fingen an zu zittern, meiner Stirn liefen Schweißperlen herunter und mein Atmen wurde schneller und schwerer. Bevor ich es richtig bemerkte stand ich vor der Eingangstür, keuchend wie ein Hund. Ich find wieder an mich zu kontrollieren, packte den Türknauf, schloss meine Augen und riss die Tür auf. 

Da stand ich nun ich der offenen Tür, das Messer in meiner rechten und den Türknauf in meiner linken Hand haltend, zu ängstlich um meine Augen wieder zu öffnen. Bis ich eine Stimme sagen hörte, „Sieht so aus, als hättest du es geschafft. Ich bin froh das du es getan hast, mein Freund“. Ich öffnete meine Augen. Dann schrie ich.

Seine Augen waren groß und schienen sich niemals zu schließen, sein lächeln war Blutrot. Er hatte sich ein lächeln ins Gesicht geschnitten! Seine Klamotten waren mit Blut bedeckt, ich verlor mein Bewusstsein. 

Als ich wieder aufwachte, war ich an einem Esstisch. Mein Messer war weg, als ich hoch schaute, sah ich noch andere Leute am Tisch sitzen. Es waren meine Eltern, Jeffs’ Eltern, sein Bruder Liu und meine Freunde. Sie waren alle tot. Sie hatten alle ein lächeln in ihre Gesichter geritzt und große Messerstichwunden in ihrer Brust. Dann roch ich etwas unerträgliches, es war fürchterlich… es war etwas, das ich noch in meinem Leben zuvor gerochen hatte. Es war der Geruch des Todes. Ich versuchte zu schreien, doch ich war geknebelt und an einem Stuhl gefesselt. Ich schaute ungläubig durch den Raum. Tränen sammelten sich in meinen Augen, von diesem Anblick und dem Geruch toter Körper.

„Sieh an, wer endlich aufgewacht ist.“

Ich drehte meinen Kopf und sah neben mich. Ich sah Jeff dort. Ich versuchte zu schreien, aber das Tuch, womit er mich geknebelt hatte war im Weg. Plötzlich war er neben mir und hielt sein Messer an meinen Hals. 

"Shhhhhhh, shush, shush, shush. Es gehört sich nicht, Freunde anzuschreien“. Er fing an mit dem Messer über mein Gesicht zu gleiten. Er zog wiederholt unsichtbare Linen von den Ecken meines Mundes über meine Wangen, das ein großes lächeln darstellen sollte. Ich zitterte als er das tat. Als ich wegschauen wollte, griff er sich meinen Hinterkopf und zwang mich das Szenario am Esstisch anzusehen. „Jetzt, werde nicht unhöflich. Du beleidigst jeden damit wenn du dir nicht ihre hübschen Gesichter ansiehst“

Ich schaute zurück an den Esstisch, ich sah von jedem das Gesicht in das ein großes grinsen hinein geritzt wurde und aus einigen Stichwunden in ihrer Brust floss immer noch frisches Blut. Heiße Tränen flossen meinem Gesicht herunter und ich begann zu schluchzen. 

„Awww, was ist denn los?” schnurrte Jeff. „Bist du verärgert, dass du nicht so wunderschön wie sie aussiehst?“

Ich schaute ihn an und versuchte zu verstehen was er meinte. Aber ich schaute wieder weg zum Tisch als ich sein Gesicht sah. 

„Keine Sorge, ich werde dich auch so wunderschön machen. Na, was sagst du dazu?“ er glitt mit dem Messer unter das Tuch vor meinem Mund und schnitt es durch. 

Ich spuckte das Tuch aus und schaute ihn dann an, direkt in seine Augen und versuchte den Blickkontakt zu halten. Er nickte seinen Kopf zur Seite als er meinen Blick erwiderte. Ich schloss meine Augen und schaute wieder weg von ihm. Dann murmelte ich finster: „Geh dich ficken!“ ich drehe mich zu ihm zurück „Du Joker-Fresse!“ 

Er lachte mir direkt ins Gesicht. Ich hätte es vorgezogen, wenn er nur gelächelt hätte. 

„Du bist lustiger als ich dachte!“

Er kam mir näher. Ich schaute weg. Ich fühlte sein Atmen an meiner Haut. 

„Freunde tun Freunden gefallen, nicht? Dann werde ich dir jetzt eine Gefälligkeit machen.“

Ich fühlte wie er meinen Hinterkopf losließ. Als ich mich umdrehte, hatte er den Raum verlassen. Ich schaute wieder einmal zum Tisch und nahm es alles hin. Frische Tränen fingen an meinem Gesicht hinunter zu laufen als ich mich erinnerte, das meine Freunde und Familie nur ein paar Stunden zuvor noch am Leben waren.  Ich weinte immer noch als Jeff wiederkam.

„Weine nicht. Es wird schnell vorbei sein“.

Ich schaute an ihm runter und sah wie er einen Behälter mit Bleichmittel und eine Kanne Benzin in den Händen hielt. 

Meine Augen weiteten sich und ich schaute ihn an. 

„Ich habe keinen Alkohol, also wird das Benzin aushelfen müssen“.

Er begann mich mit Bleichmittel und Benzin zu übergießen. 

„Wir sollten uns besser beeilen, Jane. Ich habe nämlich schon die Feuerwehr angerufen“.

Dann zog er ein einzelnes Streichholz hervor.

Entzündete es…

… und warf es nach mir.

Die Flammen brachen sofort aus sobald das Streichholz in Kontakt mit mir kam. Ich schrie so laut wie möglich. Der Schmerz war unerträglich. Ich spürte mein Fleisch vom Körper abschmelzen, die Hitze drang in jede Pore meines Körpers ein, das Blut verdunstete in meinen Adern und meine Knochen wurden verkohlt und spröde. 

Vor meinem Black-out hörte ich Jeff lachen, „Wir sehen uns später, mein Freund! Ich hoffe du wirst hierdurch so wunderschön wie ich! AHAHAHAHA!“

Dann wurde alles schwarz. 

Als ich aufwachte saß ich in einem Bett im Krankenhaus, Bandagiert von Kopf bis Fuß. Alles drehte sich und es tat weh zu blinzeln und zu atmen.

Ich sah mich um und blickte durch einen leeren Raum. Ich stöhnte laut, da mein Mund auch verbunden war. Alles tat weh. Eine Krankenschwester betrat wenige Minuten später den Raum. 

„Jane? Kannst du mich hören?“

Ich schaute zu ihr. Der Raum drehte dich noch mehr.

„Jane, ich bin deine Krankenschwester, Jackie, ich weiß nicht wie ich es dir sagen soll… aber deine Familie starb im Feuer. Es tut mir sehr leid“.

Tränen fingen wieder an mein Gesicht herunter zu fallen. Ich schluchzte

„Nein, Honey. Weine nicht, du würdest ansonsten nicht mehr Atmen können“.

Ich konnte nicht aufhören. 

„Jane, ich werde dir nun etwas geben was dir hilft dich zu beruhigen, okay?“

Ich spürte wie etwas durch meine Blutadern strömte, dann schlief ich wieder ein. 

Als ich wieder aufwachte konnte ich mich mehr bewegen und mein Körper war nicht mehr vergipst wie beim ersten Mal. Ich blickte umher und sah, dass Blumen in meinem Raum standen. Manche waren voller blühte während andere starben. Ich versuchte aufzustehen als eine Krankenschwester ins Zimmer kam und mich wieder aufs Bett drückte. 

„ruhig, Jane. Du hast für eine weile geschlafen, versuch es dir leicht zu machen“. 

Ich versuchte zu sprechen. Meine Stimme klang rau „wie… wie lange habe ich geschlafen?“

„Nahezu 2 Wochen. Du wurdest in ein medizinisch induziertes Koma gesetzt damit dein Körper besser verheilen konnte. Ich bin dieselbe Krankenschwester die auch bei dir war, als du das erste Mal erwacht bist.“

„Gib mir einen Spiegel“, sagte ich.

„Jane, ich denke nicht das es für dich jetzt so gu-.“

„GIB MIR EINEN SPIEGEL!!“ 

Ich fühlte wie mir der Griff von einem Spiegel in die Hand geschoben wurde. Als ich in den Spiegel sah lies ich ihn zu Boden fallen. Das Zerbrechen des Spiegels konnte sich nicht mit meiner Realisierung vergleichen lassen. Meine Haut war lederig und braun, es befand sich kein einziges Haar mehr auf meinem Kopf und die Haut um meine Augen war schlaff. Ich sah so schlimm aus wie Jeff. 

Alles spielte sich flutenartig wieder in meinem Kopf ab. Ich fing an so heftig zu weinen, wie ich es noch nie tat. Die Krankenschwester umarmte mich aber das hat nicht viel geholfen. Bei der Höhe meines Schluchzens überraschte es mich das kein anderer ins Zimmer kam um nach mir zu sehen. Als ich fertig war, konnte ich kaum sprechen. 

Jemand kam zur Tür rein. 

„Entschuldigt mich, aber ich hier eine Lieferung für eine ‚Miss Arkensaw’?“

„Ich werde es an mich nehmen.“ Jackie stand auf und ging zur Tür. Ich wollte nicht, das der Lieferant mich ansah, darum starrte ich an die Wand vor mir. 

„Zweifellos sorgt sich jemand um dich, Jane. Es sieht so aus, als käme es von derselben Person die dir auch alle diese Blumen und das Paket geschickt hat.“

Ich schaute sie an. Sie hielt ein Paket, das mit einem rosa Papier eingewickelt und mich einer braunen Schnurr zugebunden war. Ich streckte die Hand aus und nahm es von ihr. Als ich das zweite Paket von ihr annahm, merkte  ich dass etwas nicht stimmte. 

„Entschuldigung, aber könnte ich bitte was zu essen haben?“  fragte ich so süß wie möglich. 

„Oh, natürlich! Ich werde dir sofort etwas zu Essen hohlen“ Jackie lächelte zurück und verließ den Raum.

Meine Hände zitterten als ich die Schnurr nahm und sie zog. Das Papier hüpfte leicht zur Seite dann sah ich etwas, dass mein Blut in Eis verwandelte. Es war eine weiße Maske mit schwarz umrandeten Augen &’ schwarzen Lippen die ein weibliches lächeln zeigten. Schwarzer Stoff bedeckte die Augenhöhlen der Maske, selbst wenn jemand meine Augen nicht sehen kann, ich kann denjenigen sehen. Da waren auch ein schwarzes, langes Kleid mit einem Rollkragen, schwarze Handschuhe und eine schwarze Perücke mit wunderschönen Locken. Mit all diesen Sachen war ein Bouquet, in dem befand sich ein Messer, das in Schwarzen Rosenblättern eingebettet war. Der Maske war auch ein Brief beigefügt:

„Jane, es tut mir leid, dass ich daran gescheitert bin, dich wunderschön zu machen. Also gebe ich dir eine Maske, sie wird dich hübsch machen bis ich es besser mache. Du hast auch den Messer vergessen, ich dachte mir das du es vielleicht  wiederhaben willst.“

‚-Jeff’ 

Als die Krankenschwester Jackie wiederkam, hatte ich schon das Geschenk unter dem Bett versteckt. Ich erzählte ihr, das alles was ich bekam, diese Rosenblätter waren. Sie sah davon etwas angewidert aus und schmiss die Rosenblätter aus dem Fenster. Ich dankte ihr dafür.

In dieser Nacht, als jeder schlief und nur noch das Nachtschicht Personal im Krankenhaus war, schlich ich mich raus. Das einzige was ich anziehen konnte, war das Kleid. Ich zog es also an und fand draußen im Korridor ein paar Schuhe, die eine leichtsinnige Krankenschwester wohl vergessen hatte.  Ich trug die Perücke und sah somit weniger auffällig aus. 

Ich wusste nicht wohin ich ging und es war mir egal. Als ich endlich aufhörte zu laufen, fand ich mich vor einem Friedhof wieder. Als ich ihn betrat sah ich kurze Zeit später zwei Grabsteine. Isabelle Arkensaw and Gregory Arkensaw. Ich sank vor ihren Grabsteinen runter auf meine Knie und fing wieder an zu weinen. Als ich mich endlich wieder aufrichtete, fing die Sonne an langsam aufzugehen und so begann ein neues Kapitel in meinem Leben. Ich nahm die Maske hervor und zog sie an. Dann hob ich das Messer auf und hielt es so fest wie das erste Mal in dieser Nacht vor wenigen Wochen. Dann drehte ich mich um und schaute auf die aufgehende Sonne. An diesem Tag schwor ich, Rache an Jeff the Killer zu nehmen und änderte meinen Namen in ‚Jane Everlasting’. Denn ich werde die Einzige sein, die Jeff ewig jagt bis der Wahnsinn ein Ende hat und er Tod ist.

Seit diesem Tag habe ich versucht, Jeff zu finden und ihn zu töten.  

Ihn zu Jagen.

Ihn jagen wie ein Tier, das er ist. 

„Ich werde dich finden, Jeff. Und ich werde dich töten!“.

Für das Foto suchte ich dafür noch die Quote: „Don’t go to sleep. You will never wake up.“ Das erklärt schön viel, was ich mit Jeffs’ Opfern vorhabe, sie davor zu bewahren, überhaupt ein Opfer von ihm zu werden. Wer sagt, dass ich sie töte damit sie von Jeff nicht getötet werden, unterliegt einem großes Missverständnis. 

So, das ist meine Geschichte. Ob du diese Tatsache akzeptiert oder nicht, liegt nicht in meiner Entscheidung. Und jetzt entschuldige mich, die Sonne geht grade unter und die Jagt geht weiter.

Jane-0

(Original --> The_Real_Storyhttp://spinpasta.wikia.com/wiki/Jane_the_Killer:_ )

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.