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Da einige brutale Morde in Marias Nachbarschaft begangen und der Mörder noch nicht gefasst, geschweige denn gesehen wurde, legte sie sich zusammen mit ihrer Mitbewohnerin Julie eine normale Handfeuerwaffe Kaliber 9 und einen Taser zu. Der Taser war eigentlich zur Verteidigung gegen Bären gedacht, aber das was die beiden so von den Morden erfuhren war Grund genug auf Nummer sicher zu gehen.

Außerdem bekamen sie von ihren besorgten Familien ein neues Sicherheitssystem geschenkt. Mit Überwachung des Außen- und des Eingangsbereichs und den Flur direkt von ihren Laptops aus. Julies bester Freund Mike war das erste Opfer des Mörders und das, obwohl er wirklich kräftig und groß war. Er wurde ausgeweidet und die Innereien wurden über den Schlafzimmerboden verteilt. Sein Darm hatte man in voller Länger auf dem Boden ausgebreitet. Als Julie das hörte, kämpfte sie mit dem Würgereiz und konnte es grade noch so halten. Die Tage vergingen und weitere Morde passierten nun in ihrer nächsten Nähe. Die Familie Thomson direkt neben an, bei der Maria immer auf den neunjährigen Dwain aufpasste, wurde gestern verstümmelt in ihrem Haus aufgefunden. Julie dachte, dass man eventuell etwas auf ihren Kameras sehen konnte und sah nach.

Frame für Frame jeweils 20 Minuten nach bis 25 Minuten nach dem geschätzten Todeszeitpunkt, den sie aus den Nachrichten erfuhren. Bei Minute 11 vor dem Todeszeitpunkt, konnte sie auf vier Frames einen dunklen Schatten erkennen. „Vier Frames, das… das ist weniger als eine Sekunde!“ , flüsterte sie zu sich selbst. Na gut, dachte sie später, man sah den Schatten am linken Rand der Kamera wie er hinter der Hecke der Thomsons verschwand. Somit war ihr anfänglicher Schock schnell wieder verflogen.

Sie druckte die Bilder aus und brachte sie der örtlichen Polizei, die es allerdings nicht ernst nahmen und es als streunenden Hund, eine Katze oder einen Waschbär abtaten. Ihre Bilder wurden jedoch auf Bitte eines jungen Streifenpolizisten zu den anderen Indizien gelegt. Maria und Julie stellten nun eine eigene kleine Ermittlung an und markierten jeden der Morde auf einer örtlichen Karte. Es war ein eigentlich unregelmäßiges Muster, er tötete also wahllos. Ihm waren Geschlecht, Alter und Herkunft völlig egal. Eines erkannten sie aber, als sie die Tatorte in der Reihenfolge der Morde durchnummerierten und die Häuser abfuhren: Er begann in jeder Straße mit dem Haus welches das schlechteste Sicherheitssystem hatte und arbeitete sich dann hoch.

Sie schauten nach in welcher Reihenfolge er voraussichtlich die Häuser ihrer Straße einen Besuch abstatten würden. Noch zwei waren vor ihnen und ein Haus kam noch nach ihnen. Mr. & Mrs. Wood, das stinkreiche Ehepaar Mitte 50 hatte noch eine etwa 4 Meter hohe Mauer, ein videoüberwachtes Tor aus Stahl, welches man nur von innen oder mit einer Stimmenanalyse von außen öffnen konnte. Außerdem hatten sie noch 6 bewaffnete Gorillas. Sie haben schon oft Mrs. Wood dabei gesehen, wie sie mit einem von ihnen etwas zärtlicher umging als mit den anderen, wenn ihr Mann mal nicht da war. Der Tag stand nun für sie fest, es war der nächste Samstag. Da die Polizei für sie ein hoffnungsloser Fall war und sie sowie so nicht auf zwei Philosophiestudentinnen im zweiten Semester hören würden, entschieden sie sich anders vorzugehen.

In den beiden nächsten Tagen übten sie anhand von Youtube-Tutorials wie man jemanden mit einem Messer entwaffnet und kampfunfähig macht. Sie beschlossen außerdem beide in einem Zimmer zu schlafen und auch nur gleichzeitig Hand in Hand und bewaffnet dieses Zimmer zu verlassen. Am besagten Samstag Abend versammelten sie sich mit etwa 5 Kilo Chips, 2 XXL Portionen Popcorn, 5L Cola und zwei große Portionen Chicken Wings von KFC bei Maria im Zimmer. Schlossen das Fenster und schauten auf ihre Laptops um die Kamaras zu beobachten. Als sie gegen ein Uhr Nachts schon fast einnickten, klingelte es an der Tür. „Netter Versuch“ sagte Julie und entsicherte die Waffe.

Maria wechselte auf ihrem Laptop zur Kamera vor der Haustür und schrie laut auf. Der Laptop fiel vom Bett und schloss sich. „Was ist denn Maria?“, fragte Julie und versuchte sie zu beruhigen, doch Maria stand unter Schock und murmelte etwas von einem weißen Gesicht mit einem breiten, unmenschlichen Grinsen. Julie beunruhigte das sehr, so hob sie den Laptop auf und klappte den Display nach oben. Sie zuckte zusammen. Er stand noch da, direkt vor der Kamera. Ein Mann mit einem weißen Gesicht, weiß wie Papier, schwarzen umrundete, liderlose Augen, schwarzes langes Haar und ein Grinsen, welches von einem Ohr zum andern ging.

Er lehnte den Kopf leicht zur Seite und bildete mit den  blutbeschmierten Lippen den Satz „Go to sleep!“. Das nächste was sie sah, war der Schneesturm auf dem Bildschirm der nun zerstörten Kamera. Dann fiel das Licht aus und Maria zuckte hoch und umarmte Julie unter Tränen. „Wir werden sterben… das Monster holt uns“ , wimmerte sie. Julie nahm ihr Smartphone, schaltete die Taschenlampen-Funktion ein und drückte es Maria in die Hand. „Beruhige dich jetzt, alles wird gut… richte das Licht einfach auf die Tür… In dem er draußen den Strom abgestellt hat, hat er einen stillen Alarm ausgelöst… Die Polizei wird bald hier sein! Alles wird gut!“

Mit zitternden Händen nahm Maria das Smartphone und hielt es so wie Julie es ihr gesagt hatte. Julie richtete ebenfalls etwas auf die Tür, allerdings war es geladen mit tödlichen Geschossen. Um ganz sicher zu gehen lag der Taser griffbereit neben ihr. Sie hörten das Öffnen und Zuschlagen der Haustür. Er wollte, dass sie wissen, dass er kommt und sie holt, das war klar! Schritte näherten sich dem verschlossenen Zimmer und verstummten genau davor. Dann klopfte er unerwartet sanft gegen die Tür, als ob er ein Gast wäre der gern rein kommen würde.

„Schlaft ihr schon?“ , flüsterte er von der anderen Seite der Tür in einem kranken, verstörenden Unterton. „Geh weg!“ , schrie Julie, ihr Zeigefinger umklammerte den gespannten Abzug ihrer scharfen Waffe. Das höfliche Klopfen verwandelte sich daraufhin in ein Hämmern. „Wer zum Teufel bist du?“ , schrie Maria wütend und traurig. Das Hämmern verstummte. „Wer ich bin?... hehe… Man nennt mich Jeff und ich komme euch jetzt holen! Hehehehehe.“ Jeff sagte dies mit demselben verstörenden Ton wie zuvor. Ein undefinierbares Geräusch folgte. Es klang wie der Schlag von Metall auf Metall. Nach einigen Sekunden traf es Julie wie ein Schlag. „Er hebelt die Tür aus!“ flüsterte, sie zu Maria. Marias Augen weiteten sich und sie zitterte stärker. Zwei klickende Geräusche folgten in Abständen von wenigen Sekunden.

Dann krachte die Tür auf den Boden des Zimmers und eine Gestalt stand grinsend mit einem Messer winkend im Türrahmen. „Nun geht schön schlafen!“ , sagte er und trat einen Schritt ins Zimmer. Mehrere Geräusche folgten. Schüsse um genauer zu sein. Julie hatte viermal abgedrückt und drei der Kugeln schlugen in Jeffs Brust und eine in den Türrahmen ein. Jeff fühlte die ihn durchbohrenden Kugeln. Sie durchschlugen sein Herz, seine Lunge seine Wirbelsäule.

Er grinste, auch innerlich und ging zu Boden. Er fühlte wie sein warmes Blut aus den Einschusslöchern floss und wie er langsam müde wurde. Es fühlte sich gut an. Jeff lachte schmerzerfüllt, spuckte Blut und hörte weitentfernte Sirenen. Er verdrehte die Augen und erschlaffte. Jeff dachte er sei tot, doch nach einigen Sekunden stand er hinter dem Kopf seiner Leiche. Julie und Maria schrien und Julie schoss das restliche Magazin auf ihn. Die Kugeln durchdrangen seinen Körper ohne Schaden zu verursachen und schlugen in die Wand hinter ihm ein. Er tastete seinen Körper ab und sah dann zu den beiden Mädchen die im Bett angsterfüllt kauerten. Dann schaute er zu dem am Boden liegenden Messer.

Er ging einige Schritte in den Raum und hob das Messer auf. Die Sirenen stoppten vor dem Haus. Maria griff nach dem Taser und richtete ihn auf Jeff. Er kam nun langsam auf sie zu und winkelte den Kopf schräg an. „Nun schlaft…träumt… sterbt… hehehehe!“ , lachte Jeff. Die Kabel des Tasers flogen durch Jeffs Brust und verankerten sich im Boden. „Lass die Waffe fallen, Arschloch!“ sagte einer der beiden Polizisten mit gezogener Waffe hinter ihm. Er drehte sich herum und die beiden Polizisten erschraken als sie erkannten, dass es sich um dieselbe Person handelte, die auch vor ihnen auf dem Boden lag.

Der weißgesichtige Junge warf das Messer auf einen der Polizisten, es bohrte sich in den Hals und er fiel zu Boden. Der andere schaute zu seinem sterbenden Kollegen, dann wieder in den Raum. Jeff war verschwunden. Der verbliebene Polizist spürte plötzlich einen stechenden Schmerz im Rücken, als Jeff das Messer in dessen Rücken bohrte. Bevor er es beendete flüsterte er dem Polizisten „Wahre Killer sterben nie!“ ins Ohr und lachte. Jeff drehte das Messer im Rücken und zog es heraus. Eine halbe Minute später erfüllten die qualvollen Schreie von Maria und Julie das Haus. Die Frage die du dir jetzt stellen solltest ist folgende… Wie gut ist dein Sicherheitssystem?      

Hehehehehe...

Und jetzt schlaf!

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