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Seit Widemouth wieder da war, hatte ich kaum noch Tage mit mieser Laune. Alles war wieder wie immer, wie früher. Naja ... fast alles ... Luzifer ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ich lag an manchen Nächten da und dachte einfach nur über ihn nach. Er war ja so nett gewesen. Aber ich überlegte... würde ich ihn nochmal wieder sehen? Schließlich wusste ich nicht wie ich damals dahin gekommen war, es war bloß ein Zufall gewesen. Wieso damals? Es ist schon eine Ewigkeit vergangen und ich war bereits 15 Jahre alt. Trotz allem denke ich noch an dieses Gesicht. Ich hatte Luzifer nie vergessen. Die Erinnerungen die ich an ihn hatte verblassten nur langsam... (wie Jeffs Face aber nicht weitersagen ;) )

Ich dachte manchmal darüber nach ob er auch noch an mich dachte... vermutlich nicht... . Meine Gedanken schweiften mal wieder ab und ich bekam nichts von meiner Umgebung mit. Ich war nur in meine Gedanken vertieft gewesen.

>>Lydia?<<, rief mich eine Stimme von hinten. Ich zuckte ein wenig zusammen schaute aber dann in die Richtung in der ich vermutete die Stimme gehört zu haben. Es handelte sich um Eyeless Jack. >>Ist alles in Ordnung, Lydia? Du bist eben hoch geschreckt als ich nich dir gerufen habe?<<, fragte er. >>Ja, ja ich bin ok, ich war gerade nur in Gedanken.<<, wehrte ich ab. >>Ok, Slendy hat eine Versammlung einberufen und will dich natürlich dabei haben, Lydia.<<, erklärte er mir. Ich nickte und kam mit ihm rein.

Im Konferenzsaal waren alle bereits versammelt und Eyeless Jack und ich gingen an unsere Plätze. Ich setzte mich an meinen Platz und fragte meinen Nachbarn weshalb uns Slendy wohl diesmal zusammengerufen hat. Es war BEN. BEN antwortete: >>Keine Ahnung, Vielleicht hat er ein Blatt an einem Baum gesehen und das IM WINTER!<< ich konnte die Ironie in seiner Stimme hören und er rollte seine Augen. >>Glaubst du es wird wieder etwas unwichtiges sein?<<, fragte ich weiter. >>Ha! Davon gehe ich aus.<<, gab er als Antwort. >>Naja wir werden es ja sehen...<<, meinte ich und sah das Slendy gerade die Tür aufgestoßen hatte und mit seinen Brüdern herein kam. Alle wurden sofort still, außer Jeff der es zu spät gemerkt hatte, quasselte einfach weiter.

Nach einem Hieb von Toby wurde dann auch er still. Alle warteten auf Slendys Grund uns hier versammelt zu haben.

>>Also, Ihr fragt euch sicher warum ich euch hierher bestellt habe. Es geht um diese Familie hier. Denn in letzter Zeit waren einige von euch ungehorsam und haben sich auf den Straßen dieses Landes etwas... unter dem Nevau benommen. Und unser Herrscher zweifelte dann ein wenig daran das ich euch gut ausbilde. Deshalb wurde jetzt ein Endschluss gefasst. Wir bekommen nämlich Besuch...<<, erklärte er. >>Soweit ist das auch noch nicht so schlimm...oder?<<, fragte Toby in die Runde. >>Naja,<<, sagte Slendy >>Es ist der Herrscher selbst der mit einem Gehilfen zu besuch kommt. Und ... zwar ...morgen...<<

Die Panik brach unter uns allen aus. Wir wussten nicht was wir tun sollten. Man konnte die Panik schon spüren, schon beinahe riechen. >>Naja, wenn sich alle gut benehmen und alle alles tun was Slendy sagt, sollte doch eigentlich nichts passieren, oder?<<, fragte Trendy. Alle hatten ihn zwar gehört, aber es beruhigte sie nicht. Ich wusste nicht warum es so schlimm war. Ich kannte den Herrscher nicht...deshalb hatte ich keine Ahnung was auf uns zukommen würde. Doch an der Panik der Anderen merkte ich das es nicht so gut war, dass er kommt. Was auch immer da morgen auf uns zu kommt, wir müssen es bewältigen...

(aus der Sicht von Skinny)

>>Hör auf mich zu nerven, Rasio! Geh fliegen, ... geh jagen oder mach dich endlich mal nützlich!<<, schrie ich Rasio genervt an. Rasio schaute mich grinsend an. >>Was!?<<, fauchte ich immer mehr genervt. >>Ach nichts...ich mein...willst du deine Geliebte nicht mal wieder sehen? Ich meine es sind jetzt zwei Jahre her...<<, sagte er belustigt. >>GRRR! Ich versuche zwei Jahre einen Plan gegen sie und ihre ´Familie´ zu schmieden um die sogenannte ´Slendermansion´ zu Fall zu bringen! Und ich muss ehrlich sagen das du keine besonders große Hilfe bist! Mit keine besonders große Hilfe mein ich du bist GAR NICHT nützlich! Mach dich JETZT nützlich oder ich zieh der deine verdammten Flügel lang! Verstanden!?<<, fragte ich sauer. >>Ja ... Meister ...<<, sagte Rasio untergeordnet und machte sich kleiner. Er tat mir fast schon wieder leid, schließlich war er mein Freund ... naja Strafe muss eben sein...

>>Ich habs!!!<<, rief Rasio plötzlich und ich schreckte ein wenig hoch. Er lächelte böse. >>Nun, was ist deine Idee?<<, fragte ich ihn. Er erzählte mir etwas was mir hätte lange einfallen sollen! Wir beide lachten böse und damit weckten wir Rasios Großfamilie. Nach kurzer Zeit waren wir von hunderten Seelenfressern umringt...

(aus der Sicht von Lydia)

Ein Plan...hatten wir nicht. Slendy und dessen Brüder sagten nur das wir von nun an disziplinierter sein sollten und das keine Fehler gemacht werden durften. Dabei schauten sie vor allem Jeff an, der jedoch wegguckte, aber weiß das er unter anderem gemeint war.

>>Wir müssen können was der Herrscher von unserer Gruppe verlangt, sonst...<<, sagte Splendy und schaute traurig zu Boden. >>Sonst...was?<<, fragte ich leicht verängstigt. >>Sonst werden wir getrennt. Für immer. Einige werden Wächter z.B. Vergo, Sleepless, Jeff oder Toby ... andere werden Informanten oder Späher z.B. Rake oder Smile ... manche arbeiten am königlichen Hof z.B. Jane oder Clockwork ... andere werden wieder ins Institut geschickt darunter Sally und BEN ... und ... wenige werden gar nicht mehr angenommen ... genauer zwei Laughing Jack und du Lydia ... der Grund: du bist ein Mensch und Jack ist ein Schutzengel.<<, erklärte Slendy langsam und traurig. >>Aber was passiert dann mit Jack und mir?<<, fragte ich schwach. >>Das ist doch klar!<<, meinte Jack sauer: >>Wir beide kommen auf die Straße und können dann schön ums überleben kämpfen und am Ende werden wir von irgendwelchen Besoffenen zusammengeschlagen! Das passiert mit uns Lydia! Leb damit!!!<< >>Nicht wenn wir auf einander aufpassen. Gemeinsam schafft man doch alles. Selbst wenn es mal schlecht im Leben aussieht. Das Leben kann nun mal keine Blumenwiese mit Einhörnern und Feen sein. Aber wenn man zusammen ist, ist das Leben immer besser.<<, sagte ich in der Hoffnung ihm Mut zu machen.

(aus der Sicht von L. Jack)

Ich musste schon zugeben das Lydia mut machen kann. Trotz allem, Worte machen etwas nicht besser! >>Lass mal, Lydia, aber ich weiß das ich wieder hilflos auf der Straße lande. So wie früher.<<, sagte ich noch mitgenommen und wollte aus dem Konferenzraum gehen, um in mein Zimmer gehen zu können.

Plötzlich spürte ich etwas an meiner Schulter. Ich dachte das würde ich mir nur einbilden und öffnete die Tür um hinaus zu gehen. Doch das Gespürte an meiner Schulter wurde ein wenig fester und schlang sich um meinen Arm. Ich schaute nach was es was und bemerkte das es einer von Slendys Tentakeln war.

>>Jack, du wirst nie mehr auf der Straße landen! Ich werde dich immer beschützen genau wie alle anderen in diesem Raum.<<, sagte Slendy uns. Meine Hand griff nach seinem Tentakel, wenn Slendy doch nur recht haben würde. Doch ich wusste das er nicht recht hatte.

(aus der Sicht von Skinny)

Rasio war ausnahmsweise mal nützlich gewesen. Sein Plan war genial. Ich fragte mich warum ich all die Zeit, all die Jahre nie darauf gekommen war, dabei war es so simpel.

Wenn wir Lydia noch einmal in den Wald locken, dann werden wir den Plan ausführen. Wir werden ihr endlich sagen das Slendy nicht ihr richtiger Vater ist und ihr somit sagen das er jemand anderes ist, als der für den sie ihn gehalten hat. Im Grunde eine Kleinigkeit, aber für sie... für sie ist das ein Grund mehr zu mir zu kommen. und mit viel Glück kommt sie zurück zu mir und ich kann Slenderman mit ihr erpressen.

Ich muss ehrlich zugeben das Seelenfresser doch nicht immer so dumm sind, wie sie tun. Aber vielleicht tun sie extra so dumm, zur Tarnung. Aber was red ich da. Ich lebe schon mein ganzes leben mit den Viechern zusammen. Ich müsste es ja am besten wissen.

>>Na Rasio, dann kannst du ja bald wieder Einhorn spielen.<<, lachte ich. >>Na suuuper, da frue ich mich ja schon richtig drauf!<<, meinte er ironisch, während er die Augen rollte. >>Wieso? Dann bist du wenigstens mal wieder hübsch!<<, grinste ich. >>Haha...das ist wirklich ... Hey!<<, rief Rasio empört, der es ziemlich spät gecheckt hatte. >>Gott! Bist du dumm...<<, meinte ich und verdrehte die Augen.

(aus der Sicht von Lydia)

Es war eine schreckliche Nacht gewesen. Ich konnte überhaupt nicht schlafen. Aber ich glaube den anderen erging es nicht anders. Die Anderen sahen auch noch müde und schläfrig aus.

1.Toby stieß gegen die Tür und entschuldigte sich bei ihr.

2.Jeff hat Widemouth für Smile gehalten und hat ihm ein Leckerchen ins Maul gestopft.

3.Clockwork hat mit Hoodie gekuschelt weil sie ihn für Toby gehalten hat.

Als alle allmählich wieder wach wurden, konnte man langsam die wachsende Anspannung von gestern spüren, nur heute war sie noch intensiver und extremer.

Am Frühstückstisch hörte man nur wenige leisere Gespräche. L. Jack war gar nicht gekommen und alle hatten auch gesagt, dass sie ihn heute noch nicht gesehen haben. Slendy teilte uns mit das der Herrscher um 15.00 Uhr hier sein wird. Nach dem Frühstück ging Slendy zu L. Jack nach oben und blieb dort auch erstmal lange Zeit. Splendy sagte uns auch das wir sie nicht stören sollten.

Ich ging an meinen Lieblingsplatz im Garten und blieb dort warm angezogen und allein sitzen. Ich bemerkte wie es langsam und friedlich anfing zu schneien. Die Flocken waren groß und glitten langsam und friedlich vom Himmel zum Boden herab.

Nach kurzer Zeit lag schon eine große Schicht Schnee auf dem Boden von ca. 10 cm. Die Bäche des Gartens waren schon seit Anfang Winter zugefroren und starr. Es war wunderschön still und...friedlich. Kein Anzeichen von Unruhe. Jadoch war innerhalb des Hauses umso mehr Unruhe. Die Angst etwas würde sich am normalen Alltag und am normalen Leben ändern.

Der Schnee fiel jetzt sehr dicht und man konnte die Umrisse der Bäume des Waldes nur noch wenig sehen. Plötzlich nahm ich eine Bewegung wahr und schaute dahin wo ich meinte es gesehen zu haben. Doch dort bewegte sich nichts. Ich schaute wieder weg und nach einiger Zeit bemerkte ich wieder eine Bewegung zwischen den Umrissen der Bäume. >>Hallo?<<, rief ich in den Wald hinein.

Lange Zeit hörte ich nichts, aber gerade als ich noch einmal rufen wollte wer dort war, bekam ich eine Antwort in Form eines Wieherns. Dieses ... Wiehern ... ich hatte es schon einmal gehört ... jetzt fiel es mir wieder ein >>Quin!<<, rief ich fröhlich. Das Einhorn hob seinen edlen Kopf in meine Richtung. Die Ohren waren gespitzt. >>Quin, warte!<<, rief ich als ich die Hufe im Schnee wegstapfen gehört hatte. Ich kletterte schnell über den Zaun um dem Einhorn zu folgen. Doch finden konnte ich es nicht mehr. Ich folgte nur den Spuren im Schnee die es hinterlassen hatte. >>Hoffentlich verschwinden die Spuren nicht durch den Schnee...<<, flüsterte ich mir selber zu.

(aus der Sicht von Skinny)

Mein Blick schweifte über die Umgebung. Ich war lange nicht mehr hier gewesen. Es war zwei Jahre her als ich hier das letzte mal war. Es war bei Lydias erster Begegnung. Damals hatte ich hier das Paradies auf Erden geschaffen. Und das werde ich nun wieder tun. Nur etwas mehr im Winterlook,damit ich sie auch mit Blumen, Brücken und einem Pavillon aus Eis verzaubern kann. Es wird in verschiedenen Farben glänzen. Nicht unbedingt mein Geschmack so bund und zauberhaft. Aber Lydia schien es zu gefallen, also machte ich es auch dieses mal so, dass es für sie unvergesslich wurde.

>>Wann kommt dieser Schwachkopf endlich ... <<, schnaubte ich ungeduldig. >>Sorry das es so lang gedauert hat, Skinny<<, schnaufte er ausgepowert. >>Wieso so ausgepauert, Rasio?<<, fragte ich voller Schadenfreude. >>Hallo!? Ich bin der, der 7km gelaufen ist!<<, nörgelte er immer noch schnaufend. >>Nörgel doch nicht so rum und ... WAS!? 7km!? Du Vollpfosten die Spuren verwischen im Schnee! Du rennst jetzt sofort zu ihr zurück und trägst sie her!<<, schrie ich ihn an. >>Tragen!? Spinnst du total!? Ich trag kein Mädchen hierher!<<, rief er empört, aber im Wissen das ich stärker bin. >>Doch das tust du. Am besten JETZT!<<, fauchte ich ihn an und drohte mit der Hand ihn zu schlagen.

Sofort galoppierte er los und es dauerte nicht lang da verschluckte ihn der Schnee...

(aus der Sicht von Lydia)

Seit geraumer Zeit irrte ich mehr durch den Wald, als zu wissen wo ich lang gehe. Die Spuren waren schon so gut wie verschwunden und die Temperatur ist bedrohlich gesunken. Der Schnee hatte jetzt mindestens die 20 cm. erreicht. So kam es mir auf jeden Fall vor. Es ging so jetzt schon eine gefühlte Ewigkeit und ich gab es langsam auf weiter zu suchen. Ich wollte nach Hause, bemerkte jedoch direkt das auch meine Spuren fast verschwunden waren. Es schneite immer weiter und es schien kein Ende zu nehmen. Gerade als ich ´Hallo´ rufen wollte hörte ich ein gedämpftes Wiehern hinter mir. Ich drehte mich um und sah das Quin zurück gekommen war. Sein Aussehen war wunderschön. Er glänzte wie frisch gefallener Schnee. Die Hufe sahen aus Wie blankes Eis, seine Augen waren himmelblau und sein Horn, es schimmerte wie ein in der Sonne glänzender Eiszapfen.

Ich näherte mich ihm und berührte seine Nüstern. Sie waren samtweich. Langsam ging ich an seine Seite und er verbeugte sich so, dass ich aufsteigen konnte. Er wurde schneller und wenig später waren wir im freien Galopp. Was mich stutzig machte war die Tatsache das ich, egal in welcher Geschwindigkeit ich mich befand, nicht runterfallen konnte. Was mich ebenfalls stutzig machte war, dass mir nicht mehr kalt war. Nein. Seit ich auf Quins Rücken war, ist mir nicht mehr kalt gewesen. Selbst im freien Galopp.

Nach einer Ewigkeit des Galoppierens, wurde Quin langsamer und kam zum stehen. Mein Blick tastete das Umfeld ab. Irgendwoher kannte ich diese Gegend. Ja. Ich hatte sie schon mal gesehen. Jetzt wusste ich auch woher. Ich hatte sie vor zwei Jahren schon einmal gesehen. Damals als ich Luzifer das erste Mal getroffen hatte. Nur damals war Sommer gewesen und nun ist Winter. Alles sah anders aus ... aber dennoch gleich. Es war ein schönes Gefühl wieder hier zu sein...befreiend.

Ich stieg von Quin ab. In diesem Moment kamen Eisblumen aus dem Boden geschossen, und mit Eisblumen meine ich richtige Blumen aus Eis. Über die zugefrorenen Bäche kamen Brücken aus golden glänzenden Eis. Und im Zentrum Des ganzen bildete sich ebenfalls aus golden glitzernden Eis ein Pavillon. Daran bildeten sich aus rötlich glitzernden Eis, Rosen die sich über den Pavillon erstreckten. Die Blumen die als erstes entstanden waren, blühten in; blau, türkis, gelb, rot und lila farbenen Eis.

Es war so wunderschön. Ich sah wie eine, in einem dunkelroten Umhang umhüllte, Person in den Pavillon trat. Sie stand mit dem Rücken zu mir. Ich wusste schon wer das war und wollte auch zu ihm hingehen. Meine Füße berührten die Brücke und unter meinem Fuß bildete sich eine Eisblume. Ich setzte den nächsten Fuß auf die Brücke und wieder entstand darunter eine Eisblume. Langsam und sicher lief ich über die Brücke.

Plötzlich rutschte mein Fuß ab, aber Quin war da und stützte mich. Als ich über der Brücke war lief ich zum Pavillon. Mein Herz begann schneller zu schlagen. Es mag vielleicht eine Ewigkeit vergangen sein seit ich Luzifer das letzte mal gesehen habe, aber ich hatte meine Gefühle zu ihm nie verloren.

>>L-Luzifer?<<, fragte ich leise. Er drehte sich nicht um, aber sprach zu mir: >>Du lässt dich mal wieder blicken?<<. Ich weiß nicht genau warum, aber ich fühlte mich ein wenig schuldig und schlecht. >>Es...es tut mir wirklich leid das ich weg war ich ... ich wusste nur nie wie ich zu dir zurück finden sollte...<<, sagte ich schuldbewusst. >>Es ist ok. Ich habe all die Zeit auf dich gewartet, aber es ist nicht schlimm das du so lange weg warst. Ich wusste du würdest irgendwann wiederkommen.<<, meinte er ruhig.

Ich wusste nicht wie ich ihm sagen sollte das ich ihn gern hatte...ach quatsch das ich..in ihn verliebt war. Die Angst er würde mich dann verstoßen machte sich in mir breit. Ich schaute auf dem Boden um den Drang zu weinen zu unterdrücken. Plötzlich spürte ich etwas warmes an meiner Wange. Ich öffnete die Augen und bemerkte das es Luzifers Hand war, die meine Wange berührte. >>Was ist los?<<, fragte er mich. >>Nichts...<<, antwortete ich nur und er strich mir sanft über die Wange.

>>Du hast ein wunderschönes Gesicht...<<, flüsterte er: >>Wer sind deine Eltern?<<. Ich musste das erst begreifen, hat Luzifer das gerade wirklich getan...? >>Mein Vater ist ... Slenderman und meine Mutter durfte ich nie kennenlernen...<<, sagte ich langsam.

>>L-Lydia e-es tut mir leid aber ... Slenderman hat ... hat keine Tochter...<<, sagte er langsam mit besorgtem Blick. Ein Blitz durchzuckte mich. Mir wurde abwechselnd warm und kalt. >>Natürlich het er eine ... ICH bin seine Tochter!<<, rief ich verärgert und schlug seine Hand weg: >>Wie kannst du es wagen so etwas tu behaupten!?<< Ich konnte es nicht fassen!

Wieso behauptet er das Slenderman nicht mein Vater wäre!? >>Lydia, bitte beruhige dich.<<,sagte er in einem ruhigen Ton. Mein Gesichtsausdruck wandelte sich von Böse in Verzweifelt. >>Wieso behauptest du das, Luzifer?<<, fragte ich schwach und leise.

>>Ich kenne Slenderman und er hat keine Freundin gehabt, geschweige denn eine Frau. Und wenn du doch seine Tochter wärst, wieso hast du nicht den Drang zu töten oder warum hast du keine Tentakel? Lydia, du würdest ja kaum einer Fliege etwas zu leide tun wollen. Und ... und so viel kann man nicht von seiner Mutter geerbt haben...<<, erklärte er mitfühlend.

Er...er hatte Recht. Ich brach zusammen und mit mir auch meine Welt. Mir wurde warm und kalt. Ich hatte keine Kontrolle mehr über das was ich tat. Weinen war alles was ich jetzt noch tun konnte. Mein Brustkorb krampfte sich unwillkürlich zusammen und ich atmete dann nur, wenn das Weinen es mir erlaubte. Ich spürte Luzifers Arme um mich und es wurde warm, doch trösten konnte mich jetzt nichts mehr. Luzifer versuchte mich zu beruhigen, doch es half nichts.

So verharrten wir einige Zeit, als ich plötzlich Luzifers Lippen auf meinen spürte. Ich riss die Augen auf und auch Quin schien überrascht, doch er blieb ruhig, entspannt und mitfühlend. Ich schloss meine Augen und ließ es geschehen. >>Es wird jetzt zeit für dich zu gehen, Lydia ... bist du bereit dazu?<<, fragte Luzifer. Ich nickte, aber mir schossen wieder Tränen über die Wangen. >>Du schaffst das, Lydia.<<, sagte er und umarmte ich noch einmal kurz. >>Kann ich dich danach wieder sehen?<<, fragte ich ihn. >>Jeder Zeit...<<, antwortete er und half mir beim Aufstehen. Quin verbeugte such wieder so, dass ich aufsteigen konnte.

Ich fand mich im freien Galopp auf Quin wieder. Ich war so traurig und verzweifelt und ... böse! Meine Beine drückten an Quins Flanken,sodass er noch schneller galoppierte.

Nach einem endlos erscheinendem Ritt, wurde Quin langsamer und kam zum stehen. Ich stieg langsam ab in brach wieder zusammen. Ich weinte, doch Quin war da um mich zu beruhigen. Es wurde nun Zeit das ich meinen nötigen Mut zusammen nehme. >>Quin, holst du mich nachher wieder ab?<<, fragte ich das Einhorn schwach. Es nickte und verschwand hinter ein paar Bäumen. Ich machte mich langsam auf den Weg in den Garten der Villa.

Ich stand vor der Tür und Klopfte laut. Nach kurzer Zeit öffnete mir Masky. >>H-hallo Ly-<<, weiter kam er nicht da ich ihn zur Seite stieß und schnurstracks in den Konferenzsaal rannte. Ich erkannte zwei fremde Personen am Rand des Zimmers. Die eine war ungefähr so groß wie Slenderman und schien mehrere Hornpaare auf dem Kopf zu besitzen und die Person daneben war in einem Mantel umhüllt und man konnte das Gesicht nicht sehen. Mir war aber in dem Moment egal das dort zwei fremde saßen ich kümmerte mich ganz um Slenderman meinem ´Vater´.

>>Lydia-<<,auch er bekam nicht mehr raus, da ich auch ihn unterbrach.

>>WIESO HAST DU ES MIR ALL DIE JAHRE VERSCHWIEGEN!!??<<. Alle starrten nun Slendy und mich an, auch die beiden Fremden. >>WIESO KONNTEST DU ES MIR NICHT EINFACH SAGEN!!?? DU BIST NICHT MEIN RICHTIGER VATER!!!<<, schrie ich ihn an. Slendy konnte mich nicht ansehen, versuchte aber mit mir zu reden: >>Lydia es...es tut mir leid ich-<<. Ich unterbrach ihn wieder: >>NEIN! VERSUCH ERST GAR NICHT DICH ZU ENTSCHULDIGEN!!! ICH HASSE DICH , ICH HASSE, HASSE, HASSE DICH!!! Und du wirst mich NIE WIEDER in deinem mickrigen, gesichtslosen Mörderleben wiedersehen!!!<<

Ich rannte raus, weg von dort. >>Lydia!<<, hörte ich Slenderman hinter mir nach mir rufen. Doch ich dachte gar nicht daran zu antworten. Im Garten kletterte ich über den Zaun und riss mir dabei das Bein vom Knie bis zur Wade auf. Es tat höllisch weh aber ich musste Quin finden, um hier weg zu kommen...

(aus der Sicht von Skinny)

Ich wartete auf Rasio der eigentlich schon lange hier sein sollte. >>Sorry Skinny, hat ein bisschen länger gedauert...<<, sagte er schnaufend. >>Wo zum Teufel bist du gewesen!?<<, schrie ich böse und drehte mich zu ihm um. Er grinste mich nur an: >>Was geht eigentlich bei dir? Bist du jetzt plötzlich ein Frauenheld? Ich mein du hast das Mädchen ge-ge...gegege!!!<<. Ich schaute ihn sauer an: >>Kein Komentar dazu! Hör auf so zu grinsen! Und übrigens du musst wieder los. Das Mädchen wartet auf ihr Märchen-Prinzessinen-Einhörnchen!<<, lachte ich. Rasio schaute erst blöd drein sagte aber dann grinsend: >>Stimmt das Märchen-Prinzessinen-Einhörnchen bringt sie auch zu ihrem Märchenprinzen!<<. Jetzt war ich der, der doof drein schaute. Veräppelt von seinem eigenen Seelenfresser. >>Ich hasse Seelenfresser manchmal!<<, sagte ich genervt. >>Seelenfresser sind cool!<<, antwortete Rasio darauf. Als er davon galoppierte dachte ich mir: Nein!

(aus der Sicht von Lydia)

Ich hatte das Gesicht auf die Hände gestützt und war verzweifelt. Wann kommt Quin bloß? In diesem Moment hörte ich ein Wiehern, welches ich hinter mir hörte. Blitzschnell drehte ich mich um. >>Quin!<<, rief ich und ging zu ihm hin. Ich kraulte seinen Hals, was er anscheinend ziemlich genoss. Danach stieg ich ohne auf die Verbeugung zu warten auf. >>Bring mich zu Luzifer!<<, flüsterte ich ihm zu und er ließ sich das nicht zweimal sagen. Er preschte los und hinter uns flog eine Wolke Schnee in die Luft. Ich spürte mein schmerzendes Bein wieder und biss die Zähne zusammen. Mit der Zeit fing es wieder stark an zu schneien und der Wind war noch stärker als sonst.

Als wir am normalen Platz angekommen waren stieg ich ab und erwartete Luzifer im Pavillon. Doch dort war er nicht. Ich schaute Quin an. Dieser schien auch nicht weiter zu wissen. Er galoppierte mal hierhin mal dahin und wieherte laut. Danach schaute er sich immer mit gespitzten Ohren um.

>>Ok, ich hab eine Idee, Quin. Wir teilen uns auf, ok?<<, fragte ich ihn. Er nickte und verschwand in eine Richtung. Ich lief in die entgegen gesetzte Richtung...

(aus der Sicht von Rasio (Quin))

Macht Skinny Späße!? Wenn ja dann ist es nicht witzig! Ich wieherte so laut ich konnte, jedoch bekam ich keine Antwort. Langsam wurde ich panisch. Mal galoppierte ich dorthin und wieherte mal dorthin. Keine Antwort. Meine Ohren waren unentwegt in Bewegung. Ich fand in einfach nicht.

Ich kannte Skinny jetzt schon mein Leben lang, seit ich geboren bin. Und selbst wenn er oft gemein zu mir ist, erist mein Freund. Mein bester Freund. Er hat mir bei allem am meisten geholfen. Er ist mit mir aufgewachsen. Und jetzt ist er weg ...

Mein Körper begann zu zittern und meine Lippen bebten ein wenig. Nein, Rasio, du bist ein...einigermaßen ausgewachsener Seelenfresser und du heulst jetzt nicht los wie ein Baby! Ich konnte mich Gott sei dank noch vor den Tränen drücken.

>>Rasio, wie stehst du denn da? Und wo zur Hölle ist Lydia!?<<, fragte mich plötzlich eine wohlbekannte Stimme von hinten. >>Skinny!?<<, fragte ich ungläubig. Jetzt konnte ich die Tränen nicht mehr zurück halten. Ich stürmte aus Skinny zu. >>Rasio, was ist los? Warum weinst du?<<, fragte Skinny verwirrt. Er strich mir über den Kopf. >>Die Frage ist wohl eher: Was ist bei dir los!?<<, gab ich schluchtzend zurück. >>Was hab ich getan?<<, fragte Skinny mich etwas benommen. >>Du bist abgehauen!<<, rief ich immer noch weinend. >>Ja, ich musste noch etwas erledigen, was ich vergessen hatte...<<, sagte Skinny mir: >>Also wo ist Lydia?<<. >>Weiß nicht...<<, schniefte ich. >>Hey beruhig dich erstmal, ich bin ja jetzt da. Sei doch nicht so...so ängstlich? Verzweifelt?<<, sagte er mir.

Er setzte sich auf meinen Rücken >>Ok. Hinfort mein treues Ross!<<, sagte er mit eine Stimme die klang als wären wir in einem schlechten Hollywoodfilm gelandet. Ich buckelte. >>Gleich zeig ich dir mal ein treues Ross!<<. Skinny fiel es schwer sich zu halten und fiel von mir runter. Mit leicht veräppeltem Gesicht sagte er: >>Lass uns einfach Lydia suchen. Rasio-Vollpfosten!<< Er setzte sich wieder auf und fing an mich leicht anzutreiben. Ich lief los...

(aus der Sicht von Lydia)

Ich laufe jetzt schon seit einer Ewigkeit herum, auf der Suche nach Luzifer und jetzt auch nach Quin. Es war wohl doch keine so gute Idee sich aufzuteilen. Mein Gesicht und meine Hände froren und das schlimmste an allem war mein Bein. Es schmerzte durch die Kälte noch mehr und regelmäßig rollten mir Tränen des Schmerzes über die Wange. Es war wie ein wahr gewordener Alptraum. Das Schneien hatte sich bereits zu einem Schneesturm entwickelt. Ich versuchte etwas zu ertasten woran ich mich festhalten konnte, aber ich fand nichts. Es war so kalt und ich wusste gar nicht mehr wohin ich sollte.

Schließlich fand ich einen Baum an dem ich Schutz suchen konnte. Eine lange Zeit saß ich nun da, ohne Aussicht auf Rettung und ich wurde langsam müde... Doch plötzlich sah ich einen großen Schatten näher kommen und uhrplötzlich wurde der Schneesturm sanfter und es wurde wieder zu einem ruhigen Treiben. Der Schatten der vor Mir war entpuppte sich als Quin und Luzifer. Luzifer reitete auf Quin.

>>Willst du hier weiter rumhängen, oder kommst du mit mir?<<, fragte Luzifer mich. Er reichte mir die Hand. Ich wusste das es warscheinlich aber nur warscheinlich eine Endscheidung fürs Leben sein wird und ich zögerte.

Slenderman hatte mich all die Jahre betrogen, aber dennoch hat er mich geliebt wie ein richtiger Vater. Meine Gedanken schweiften in all die Kindheitserinnerungen ab, die ich mit meiner Familie erlebt hatte. Es war eine wunderschöne Zeit gewesen. Doch ist es jetzt Zeit einen neuen Schritt zu wagen? Zeit einen Lebensabschnitt abzuschließen? Meine Erinnerungen der Vergangenheit überlassen und meine Familie zu verlassen?

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